- US-Präsident Donald Trump hat ein neues Handelsabkommen mit Indien angekündigt. Die US-Zölle auf indische Produkte sollen darum von derzeit 25 auf 18 Prozent sinken.
- Trump sagte zudem, der indische Regierungschef Narendra Modi habe in einem gemeinsamen Telefonat eingewilligt, kein russisches Öl mehr zu kaufen.
- Modi zeigte sich in einer ersten Reaktion erfreut über die tieferen Zölle. Darauf, dass Indien kein russisches Öl mehr beziehe, ging er aber nicht ein.
Trump äusserte sich nach einem Telefonat mit Modi auf seiner Plattform Truth Social. Indien habe zugesagt, kein russisches Öl mehr zu kaufen und stattdessen mehr aus den USA und möglicherweise aus Venezuela zu beziehen, teilte Trump mit.
Disput um Öl aus Russland
Der US-Präsident hatte allerdings bereits im Oktober verkündet, Modi habe ihm versichert, dass sein Land kein Öl mehr aus Russland kaufen werde. Indien zeigte sich damals zu höheren Energieimporten aus den USA bereit, liess aber offen, ob es seine umstrittenen Öleinfuhren aus Russland stoppen wird.
Auch dieses Mal äusserte sich der indische Premierminister auf der Plattform X zwar erleichtert, dass die Zölle sinken sollen, liess aber erneut im Unklaren, ob Indien tatsächlich kein Öl mehr aus Russland beziehen wird.
Zölle sollen gesenkt werden
Gemäss Trump wollen die USA ihre Zölle auf den Import indischer Produkte senken. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social sprach er davon, die von ihm verhängten sogenannten reziproken Zölle gegen das Land von 25 auf 18 Prozent zu reduzieren. Als solche bezeichnet Trump Zölle, die angebliche Ungleichgewichte und Benachteiligungen für die USA im internationalen Handel ausgleichen sollen.
«Aus Freundschaft und Respekt für Ministerpräsident Modi und auf seine Bitte hin haben wir mit sofortiger Wirkung einem Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Indien zugestimmt, im Rahmen dessen die Vereinigten Staaten einen reduzierten gegenseitigen Zoll erheben und diesen von 25 auf 18 Prozent senken werden», schrieb Trump.
Im Gegenzug habe der indische Regierungschef zugesagt, seine Zölle und andere Handelshemmnisse für US-Produkte auf null zu reduzieren und deutlich mehr amerikanische Güter zu kaufen – unter anderem Energie, Technologie und Agrarprodukte im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar.