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Todesstrafen gefordert Prozess gegen elf Verdächtige im Fall Khashoggi

  • Im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi fordern saudi-arabische Staatsanwälte die Todesstrafe für mindestens fünf Personen. Das berichten die staatlichen Medien des Königreichs.
  • Elf Verdächtige sind demnach heute zur ersten Gerichtsverhandlung in dem Fall erschienen.
  • Khashoggis Leiche wurde bisher nicht gefunden.
Legende: Video Aus dem Archiv: Saudi-Arabien gibt vorsätzliche Tötung zu abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.10.2018.

Drei Monate nach dem Mord an dem regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat in Saudi-Arabien der Prozess gegen elf Verdächtige begonnen. Die mutmasslichen Täter seien vor dem Gericht in der Hauptstadt Riad erschienen, teilte Generalstaatsanwalt Saud al-Mudschib in einer Stellungnahme mit. Die Anklageschrift sei verlesen worden.
Ein Datum für die Fortsetzung der Verhandlung wurde nicht genannt. Die Staatsanwaltschaft fordert in fünf Fällen die Todesstrafe.

Prozess nach internationalem Druck

Die Führung Saudi-Arabiens war nach der Ermordung Khashoggis international in die Kritik geraten. Der Kolumnist der «Washington Post» wurde Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul von einem aus Saudi-Arabien angereisten Spezialteam getötet. Eine Reihe von Indizien rückte Thronfolger Mohammed bin Salman, den Sohn des Königs, in die Nähe der Tat.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Riad hatte im November die Anklage von elf – namentlich nicht genannten – saudischen Männern bekanntgegeben. Als Drahtzieher gelte der ehemalige Vizechef des Geheimdienstes, Ahmed al-Asiri.

Auch der Vertraute des Thronfolgers und hochrangige Regierungsmitarbeiter Saud al-Kahtani wird beschuldigt, an der Organisation der Tat beteiligt gewesen zu sein. Er ist den zugänglichen Informationen zufolge aber nicht Teil des Prozesses.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Mazza (Mysenf)
    Das ist eine grosse Alibi-Übung! Und die USA (Weltpolizist) wird sich bei dieser Angelegenheit sicher nicht zu intensiv engagieren. Denn sie wollen sich sicher nicht die gute Beziehung zu ihrem grossen Waffenabnehmer und Öl-Lieferanten verspielen.
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  • Kommentar von Adi Berger (Adi B.)
    Vermisst werden vor allem Sanktionen gegen Saudi-Arabien. Kaum ein Staat hat den Mut für ernsthafte Massnahmen gegen diese Mörder.
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  • Kommentar von Markus Gasser (Markus Gasser)
    Könnte es sein, dass die Auftrags-Mörder gar nicht hingerichtet, sondern irgendwo in Luxuswohnungen , mit Dankschreiben und gelegentlich grosser Abfindung, einige Zeit versteckt und nach einem Identitätswechsel wieder, mit Reisebeschränkungen, freigelassen werde. Auf keinen Fall dürfen sie den Auftraggeber, öffentlich denunzieren können , denn dann käme bestimmt wieder die Knochensäge zum Einsatz.
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