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Joe Biden: «Wir müssen das Vertrauen zurückgewinnen»
Aus News-Clip vom 29.12.2020.
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Transition in den USA Biden wirft Trump unverantwortliches Handeln vor

  • Der künftige US-Präsident Joe Biden wirft der Regierung von Donald Trump weiter Blockade bei der Amtsübergabe vor.
  • Bei zentralen Angelegenheiten der nationalen Sicherheit bekomme sein Team nicht alle Informationen, die notwendig seien, beklagte Biden in einer Ansprache in seiner Heimatstadt Wilmington.
  • Dies sei «verantwortungslos», so Biden.

Biden beschwerte sich konkret über das Verteidigungsministerium und kritisierte, das Ressort lege seinem Team Steine in den Weg und behindere die Übergabe. Bereits zuvor hatte sich Bidens Team beklagt, das Verteidigungsministerium streiche Briefings und halte Informationen zurück. Das Pentagon wies das zurück.

«Völlig unverantwortlich»

Amtsinhaber Trump hatte die Präsidentschaftswahl Anfang November gegen seinen demokratischen Herausforderer Biden verloren. Er weigert sich aber, seine Niederlage einzugestehen. Erst nach einer wochenlangen Hängepartie nach der Wahl hatte Trump die Behörden angewiesen, zur Übergabe der Amtsgeschäfte mit dem Biden-Team zu kooperieren. Biden bezeichnete bereits dieses Vorgehen als «völlig unverantwortlich».

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Trump unterzeichnet nun doch das Hilfspaket
Aus Tagesschau am Vorabend vom 28.12.2020.
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Die geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte nach einer Präsidentenwahl ist im Gesetz verankert. Ziel ist, sicherzustellen, dass sich Amerikaner immer darauf verlassen können, eine funktionierende Regierung zu haben.

«Vertrauen zurückgewinnen»

Weiter sagte Biden, dass die USA nach dem Ende der Amtszeit von Trump im Verhältnis zu internationalen Verbündeten einiges wiedergutzumachen habe. Derzeit gebe es ein «riesiges Vakuum» – die künftige Regierung müsse das Vertrauen einer Welt zurückgewinnen, «die begonnen hat, Wege zu finden, um uns herum zu arbeiten oder ohne uns zu arbeiten», sagte Biden weiter. «Wir werden unsere Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, um die freie Welt anzuführen.»

Biden bekräftigte die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit Blick auf China. Die USA könnten mit gleichgesinnten Partnern und Verbündeten eine viel stärkere Position gegenüber China einnehmen, um gemeinsame Interessen und Werte zu verteidigen, sagte Biden. Die chinesische Führung müsse für ihre missbräuchliche Ausnutzung des Handels und der Technologie sowie für Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden.

Tagesschau, 28.12.2020, 19.30 Uhr;

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    "Biden wirft Trump unverantwortliches Handeln vor." Das ist noch sehr nett ausgedrückt, und Trump kommt dabei noch sehr gut weg. Hätten wir normale Bürger so viel Lug und Trug wie Trump begangen, wären wir schon lange hinter Schloss und Riegel verschwunden.
    Dann gibt es immer noch rechtsnationalistisch Geneigte, die Trump immer noch einen linden, schönen Rettungsfallschirm angedeihen lassen wollen.
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  • Kommentar von Dominik Meier  (echoderzeit)
    "Biden wirft Trump unverantwortliches Handeln vor"

    Nun, u.a. darum darf der Loser den Sessel räumen und fortan seinen Kollegen in Florida erzählen, was für ein Tausendsassa er ist.
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  • Kommentar von Werner Gerber  (1Berliner)
    Sicher die EU ist nicht perfekt, aber ein Modell an dem man arbeiten kann. Andere Kommentare haben schon darauf hingewiesen.
    „ Perfekte“ Systeme haben was Gefährliches, Totalitäres. Vom „Ende der Geschichte“ zu faseln, hatte diese Idee. Menschliche Systeme müssen sich permanent wandeln und früher war’s nie besser. Das System in der USA ist aber verkrustet und so nicht beweglich: mehr Parteien, anderes Wahlsystem, mehr Vielfalt. Ru und China sind aber bloß Diktaturen: Monosysteme.
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