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Papst Franziskus: «Meine Gedanken gehen an jene, die jeden Tag den Herrn rufen, er möge ihnen helfen.»
Aus News-Clip vom 08.07.2019.
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Schutz der «Verletzlichsten» Papst feiert Messe mit Bootsflüchtlingen und Helfern

  • Papst Franziskus hat an einer Messe im Petersdom Unterstützung für Migranten und alle anderen ausgegrenzten Menschen angemahnt.
  • «Den Schwächsten und Verletzlichsten muss geholfen werden», erklärte Franziskus.
  • Die Messe im Vatikan war ehemaligen Bootsflüchtlingen, deren Rettern und Helfern gewidmet.

Migranten seien heutzutage «Symbol» für alle, die von der globalisierten Gesellschaft ausgeschlossen würden, sagte Papst Franziskus. «Die Letzten, das sind die, die getäuscht und verlassen werden, um in der Wüste zu sterben», klagte er. «Die Letzten sind die, die in Gefangenenlagern gefoltert, missbraucht und verletzt werden; die Letzten sind die, die den Wellen eines erbarmungslosen Meeres trotzen; die Letzten sind die, die zu lange in Auffanglagern gelassen werden.»

Franziskus feierte die Messe sechs Jahre nach seinem Besuch auf der italienischen Insel Lampedusa, die während der Migrationskrise im Fokus der Aufmerksamkeit stand. Auch in den vergangenen Wochen rückte die Insel angesichts der Rettungseinsätze von Hilfsorganisationen wie Sea-Watch oder Mediterranea wieder in die Schlagzeilen.

«Alan Kurdi», «Alex» und «Sea-Watch 3»

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«Alan Kurdi», «Alex» und «Sea-Watch 3»
Legende:Die «Sea-Watch 3» vor der Küste der italienischen Insel Lampedusa.Keystone

«Alan Kurdi»: Am Sonntag konnten die 65 Migranten an Bord der «Alan Kurdi» in Malta an Land gehen. Die Crew wollte zuerst im Hafen von Lampedusa einlaufen – dies wurde ihr allerdings von der italienischen Regierung untersagt. Auch die Regierung in Valetta verbot dem Rettungsschiff zunächst das Anlegen. Erst als die EU und Deutschland intervenierten, durfte das Boot in Malta anlegen. Die Migranten sollen nun umgehend auf andere europäische Länder verteilt werden.

«Alex»: Ebenfalls am Sonntag lief das Schiff «Alex» der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea mit 41 Migranten in den Hafen von Lampedusa ein. Mit dem Anlegen in Lampedusa widersetzte sich die Crew dem Verbot des italienischen Innenministers Salvini.

«Sea-Watch 3»: Die «Alex» folgte damit dem Beispiel des deutschen Schiffs «Sea-Watch 3», das vor rund einer Woche von Kapitänin Carola Rackete trotz Verbots mit 40 Migranten nach Lampedusa gebracht wurde. Rackete wurde daraufhin festgenommen. Ihr droht eine Haftstrafe zwischen einem bis fünf Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 15'000 Euro.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Stefano Simeone  (SteSi)
    "Migranten sind heutzutage «Symbol» für alle, die von der globalisierten Gesellschaft ausgeschlossen werden": das dürfte eher auf Flüchtlinge zutreffen, nicht auf Migranten.
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    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Falsch. Menschen fliehen dort wo Perspektive zum Leben fehlt also dort wo Menschen ausgeschlossen werden
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  • Kommentar von Hanspeter Müller  (HPMüller)
    Ausgerechnet jene, die immer wieder die "Islamisierung des Abendlandes" herbeireden und behaupten wir müssten unsere "christlichen Traditionen" gegen den Ansturm von Ungläubigen und Barbaren verteidigen verhöhnen den Papst und werfen ihm Doppelmoral vor. Sind das die Christlichen Traditionen, die wir verteidigen?
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  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    Beten, trösten, mahnen, aufrufen, sich solidarisieren, segnen undsoweiter mag für irgendwen gut sein. Wirklich geholfen ist dabei niemandem. Besser wäre: Konkrete, umsetzbare Ideen sammeln, um das Problem der Migration Afrika-Europa lösen zu können. Diese Ideen z.B. im Menschenrechtsrat der UNO dringlich zur Sprache bringen und dann umsetzbare Projekte beschliessen, welche den Menschen der Herkunftsländer praktisch zugute kommen. Dies müsste unter UNO-Führung ablaufen. CH könnte sich hervortun.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Ich frage Sie Herr Baumann, als eine, die mit der Institution patriarchale, monotheistische Vatergottreligion nichts am Hut hat, wissen wir denn, wie die Welt aussähe, wenn Mütter, Grossmütter, Väter und Grossväter, wenn Frauen, wenn Menschen einfach so, nicht segnen, beten und ermahnen würden? Ich bin sogar der Meinung, dass gerade wir Elders es uns nicht nehmen lassen dürfen zu segnen, zu beten, zu danken. Wir dürfen auch ermahnen, aufmerksam machen. Das sollten wir uns nicht nehmen lassen.
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    2. Antwort von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
      @Kunz Bin ich völlig mit ihnen einverstanden. Nur: Dabei bleiben darf es nicht. Es is hohe Zeit, dass auch konkrete Taten folgen, die das Problem der Migration Afrika-Europa lösen helfen. Und da wird zu wenig gemacht. Und zu fantasielos geschwiegen.
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      In diesem Sinn, Herr Baumann, was würde geschehen, wenn die Weltgemeinschaft der Menschen einen Schuldenschnitt, ein Jobeljahr, so heisst es doch, gemacht würde? Eine Art globale Jungbrunnenkur? Ja, ja ... ich weiss ... alle die Abers, die Einwände .... in soviel Jahren wäre alles wie gehabt .... Doch wir brauchen jetzt eine Verschnaufpause, eine Denkpause, wo die monetären Tagesgeschäfte mal hinten anstehen müssen ... weil wir eine zukünftige Welt für die Menschen zu erfinden haben ....
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    4. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Als ob die Schweiz und die rechten Parteien die inBern die Mehrheit haben, auch nur ein kleines bisschen Interesse an Hilfe hätten.
      1. Waffenexporte stoppen
      2. Keine Geschäfte mit Unrechtsstaaten
      3. Unternehmen die Menschenrechr verletzen zur Verabtwortung ziehen
      4. Kein Steuersubstrat abziehen
      5. Deren Märkte nicht mit subventionierter Ware überschwemmen aber selber Zölle erheben
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    5. Antwort von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
      @Kunz Sehen Sie, das wäre eine fantasievolle (auch schon erprobte!) Idee. Nur müsste dieses „Jubeljahr“ im globalen Rahmen auch mit einem Jahr der Besinnung auf die eigene, ganz persönliche Verantwortlichkeit im Tun einher gehen. Ich habe zu viele Menschen erlebt, die ihre Verantwortlichkeit im eigenen Alltag immer auf andere wegschieben wollen, um schuldlos anklagendes „Opfer“ sein zu können. Die zukünftige Welt erfinden? Ob Sie sich damit nicht übernehmen? So mächtig sind wir nicht, denke ich.
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