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International Russland provoziert mit Militärmanöver

Die Karten um den internationalen Einfluss werden im Hinblick auf die Ukraine derzeit neu gemischt. Russland hat Kampfflugzeuge an der westlichen Grenze des Landes in Alarmbereitschaft versetzt. US-Aussenminister Kerry und der ukrainische Interimspräsident riefen den Kreml zur Zurückhaltung auf.

Legende: Video Russland mobilisiert seine Armee abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 27.02.2014.

Im Zuge eines grossangelegten Militärmanövers testet Russland derzeit nach eigenen Angaben auch seine Kampfbomber-Flotte im Westen des Landes. Dabei sollen auch Kampfflugzeuge an der Grenze zur Ukraine zum Einsatz kommen, teilte das Verteidigungsministerium der Agentur Interfax mit.

Legende: Video Russlands Truppen in Alarmbereitschaft abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.02.2014.

Die Einheiten hätten zuvor im «Rahmen der Übung» ein Signal für die höchste Stufe der Gefechtsbereitschaft erhalten. «Die Bomber des Wehrbezirks erledigen Übungskampfaufgaben zur Niederschlagung möglicher Gegner», teilte das Ministerium mit. Zuvor hatte Russland angekündigt, sowohl seine Landsleute, wie auch die in der Ukraine stationierte Schwarzmeerflotte in dem Krisengeschüttelten Land zu schützen.

Russland hat seine Schwarzmeerflotte in der ukrainischen Stadt Sewastopol stationiert. Der Aufenthalt des Militärs ist durch ein bilaterales Abkommen mit der Ukraine geregelt.

Porträt von John Kerry.
Legende: Kerry: «Eine Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine wäre ein schwerwiegender Fehler.» Keystone

Ukraine warnt vor Territorialverletzung

Angesichts der zunehmenden Spannungen auf der Krim hat die die Ukraine Russland mit Nachdruck vor Truppenbewegungen auf der Halbinsel gewarnt. Jede Bewegung der Schwarzmeerflotte, welche sich unangemeldet ausserhalb der festgelegten Zone bewege, werde als Aggression gewertet, sagte Interimspräsident Alexander Turtschinow.

Auch US-Aussenminister John Kerry hat Russland vor einer militärischen Intervention in der Ukraine gewarnt. Eine Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine wäre ein schwerwiegender Fehler, sagte Kerry.

Russland habe sich wiederholt gegen ausländische Militärinterventionen etwa in Libyen oder Syrien ausgesprochen. Jetzt solle sich das Land an die eigenen Mahnungen halten.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Klingt doch ähnlich wie zB. damals bei Vietnam, Kuba usw. ! Kerry: «Eine Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine wäre ein schwerwiegender Fehler.» - Ukraine warnt vor Territorialverletzung. Angesichts der zunehmenden Spannungen auf der Krim hat die die Ukraine Russland mit Nachdruck vor Truppenbewegungen auf der Halbinsel gewarnt. Jede Bewegung der Schwarzmeerflotte, welche sich unangemeldet (Zone ???) werde als Aggression gewertet, sagte Interimspräsident Alexander Turtschinow.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Wer provoziert hier wen und bei welcher Gelegenheit. Das ist doch die besser gestellte Frage. Klar ist, dass sich die Russen so ein Vorgehen der EU und USA in der Ukraine nicht bieten lassen. Derzeit ist die Ukraine zu einem "Spielball" der Mächtigen geworden. Das wird Folgen haben, die uns erst später bewusst werden. Welche Folgen sind nun zu erwarten? Das wird sich erst noch zeigen. - Ich habe kein gutes Gefühl.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet, Weißenstadt
      @Haller: Welches Vorgehen der EU und USA ? Sie reden dauernd in Rätseln. Putin ist nicht die Ukraine. Und die Ukraine ist ein souveräner Staat und kann sogar der EU und der NATO beitreten und auch mit den USA zusammenarbeiten. Putin ist nicht die Sowjetunion, die Ukraine ist nicht seine Kolonie und er muss sich schlicht und ergreifend fügen. Auf Ihr Gefühl kommt es dabei nicht an
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    2. Antwort von S. Herrman, Stuttgart
      @M Chauvet: H. Haller hat absolut recht. Ferner sollten Sie nicht vergessen, dass die Russen auf der Krim einen wichtigen Militärstutzpunkt unterhalten. Daher ist es von zentraler Bedeutung wer in Kiew das sagen hat und wie die jetzige Situation entstand. Die USA/Eu waren die zentralen Drahtzieher. Es geht nur um die Einkreisung von Russland und die Möglichkeit von Raketen möglichst nahe an der russischen Grenze zu stationieren. Es geht nur um die Fortsetzung des II. WKs (kein Friedensvertrag!).
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @ M. Chauvet: Russland hat einen langjährigen Pachtvertrag betreffend Krim mit der Ukraine. Sonst tönt es doch aus Deutschland auch, dass Verträge unbedingt einzuhalten sind! Aber Fakt ist, sollte es einen neuen Krieg in Europa geben, die EU nicht unschuldig daran ist.
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  • Kommentar von G.Riedo, Bern
    Es ist ein logische Konsequenz, dass Russland so reagiert. Schliesslich versuchen die USA und die EU stets das Einflussgebiet Russlands zu verringern. Erst Georgien dann Libyen und Syrien und jetzt die Ukraine. Die Westmächte verhalten sich wie Imperialisten, als wäre der kalte Krieg noch existent. Es ist Zeit, dass Russland ein Zeichen setzt und sei es auch militärisch. Russland wurde vom Westen hintergangen. Die Nato existiert noch, der Warschauer Pakt wurde aufgelöst. Wer meint es ehrlicher
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