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Joe Biden setzt Siegesserie fort
Aus Tagesschau vom 11.03.2020.
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Vorwahlen in den USA Joe Biden holt wichtigen Sieg in vier Staaten

  • Bei Vorwahlen in sechs US-Bundesstaaten geht der Siegeszug von Ex-Vizepräsident Joe Biden weiter.
  • Gemäss US-Medien siegte Biden in Mississippi, Missouri, Michigan und Idaho. Vor allem die Wahl in Michigan galt als wichtiger Test.
  • In North Dakota setzte sich laut Hochrechnungen Senator Bernie Sanders durch. Keinen eindeutigen Sieger gibt es laut Prognosen weiterhin im Bundesstaat Washington, Sanders führt dort knapp.
  • Wegen des Coronavirus sagten Biden und Sanders Wahlkampf-Veranstaltungen ab.

Biden sprach nach Schliessung der Wahllokale bei einem Auftritt in der Nähe seines Wahlkampfzentrums in Philadelphia. Einige hätten seine Wahlkampagne noch vor Kurzem totgesagt, sagte Biden weiter. «Nun sind wir sehr lebendig.» Er rief seinen parteiinternen Rivalen Sanders zudem zur Zusammenarbeit auf. «Wir haben ein gemeinsames Ziel. Zusammen werden wir Donald Trump besiegen».

Vor allem die Abstimmung im Industriestaat Michigan im Mittleren Westen der USA galt laut Beobachtern als wichtiger Indikator für die Stärke von Biden und Sanders. Biden gewinnt laut Hochrechnungen deutlich, mit über 50 Prozent der Stimmen. Bernie Sanders kommt demnach auf gut 36 Prozent der Stimmen.

Sieg von Sanders in North Dakota bringt nicht viel

Dass Bernie Sanders in North Dakota gewinnen dürfte, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für ihn im Zweierduell mit Biden immer enger wird. In dem Bundesstaat geht es lediglich um die Stimmen von 14 Delegierten für den Parteitag der Demokraten im Juli, auf dem der Präsidentschaftskandidat gekürt wird. Zum Vergleich: In Michigan geht es um die Stimmen von 125 Delegierten.

Einfluss des Coronavirus auf US-Wahlkampf

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biden.
Legende:keystone

Der Coronavirus-Ausbruch in den USA wirkt sich auf das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten aus. Ex-Vizepräsident Joe Biden und Senator Bernie Sanders beraten zurzeit mit ihren Wahlkampfmanagern über das weitere Vorgehen. Am Dienstag hatten beide wegen der Epidemie auf grosse Abschlusskundgebungen nach der Vorwahl im Bundesstaat Michigan verzichtet.

Das Team von Biden, der in Michigan auftrumpfte, sagte zudem eine für Donnerstag geplante Veranstaltung in Florida ab, wo die nächsten Vorwahlen stattfinden. Stattdessen will der 77-Jährige in seiner Heimat Delaware eine Stellungnahme zum Kampf gegen das Virus abgeben.

Sowohl Biden als auch Sanders haben das Vorgehen von Präsident Donald Trump in der Virus-Krise kritisiert.

Insgesamt ging es bei diesem Vorwahltag um etwa neun Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Angesichts der vergleichsweise vielen zu verteilenden Stimmen wurde der Wahltag auch «Mini Super Tuesday» genannt.

Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden hatte in der vergangenen Woche beim wichtigsten Vorwahltag, dem «Super Tuesday», mit Vorwahlen in 14 Bundesstaaten eine laut Beobachtern überraschende Siegesserie hingelegt und Sanders den Rang als Favorit in nationalen Umfragen abgelaufen.

Biden kam vor den heutigen Wahlen auf 670 Delegiertenstimmen, Sanders auf 574. Kandidatin Tulsi Gabbard lag abgeschlagen auf dem dritten Rang.

Trump bei den Republikanern gesetzt

Bei den Republikanern, die am Dienstag ebenfalls Vorwahlen abhielten, stand das Ergebnis quasi schon fest: Trump hat parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz. Er konnte erneut mit überwältigenden Resultaten rechnen.

US-Präsident Donald Trump hat sich denn auch in allen sechs Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur seiner Republikaner zum Sieger erklärt. Trump bedankte sich auf Twitter bei den Wählern für deren Unterstützung.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 06:00 Uhr; agenturen/wiem/widb/schm

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Skalpell  (Fabio Skalpell)
    Spannend finde ich, dass drei Staaten die vor einer Woche gewählt haben, noch immer nicht fertig ausgezählt sind. Es sind gerade die drei Staaten, die Sanders gewonnen hat. Zufall, oder wird das Auszählen absichtlich verzögert um Bidens Führung künstlich grösser wirken zu lassen und Sanders-Wähler zu entmutigen?
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  • Kommentar von Marco Nussbaumer  (birdhouse)
    Viele Videos werden zu früh abgebrochen und können nicht fertig geschaut werden. So auch dieses, zumindest bei mir bei 0.51.
    Zudem ist mir aufgefallen, dass meist die erste Sekunde je Video fehlt.
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Video von Joe Biden war ganz am Schluss zu knapp geschnitten, die neue Version sollte die letzten Sekunden noch dran haben. Zum anderen Problem: Je nach Browser hinkt die Wiedergabe am Anfang dem Video etwas hinterher. Erneutes Starten des Videos sollte das beheben.

      Ihr SRF-News-Team.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Biden trägt letztlich auch ein Teil der Verantwortung für die Verbrechen der Obama-Administration: Unterstützung von Islamisten im Kampf gegen Assad, Libyenkrieg, Afghanistankrieg, Yemenkrieg usw. Insgesamt wurden während den 8 Jahren Obama von den USA 100'000 Bomben abgeworfen. Seit der Übernahme der Dems durch die Clinton ist diese eine kriegsbefürwortende Partei geworden. Tulsi und Sanders (Trump bei den Reps) sind ein paar wenige Aussnahmen, welche die US-Kriege kritisieren.
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    1. Antwort von mahmut alane  (holundder)
      Trump mag die kriege kritisieren. Aber wie immer sind seine Worte nix Wert. Er führte alle kriege weiter. Provoziert und sanktioniert den Iran ohne Grund, kündigt Abkommen mit Kuba, würde wohl gern Venezuela zerstören usw....
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    2. Antwort von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
      In Sachen Krieg ist Biden nicht besser als Clinton, Obama oder Bush. Trump hat nicht das Organisationstalent um selber einen echten Krieg zu starten, aber sein Chaos ist ebenfalls fatal im Mittleren Osten. Ob Sanders besser sein kann beim US System wo die Macht bei den Konzernen liegt, ist unklar.
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