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Trotz Gerichtsurteil Trump gibt seine Steuerunterlagen nicht frei

  • Trump wehrt sich – anders als andere Präsidenten vor ihm – vehement gegen die Herausgabe seiner Finanz- und Steuerunterlagen.
  • Die Anwälte des US-Präsidenten fordern, dass die entsprechende gerichtliche Anweisung für «ungültig und nicht vollstreckbar» erklärt wird.
  • Die Unterlagen gelten in einem Prozess um Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin und ein ehemaliges Playmate als Beweise.
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Aus dem Archiv: Trump muss Steuerdaten offenlegen
Aus Tagesschau vom 09.07.2020.
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US-Präsident Donald Trump unternimmt einen weiteren Versuch, die Herausgabe seiner Finanz- und Steuerunterlagen an die Staatsanwaltschaft in Manhattan zu verhindern. Dies geht aus einer Klage vom Montag hervor.

Die Anwälte des Präsidenten hielten demnach ein New Yorker Gericht dazu an, eine Aufforderung unter Strafandrohung, eine sogenannte Subpoena, für «ungültig und nicht vollstreckbar» zu erklären. Die Subpoena der Staatsanwaltschaft sei «wahnsinnig umfassend». Zudem sei sie «in böser Absicht» ausgestellt worden und komme einer «Schikane» Trumps gleich.

Gesetz gilt auch für Präsidenten

Trump war im Rechtsstreit um die geforderten Dokumente bis vor das Oberste US-Gericht gezogen. Der Supreme Court hatte Anfang Juli entschieden, dass Trump auch als Präsident nicht von der Pflicht ausgenommen ist, Beweise in einem Strafverfahren zu liefern.

Damit sprach das Gericht dem Bezirksstaatsanwalt von Manhattan grundsätzlich das Recht zu, im Zuge von Ermittlungen Finanzunterlagen Trumps und dessen Firmen einzusehen. Dies hatte Trump zu blockieren versucht. Die Einzelheiten müssen nun aber in unterer Instanz geklärt werden. Der zuständige Staatsanwalt will die Steuerunterlagen von Trump und dessen Firmen über einen Zeitraum von acht Jahren einsehen.

Bei den Ermittlungen geht es auch um angebliche Schweigegeldzahlungen, die Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen dem Pornostar Stormy Daniels und dem ex-Playmate Karen McDougal gezahlt haben soll. Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben. Der US-Präsident dementiert dies.

SRF 4 News, 28.07.2020, 02:00 Uhr;

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66 Kommentare

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  • Kommentar von Marti Müller  (Co2=Leben)
    Auch ein Präsident hat Recht auf Privatsphäre!!
    1. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Aber nicht bei gerichtlichen Verfügungen!!
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Und plötzlich schweigen die Trump-Verteidiger 1+2.;-))
  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Es ist erstaunlich wie viele USA-feindlich sind. Während China sich auf der ganzen Welt ausbreitet, besonders in Afrika und Europa, um Demokratien zu untergraben und zu zerstören, schaffen wir unser Feindbild in den USA.
    Wir würden gut daran tun unser Augenmerk vermehrt auf China zu richten.
    Trump ist bald mal weg, während sich der Chinesische Staatschef der zugleich Oberbefehlshaber der grössten Armee der Welt ist, sich durch ein neues Gesetzt Regierungsmacht auf Lebenszeit geschenkt hat.
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Kein Land dieses Planeten war und ist in mehr Kriege involviert, als die USA. Was ist daran so schwer zu verstehen?
    2. Antwort von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
      Ja, Charly. Ich glaube Sie haben meinen Kommentar nich richtig verstanden.
      Mir geht es um die aktuelle Gewichtung von Gefahren.
      Und was verstehen Sie unter "war" welchen zeitlichen Rahmen?
      Gesamtgeschichtlich gesehen wären da Frankreich und GB die mehr Kriege geführt haben.
    3. Antwort von Henri Jendly  (Henri Jendly)
      @Hirt: wir sind nicht USA-feindlich, aber wenn der letzte grosse Verbündete des Westens plötzlich aus Unfähigkeit, internationale Zusammenhänge zu verstehen ausschert, sollte uns das Sorgen machen. Trump hat mehr gezündelt als je ein Potus vor ihm. Nun steht er womöglich noch vor einem interenen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, nur um seine rechtsexxtreme Klientel zu befriedigen. Macht Ihnen das keine Sorgen? Mir schon.