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Steigende Fallzahlen So reagieren die Menschen in Europa auf die Corona-Massnahmen

Die Corona-Fallzahlen steigen europaweit. Die Reaktionen der Regierungen darauf sind unterschiedlich. Gleich ist für alle: Es herrscht Corona-Blues.

Angesichts steigender Fallzahlen haben mehrere europäische Länder neue Corona-Massnahmen verhängt. Diese werden unterschiedlich aufgenommen, wie die SRF-Korrespondentinnen und Korrespondenten aufzeigen.

Italien: Auch in der Nacht auf heute wurde in diversen italienischen Städten wieder demonstriert und zum Teil auch randaliert. Es handelt sich um Leute, die in Restaurants oder Bars arbeiten, die neu um 18 Uhr schliessen müssen. Unter die meist friedlichen Demonstranten mischen sich immer wieder auch gewaltbereite politische Extremisten. Doch die Mehrheit im Land befolgt die Regeln der Regierung. Die Proteste im Land sind keine Massenbewegung geworden. (SRF-Korrespondent Franco Battel)

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Einschätzungen aus Italien
Aus Tagesschau am Vorabend vom 29.10.2020.
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Frankreich: In Frankreich geht man heute mit grimmiger Entschlossenheit noch gezielt einkaufen, was es nachher nicht mehr zu kaufen gibt. Und man trägt einen Koffer ins Büro, um Akten und den Computer nach Hause zu nehmen. Ab heute Mitternacht macht Frankreich dicht. Nur Schüler dürfen noch zur Schule gehen und einzelne Berufszweige normal arbeiten. Viele Franzosen empfinden diesen zweiten Lockdown als schlimmer als den ersten. Denn man weiss, was kommt. Und zur Langeweile und Isolation gesellen sich nun noch akute Existenzängste. (SRF-Korrespondentin Alexandra Gubser)

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Einschätzungen aus Frankreich
Aus Tagesschau vom 29.10.2020.
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Deutschland: Gesellige Freizeit ist in Deutschland für die nächsten vier Wochen gestrichen. Die Bevölkerung trägt es grossmehrheitlich mit Fassung, auch weil dieser «Mini»-Shutdown nicht ganz unerwartet kam. Politisch wird allerdings heftig darüber gestritten – Kanzlerin Angela Merkel musste sich heute im Bundestag ungewöhnlich laute Kritik anhören. Die demokratische Debatte lebt, und die Kanzlerin stellt sich ihr – wohlwissend, dass es anders nicht funktionieren wird. (SRF-Korrespondentin Bettina Ramseier)

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Einschätzungen aus Deutschland
Aus Tagesschau vom 29.10.2020.
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Belgien: Die Menschen in Belgien sind Corona-müde. Erst kürzlich zeigte eine Studie, dass sich fast die Hälfte der Bevölkerung nicht an die Schutzmassnahmen hält. Es ist aber auch nicht einfach, in Belgien einen Überblick zu haben. Wegen des stark ausgeprägten Föderalismus beschliessen die Regionen unterschiedliche Massnahmen und man weiss nicht genau, wie was wann gültig ist. Das soll nun aber vorbei sein. Gestern Abend konnte sich der Premierminister für einheitliche Regeln durchsetzen und er appellierte eindringlich an die Bevölkerung, diese Massnahmen einzuhalten. (SRF-Korrespondent Michael Rauchenstein)

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Einschätzungen aus Belgien
Aus Tagesschau am Vorabend vom 29.10.2020.
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Tagesschau, 29.10.2020; 19:30 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Lüscher  (Lol)
    Besonders viele positiv Getestete, die nicht (mehr) ansteckend sind, gibt es bei Personen, die keine Anzeichen einer Erkrankung haben. Wie gross dieser Anteil der Getesteten ohne Symptome ist, gibt das Bundesamt für Gesundheit nicht bekannt. Das BAG hat diese Angaben von den Testzentren und Ärzten nie auswertbar verlangt. «Welchen Anteil solche Fälle ausmachen, ist zur­ Zeit noch nicht bekannt», teilte der abgetretene BAG-Direktor Pascal Strupler am 14. 09. mit. Das «noch nicht» gilt noch heute.
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    1. Antwort von Rolf Helbling  (Rolf Helbling)
      Entweder ist man dort einfach nur unorganisiert, oder man hat kein Interesse daran, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt.
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  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Jetzt spricht sich schon die WHO Europa gegen überhastete Entscheide aus - gegen die ,grimmige Entschlossenheit' unserer Nachbarn kommt das freilich nicht mehr an. Derweilen entlasten in den Niederlanden Hausärzte das Spitalsystem.
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Professor Streeck im Namen der deutschen Kassenärztlichen Bundesvereinigung: Primum non nocere! Im selben Sinn: The cure cannot be worse than the desease (Great Barrington Declaration).
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    2. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Wer sich am Namen stört: Great Barrington heisst die Ortschaft, wo kürzlich eine Erklärung von drei Fachleuten der weltbesten Universitäten (Oxford, Harvard, Stanford) zustandekam, die sich für eine Aufhebung der flächendeckenden Massnahmen und einen fokussierten Schutz der Risikogruppe einsetzt. Sie gehen davon aus, ein solcher Schutz wäre durchaus praktikabel und würde auf lange Sicht sogar mehr leben retten, als unsere verzweifelten Versuche, die Verbreitung zu unterdrücken.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Der Zeitraum auf der Tabelle ist wohl seit Ausbruch von Corona.. und da faellt auf dass die Kurve Suedafrikas ganz gegenteilig ist zu den Kurven anderer Laender.. So ist die Kurve von SA im Winter hoch und flacht jetzt in den Sommer deutlich ab, Dasselbe in Europa..
    (Wenn Suedafrika Winter hat hat Europa Sommer..) also hat das Klima sicher einen gewissen Einfluss auf das Virus..
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