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Richtungsstreit in der republikanischen Partei
Aus HeuteMorgen vom 04.02.2021.
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Treffen der Republikaner Ein unsicherer Burgfrieden

Nach einer stundenlangen hitzigen Aussprache trat die republikanische Führungsspitze am Mittwochabend im Repräsentantenhaus vor die Medien und erklärte, die 211-köpfige Fraktion sei geeint.

Cheney besteht Vertrauensfrage

Sie hätten eine fantastische Zeit miteinander verbracht, sagte Liz Cheney, die Nummer drei der Fraktion, nachdem sie eine Vertrauenswahl bestanden hatte. Weil sie zusammen mit neun andern republikanischen Abgeordneten das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump unterstützt, steht Cheney unter dem Beschuss des Trump-Lagers. Die stramm konservative Politikerin aus Wyoming wirft dem Ex-Präsidenten Anstiftung zum Aufruhr und Landesverrat vor.

Die Fraktionsmehrheit verzichtete allerdings darauf, sie abzustrafen. Man will politisch schlagkräftig bleiben. «In zwei Jahren erlangen wir die Mehrheit zurück», versprach Kevin McCarty, der Chef der Republikaner in der grossen Kammer.

Kein Bruch mit Verschwörungstheoretikerin

Zuerst musste er aber das Trump-Lager beschwichtigen, indem er sich vor die umstrittene Abgeordnete Marjorie Taylor-Greene stellte. Die frisch gewählte Qanon-Anhängerin hatte unter anderem behauptet, dass Juden vom Weltall aus Wälder in Kalifornien in Brand setzen würden oder hiess Aufrufe zur Ermordung demokratischer Politikerinnen gut. Die Demokraten wollen MTG, wie sie in Washington genannt wird, dagegen per Abstimmung von ihren Ämtern entbinden.

Geht es nach den Republikanern, darf Taylor-Greene ihre Kommissionssitze behalten, obgleich sie sich bis jetzt öffentlich nicht von ihren Aussagen distanziert.

Der Graben ist tief

Die frisch-gewählte Verschwörungstheoretikerin aus Georgia und die Establishment-Republikanerin aus Wyoming verkörpern die beiden Extreme, zwischen denen sich die republikanische Partei bewegt. Auch wenn sich die Abgeordneten nochmals zusammenraufen konnten: Der Riss sitzt tief.

Isabelle Jacobi

Isabelle Jacobi

USA-Korrespondentin, SRF

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Nach dem Studium in den USA und in Bern arbeitete Jacobi von 1999 bis 2005 bei Radio SRF. Danach war sie in New York als freie Journalistin tätig. 2008 kehrte sie zu SRF zurück, als Produzentin beim Echo der Zeit, und wurde 2012 Redaktionsleiterin. Seit Sommer 2017 ist Jacobi USA-Korrespondentin in Washington.

HeuteMorgen, 04.02.2021, 06:00 Uhr

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112 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Dill  (Hans Jürgen Dill)
    rene blatter: der grösste gläubiger der usa ist china, sie halten die meisten bundesanleihen der usa...... thats not fake is real
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    Dauerhaft werden die Reps diesen spaltenden Gegensatz (Tradition Populismus) nicht halten können.
    Entweder eine der beiden Flügel setzt sich durch, oder es kommt doch zur Spaltung.
    Leider geht es nicht nur dieser Parte so, sondern auch dem Land.

    Hier Kämpft aber der Staat gegen radikale Aufrührer, die teilweise auch die Führung einzelner Staaten beeinflussen.
    Auch hier wird sich eine Seite durchsetzen (müssen), oder es kommt zu einer Spaltung.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Die Reps setzten auf Donald Trump. Das war ein Fehler. Man hätte sich vorgängig mit der Persönlichkeit und der Vergangenheit Trumps auseinandersetzen müssen. Das wurde sträflich vernachlässigt.
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Ich denke Sie wissen genau, dass Spaltung wegen der drohenden politischen Bedeutungslosigkeit für die Republikaner keine Option ist. Sie sind gezwungen sich zusammenzuraufen. Wie sie das machen wird hier gut geschildert: Sie tanzen weiter auf beiden Hochzeiten.
  • Kommentar von Peter Beutler  (Peter Beutler)
    Es gibt durchaus Republikaner, die Trump am liebsten ins Pfefferland wünschen. Es ist aber nicht einzusehen, dass ihn noch so viele unterstützen. Er wollte sich mit einem Staatsstreich an der Macht halten, hat tadellos demokratische Wahlen als Fälschung verunglimpft und nach Strich und Faden gelogen. Seine Anhänger befinden sich vorwiegend in der bildungsfernen weissen Unterschicht, die anfällig auf rassistische Propaganda ist. Ihre einziger Vorteil gegenüber den Farbigen: ihre weisse Hautfarbe
    1. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      Der zweite Vorteil ist die Polizei, die grundsätzlich die rechte Seite "präferiert"
      Daher können sich solche (staatfeindliche) Organisationen weiterhin halten.
      Ich denke aber, dass die vielen Widersprühe in der Gesellschaft zu mehr Radikalisierung und (dauerhaften Brüchen führen werden.
    2. Antwort von Thomas Schuetz  (Sürmel)
      Und täglich grüßt das Murmeltier respektive die Bildungsfernen republikanischen Wähler. Herr Beutler, gesunder Menschenverstand kann Bildung ersetzen, aber Bildung muss (kann) nicht gesunden Menschenverstand ersetzen. Und etwas mehr Respekt und Zurückhaltung wären eventuell nicht das dümmste, betreffend wer wählt wen bei den Republikanern.