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Legende: Audio «Shutdown»: Bedenken bei der Flugsicherung abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
02:08 min, aus HeuteMorgen vom 08.01.2019.
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Stillstand in den USA Der «Shutdown» hat Folgen für die Flugsicherung

Seit 18 Tagen steht in den USA ein Viertel der Bundesverwaltung still. Damit ist es bereits der zweitlängste «Shutdown» in der Geschichte der USA. Langsam zeigen sich die Folgen – so auch in der Flugsicherung.

Der Verwaltungsstillstand wirke sich negativ auf die Flugsicherheit aus – davor warnte die Flugpiloten-Vereinigung am Wochenende in einem Brief an Präsident Donald Trump. Eine unmittelbare Gefahr für die Fluggäste bestehe allerdings derzeit nicht, relativierte Trish Gilbert der US-Fluglotsen-Vereinigung gegenüber dem Radiosender NPR.

Aber es fehle derzeit das interne Sicherheitsnetz der Fluglotsen: Es gebe keine täglichen Inspektionen der Geräte, keine Ausbildung und keine Qualitätskontroll-Teams mehr, die den Betrieb im Kontrollzentrum unterstützen. Das sei, wie wenn ein Chirurg ohne Unterstützung operieren müsse, so Gilbert.

Tiefer Personalbestand

Zudem war der Personalbestand in der Flugsicherung schon vor dem «Shutdown» so tief wie seit 30 Jahren nicht mehr. Viele Fluglotsen müssten deshalb seit längerem zusätzliche Überstunden leisten, so Gilbert weiter.

Legende: Video Lange Warteschlangen an US-Flughäfen wegen Shutdown abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.01.2019.

Wegen des Verwaltungsstillstands könne derzeit aber weder Personal eingestellt, noch ausgebildet werden. Und in den nächsten Wochen könnte sich ein knappes Fünftel der Fluglotsen pensionieren lassen. Wie viele den Dienst dann aber tatsächlich quittieren, ist unklar.

Dauere der Stillstand an, drohen Verspätungen im Flugbetrieb oder es müssen sogar Flüge gestrichen werden. Bedenklich sei auch, so Trish Gilbert weiter, dass Fluglotsen, die eigentlich hochkonzentriert arbeiten müssten, zunehmend von finanziellen Sorgen geplagt seien, weil die Löhne ausbleiben. Eine Antwort des Weissen Hauses auf den Brief mit ihren Bedenken, hat die Piloten-Vereinigung bis jetzt noch nicht erhalten.

«Shutdown» dauert womöglich Monate

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
  • Seit Monaten streiten sich Trumps Republikaner mit den Demokraten um den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko.
  • Vor rund zwei Wochen eskalierte der Streit, weil Trump für die Mauer in einem Zwischenhaushalt fünf Milliarden Dollar fordert.
  • Dadurch konnte der Zwischenhaushalt nicht verabschiedet werden. In ihm sind aber auch Gelder für zahlreiche US-Behörden enthalten, die nun ihre Arbeit einstellen mussten.
  • Trump hat gedroht, bei dem Thema hart zu bleiben und den «Shutdown» notfalls über Jahre durchziehen zu wollen.
Fluglotse bei der Arbeit
Legende: Viele Fluglotsen könnten in finanzielle Probleme geraten, weil sie keinen Lohn mehr erhalten. Keystone/Archiv
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41 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Gut, dass es rasch einen zentralen Nerv trifft. Der sinnlosen Vielfliegerei wegen kann man ja nur hoffen, dass dieser Shutdown noch eine lange Zeit andauern werde.
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  • Kommentar von Tumepeux Imiolsch (Tumepeux Imiolsch)
    Ökonomoisch macht die Mauer Sinn. Weniger Immigranten = weniger Ausgaben im Inland. Die Demokraten die die Immigranten langfristig als Wähler von Demokraten sehen, möchten auf diese Menschen nicht verzichten. Das ganze ist schlechte Politik der Linken und gehört bestraft
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  • Kommentar von Jürg Häusermann (Ebenda)
    Eine Mauer, oder besser elktr. gesicherter Zaun macht insofern Sinn, als illegale Migration von Süden noch Jahrzehnte anhalten wird. Es ist legitim, dass ein Land seine Grenzen schützen will. Ob der Shutdown das richtige/faire Zwangsmittel ist, ist allerdings mehr als fraglich. Sicher ist, dass Trump bei seinen Anhängern als Unbeugsamer und starker POTUS dasteht und seine Wiederwahl fördert.
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