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Schisma vollzogen Orthodoxe Kirche in der Ukraine wird eigenständig

Legende: Video Ukraine hat eigene orthodoxe Kirche abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.01.2019.
  • Die orthodoxe Nationalkirche in der Ukraine ist formell für unabhängig erklärt worden.
  • Die oberste Autorität der Orthodoxie, der Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel mit Sitz in Istanbul, unterschrieb einen entsprechenden Erlass.
  • An der Zeremonie in Istanbul nahm auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko teil.

«Das ist ein historisches Ereignis und ein grosser Tag», schrieb Poroschenko auf Twitter und sprach von einem neuen Zeitalter in der orthodoxen Kirche: «Gott sei Dank.» Poroschenko hat die Kirchenpläne als Teil seines Wahlkampfs vorangetrieben. Ende März wird ein neuer Präsident gewählt.

Die orthodoxe Landeskirche war Mitte Dezember gegründet worden. Für die Vereinigung stimmten Bischöfe von zwei ukrainischen orthodoxen Kirchen. Die moskautreue orthodoxe Kirche in der Ex-Sowjetrepublik hatte die Versammlung weitgehend boykottiert.

Unabsehbare Folgen

Zum Oberhaupt der neuen Kirche war der Metropolit Epifani von Perejaslaw gewählt worden. Der Erlass zur Unabhängigkeit der Kirche ist heute in einem Gottesdienst offiziell vorgestellt werden.

Wegen der Kirchengründung in der Ukraine herrscht seit Monaten ein Streit zwischen der russisch-orthodoxen Kirche und dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel. Die kirchlichen und politischen Folgen dieser Spaltung lassen sich noch nicht abschätzen.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Steff Stemmer (Steff)
    Hätte sich die Russisch Orthodoxe Kirche nicht von Putin instrumentalisieren lassen, sondern sich um ihre Schäfchen gekümmert, wäre das wahrscheinlich nie passiert. Da können nun noch so viele von Frechheit und Russenfeindlichkeit schreiben, tatsache ist, das die russisch othodoxe Kirche interessiert war/ist an weltlicher Macht/Geld und Putin ihr diese zugestanden hat. Die Frage ist höchstens, wie nachhaltig der Schulterschluss für die Kirche mit Putin sein wird?
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  • Kommentar von Hans Peter Auer (Ural620)
    Bartholomaeus ist das Oberhaupt der orthodoxen Christen und der Ehrenvorsitzende aller orthodoxen Kirchen, doch spricht ihm Moskau das Recht ab, ueber die Unabhaengigkeit der ukrainischen Kirche zu entscheiden. Wer gibt Moskau dieses Recht?
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    1. Antwort von David Neuhaus (Um Neutralität bemüht)
      Würden sie sich im orthodoxen Kirchenrecht auskennen oder sich auch nur ein wenig dafür interessieren bevor zu dazu Komentare verfassen @Auer, wüssten sie das Bartholomaeus keinerlei Befugnis hat eigenständig diese Unabhängigkeit zu gewähren. Zudem ist er nicht das Oberhaupt der orthodoxen Kirche sondern nur primus inter pares, also erster unter gleichen. Sein Handeln ist gemäss orthodoxem Kirchenrecht ganz klar ilegal!
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      @David Neuhaus: Ob Bartholomäus das Recht zu dieser Entscheidung hat oder nicht, es bleibt wohl, Russenfreunde oder nicht nur übrig, die jetzt geschaffenen Realitäten hinzunehmen. Im Kreml sitzen eben keine braven Chorknaben, sie haben eine neue Erbfeindschaft gestiftet und man braucht sich dann über solche Resultate nicht verwundert die Augen zu reiben. Der Ukraine bleibt aufgrund der Feindseligkeit der Kreml-Herrscher als weitere Folge nichts anderes übrig, als sich dem Westen zuzuwenden.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    So wird einmal mehr die Religion zum Alibi für politische und ideologische Machtkämpfe gemacht. Nicht anders als zu Zeiten der Reformation die Millionen von Toten forderte und den Kontinent, inkl. Schweiz an den Existensabgrund trieb oder zur Zeit im Islam. Letzlich geht es nie um Relgion sondern immer nur um triviale Macht- und Geldgelüste.
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