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Touristen halten Eruption auf Film fest
Aus SRF News vom 09.12.2019.
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Touristen in der Todesfalle Keine Lebenszeichen mehr nach Vulkanausbruch in Neuseeland

  • Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel «White Island» gelten noch acht Menschen als vermisst.
  • 31 Menschen wurden am Tag nach dem plötzlichen Ausbruch des Vulkans im Spital behandelt.
  • Die Behörden sprechen bisher von fünf Toten. 23 Menschen wurden vom beliebten Ausflugsziel geborgen.

«Es gibt nirgendwo mehr Lebenszeichen auf der Insel», informiert die Polizei in einer Meldung, nachdem sie mehrmals mit Helikoptern und Flugzeugen über die Insel geflogen ist. «Auf Grundlage der vorliegenden Informationen glauben wir nicht, dass sich auf der Insel noch Überlebende befinden.»

Aus einem Ausflug ist für eine Gruppe von Neuseeland-Touristen ein tödliches Abenteuer geworden. Die Gruppe wurde auf einer Bootstour zur Insel «White Island» von einem Vulkanausbruch überrascht.

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«White Island» fordert viele Todesopfer
Aus Tagesschau vom 09.12.2019.
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Der Vulkan brach nach Angaben der Behörden gegen 14.11 Uhr Ortszeit (2.11 Uhr MEZ) aus. Auf Bildern einer Beobachtungskamera ist zu sehen, wie sich kurz zuvor noch eine grössere Gruppe von Wanderern in unmittelbarer Nähe des Kraters aufhält. Dann wird die Kamera schwarz. Die Polizei sprach davon, dass zu diesem Moment bis zu 50 Menschen auf der Insel waren.

Erdbeben an der Ostküste Neuseelands

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  • Die Ostküste Neuseelands ist am Dienstag von einem Erdbeben der Stärke 5,3 erschüttert worden.
  • Das Zentrum lag nach Angaben des nationalen Geologischen Gefahrenüberwachungssystems Geonet nahe der Stadt Gisborne auf der Nordinsel.
  • Diese Stadt ist rund 200 Kilometer von der Vulkaninsel White Island entfernt, wo am Montag bei einem plötzlichen Ausbruch mehrere Menschen ums Leben gekommen waren.
  • Geonet teilte mit, dass das Erdbeben nichts mit dem Vulkanausbruch zu tun habe.

Dramatische Bilder auf Twitter

Michael Schade, ein Ingenieur aus San Francisco, war kurz vor dem Vulkanausbruch noch als Tourist auf der Insel. Unmittelbar nach seiner Abreise postete er dramatische Bewegtbilder, die er vom Boot aus aufgenommen hatte. Darauf ist die gigantische Aschewolke zu sehen.

Aus Sorge vor weiteren Eruptionen war es Polizei und Rettungskräften nach Angaben eines Sprechers nicht möglich, die Insel genauer abzusuchen. Im Einsatz waren mindestens sieben Helikopter. Die Suche lief den ganzen Abend.

Bisher keine Infos über Beteiligung von Schweizern

Über betroffene Schweizer Staatsangehörige lägen dem EDA derzeit keine Informationen vor, teilte eben dieses dem SRF mit. Abklärungen seien im Gang. Man stehe in Kontakt mit der Botschaft in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington und diese mit den Behörden vor Ort.

Aschewolke weit herum zu sehen

Mehrere der Ausflügler kamen von einem Kreuzfahrtschiff, der «Ovation Of The Seas». Die Reederei übermittelte der Polizei eine Liste von Passagieren.

White Island liegt etwa 50 Kilometer nördlich der Küste von Neuseelands Nordinsel. Selbst von dort aus war die riesige Aschewolke über der Insel zu sehen.

Aktivster Vulkan Neuseelands

Der Vulkan auf «White Island» wird von den Maori-Ureinwohnern «Whakaari» genannt. Er ist der aktivste Vulkan Neuseelands. Die Insel wurde 1769 von dem britischen Seefahrer James Cook entdeckt, der ihr auch den Namen gab. Grund dafür war, dass «White Island» ständig in einer Wolke von weissem Dampf und Rauch erschien. Mehrere Unternehmen bieten heute Tagestouren für Touristen an. Die Insel wird pro Jahr von etwa 10'000 Ausflüglern besucht.

Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Auch Erdbeben sind dort keine Seltenheit. In der Stadt Christchurch kamen bei einem Beben im Februar 2011 mehr als 180 Menschen ums Leben.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Vulkanausbrüche und Erdbeben wird es immer geben! Grund dafür ist nun mal dass die Erdoberfläche aus vielen verschiedenen Platten besteht die ständig in Bewegung sind und nicht selten wird Magma aus dem Erdmantel durch die Bewegung der Erdplatten nach oben gepresst und bricht in Form eines Vulkans aus! Die Menschen die entlang solcher Plattengrenzen leben, werden immer in Gefahr leben! Am besten wäre es alle Menschen siedeln weit weg von Plattengrenzen und den Hotspots!
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  • Kommentar von Jean-Denis Lutz  (Answerthink)
    Die Begehung eines aktiven Vulkans ist kein Disneyland. Auch die Veranstalter sollten Grenzen einhalten.
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  • Kommentar von Martin Hofer  (MartinSurfeu)
    Wer sich entscheidet einen aktiven Vulkan zu besteigen sollte sich bewusst sein, dass das in der Todeszone ist. Egal ob in Italien, Island, Russland Mittel- oder Südamerika, Afrika, Asien oder Ozeanien. Vulkan ist Vulkan - kein Hollywood Park.
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