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Skandal um Leibwächter Macron bricht sein Schweigen

  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in der Affäre um einen seiner Sicherheitsmitarbeiter die Verantwortung auf sich genommen.
  • «Der Verantwortliche, der einzige Verantwortliche, das bin ich und ich allein», sagte Macron am Dienstagabend nach Angaben von Abgeordneten.
  • Es ist das erste Mal, dass sich Macron zu der Affäre äussert. Bilder waren aufgetaucht, die zeigen, wie der Sicherheitsmann jemanden verprügelt.
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Macron: «Der einizige Verantwortliche bin ich»
00:04 min, aus SRF 4 News aktuell vom 25.07.2018.
abspielen. Laufzeit 00:04 Minuten.

Sein früherer Mitarbeiter Alexandre Benalla soll bei einem Polizeieinsatz in Paris am 1. Mai gegen einen Demonstranten gewalttätig vorgegangen sein. Dabei soll er einen Polizeihelm und eine Polizeiarmbinde getragen haben, obwohl er nicht als Ordnungshüter im Einsatz gewesen war.

Die Vorfälle wurden der Öffentlichkeit erst im Juli aufgrund von Medienberichten bekannt und haben Beobachtern zufolge die grösste Krise in Macrons Amtszeit ausgelöst. Die Opposition vermutet einen Vertuschungsskandal und fordert seit Tagen, dass der Staatschef sich zur Affäre äussert.

Ermittlungsverfahren läuft

«Ich bin es, der Benalla vertraut hat. Ich bin es, der die Strafe bestätigt hat», sagte Macron dem Bericht zufolge. Benalla war nach Angaben des Leiters von Macrons engstem Mitarbeiterstab für 15 Tage beurlaubt und dazu dauerhaft von seinen ursprünglichen Aufgaben entbunden worden.

Strafrechtliche Schritte wurden erst im Juli gegen ihn eingeleitet; seit Sonntag läuft ein Ermittlungsverfahren gegen den 26-Jährigen.

Benalla war unter anderem mit für die Sicherheit Macrons auf Reisen verantwortlich gewesen. Das Verhalten Benallas bei der 1.-Mai-Demonstration in Paris habe er wie einen Verrat empfunden, sagte Macron laut AFP.

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Zeitung «Le Figaro» hat Macrons Rede aufgezeichnet
02:59 min, aus SRF 4 News aktuell vom 25.07.2018.
abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Dölf Meier  (Meier Dölf)
    Solche Berichte sind überflüssig. Sie betreffen Frankreich. Bei Manifestationen sollte man sich nicht Alphatieren nähern, sonst kann es eine blutige Nase geben.
  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Soso, Macron übernimmt die Verantwortung. Wie muss man sich das konkret vorstellen?
    1. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Er hofft, dass alles von ihm abprallt. Der Imageschaden ist aber angerichtet: Für die Eliten und deren Zudiener gilt das Gesetz nicht.
  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Macron übernimmt Verantwortung. Man kann das als Loyalität oder als Taktik ansehen. Ist mir allemal sympathischer als das Verhalten von Trömp, der bei unangenehmen Gelegenheiten Mitarbeiter vorschiebt und sie "fired". Die Tätigkeit als Sicherheitsbeamter oder Leibwächter ist kein einfacher Job. Es geht oft rau zu und her. Manchmal schiesst einer in der Anspannung über das Ziel hinaus. Menschlich im Falle des 26-jährigen Benalla. Die Sommerlöcher "müssen" gefüllt werden. Bei SRF und anderswo.
    1. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Auch den Helm und die Armbinde der Polizei hat er wohl "in der Hitze des Gefechts" mal so schnell übergestülpt.
    2. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Macron übernimmt die Verantwortung dafür, dass das Handeln des Mitarbeiters keine rechtlichen Folgen hatte. Dass vor dem Gesetz seine Mitarbeiter imun sind und und er persönlich dafür gesorgt hat, dass die Sache nicht weiterverfolgt wird. Das ist schlimmer als Korruption. Das ist Günstlingswirtschaft der Elite vom Feinsten. Einfach nur verlogen.