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Biden ist wieder der grosse Sieger – Was macht Sanders?
Aus Tagesschau vom 18.03.2020.
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Sieger bei den Vorwahlen Biden setzt Sanders weiter unter Druck

  • Ex-US-Vizepräsident Joe Biden ist der Präsidentschaftskandidatur einen Schritt näher gekommen.
  • Bei den Vorwahlen gewann der 77-Jährige in Florida, Illinois und Arizona und damit in allen drei Bundesstaaten, in denen abgestimmt wurde.
  • Sein Rivale Bernie Sanders muss nun entscheiden, ob er weiter im Rennen bleibt oder aufgibt.

Einen deutlichen Sieg fuhr Joe Biden im bevölkerungsreichen und damit besonders wichtigen Florida ein: Prognosen zufolge erreicht der hoch favorisierte Mitte-Politiker rund 60 Prozent der Stimmen und damit rund 40 Prozentpunkte mehr als Sanders. Auch in Illinois und Arizona fielen die Siege Bidens US-Medien zufolge deutlich aus.

Eigentlich hätte als vierter Bundesstaat in Ohio gewählt werden sollen. Der dortige Gouverneur sagte die Vorwahlen aber wegen der Coronavirus-Pandemie in letzter Minute ab.

Damit ging es um insgesamt 441 der 3979 Delegierten, die beim Parteitag im Juli den Herausforderer von Präsident Donald Trump küren sollen. Allein 219 Delegierte wurden in Florida vergeben.

Biden konnte mit seinen Erfolgen seinen Vorsprung an Delegiertenstimmen deutlich ausbauen. Rein rechnerisch ist dem einstigen Vize von Präsident Barack Obama die Präsidentschaftskandidatur kaum mehr zu nehmen.

Damit dürfte der Druck der Demokraten auf Sanders wachsen, das Handtuch zu werfen, damit sich die Partei für die Präsidentschaftswahl im November hinter Biden vereinen kann.

Sanders hatte sich 2016 ein langes und erbittertes Vorwahlrennen mit seiner Rivalin Hillary Clinton geliefert. Kritiker machen den langjährigen Senator deswegen mitverantwortlich für Clintons Niederlage gegen Trump bei der Präsidentschaftswahl.

Versöhnlicher Sieger

Biden streckte den Anhängern seines Konkurrenten die Hand aus. Er und der selbsternannte «demokratische Sozialist» Sanders hätten vielleicht unterschiedliche Ansichten zu «Taktik, aber wir teilen eine gemeinsame Vision», sagte er. Biden nannte unter anderem das Ziel einer besseren Gesundheitsversorgung sowie den Kampf gegen den Klimawandel.

Aus Sanders' Lager kam aber eine ablehnende Reaktion: Sprecherin Briahna Joy Gray kommentierte im Kurzbotschaftendienst Twitter Bidens Äusserungen, wonach er und der Senator eine gemeinsame Vision teilten, mit den Worten: «Tun wir nicht.» Sanders selbst äusserte sich nicht.

Biden hat zuletzt zunehmend versucht, den linken Parteiflügel für sich zu gewinnen. Er übernahm bereits mehrere Vorschläge des progressiven Demokraten-Lagers. Dazu gehört ein kostenloses Studium an öffentlichen Hochschulen für Studenten, deren Familien weniger als 125'000 Dollar im Jahr verdienen.

Vorwahlen im Schatten des Coronavirus

Die Vorwahlen fanden wegen der Coronavirus-Pandemie unter besonderen Gesundheitsvorkehrungen statt. Wartende Wähler mussten Abstand zueinander halten, die Wahlbüros wurden regelmässig desinfiziert, Wahlhelfer trugen Handschuhe und teilweise Gesichtsmasken. Für die Wähler stand Desinfektions-Spray bereit.

Ohnehin behindert die Corona-Krise die Vorwahlen stark. Biden und Sanders mussten ihre Wahlkampfveranstaltungen vor Anhängern absagen.

Auch die Republikaner halten Vorwahlen ab. Am Dienstag sicherte sich US-Präsident Trump rechnerisch eine erneute Nominierung: Er hat nun ausreichend Delegiertenstimmen gewonnen, wie seine Partei mitteilte. Das gilt allerdings als reine Formsache. Ernsthafte Herausforderer aus den eigenen Reihen hatte der Amtsinhaber nicht.

SRF 4 News, 18.03.2020, 06:00 Uhr; sda/roso

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Peters  (Nicolas Peters)
    Nach dem Ausstieg vieler Kandidaten ist es wohl keine Pro-Biden Koalition sondern eine Anit-Sanders Koalition, angeführt durch das Establishment. Die Angst einer grundlegenden Änderung der Partei scheint wohl grösser zu sein als eine weitere Präsidentschaft von Trump.
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    1. Antwort von roland goetschi  (pandabiss)
      So viel ich weiss wählen Bürger und nicht das establishment den Kandidaten.
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    2. Antwort von mahmut alane  (holundder)
      Genau. Ja das Volk wählt den Kandidaten. Die nonstop Propaganda von CNN, msnbc und Co. Wonach Biden mehr wählbar sei als sanders gegen trump hat bei der älteren bevölkerung leider gewirkt. Wir haben ja gesehen was passiert mit Hillary, die zu 95% Bidens Politik teilt. Diesmal wird trump noch klarer gewinnen, weil die jungen Joe nicht wählen werden. Nach all den lügen des establishments können sie deren unterstützung vergessen. Zu Recht.
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    3. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Auch wenn ich mit Herrn Sanders mehr anfangen kann als mit Herr Biden sehe ich ein dass Sanders Chancen so geschwinden sind dass er kaum mehr aufholen kann. Jetzt gilt es die Partei zu vereinen und zwar unter dem aussichtsreicheren Kandidaten. Es ist spannend dass Gegner immer noch mit dem Schreckgespenst Hillary Clinton kommen obwohl Sie längst nicht mehr zu sagen hat. Auch das Argument Establishment ist lächerlich da es mindestens so viel auf deren Günstling Herr Trump zutrifft.
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