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Trotz Macrons Kurskorrektur «Gilets jaunes» rufen zu neuen Protesten auf

  • Vertreter der Protestbewegung «Gilets jaunes» haben sich am Dienstagabend mit dem französischen Umweltminister François de Rugy getroffen.
  • Nach dem Treffen hat ein Sprecher der «Gilets jaunes» zu einer neuen Demonstration am kommenden Samstag aufgerufen.
  • Diese soll wiederum auf den Pariser Champs-Élysées stattfinden.
Legende: Video Macron hat am Dienstag auf die Bürgerbewegung reagiert abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.11.2018.

Die Franzosen seien nicht von den Ankündigungen von Präsident Emmanuel Macron überzeugt, sagte Eric Droue am Dienstagabend in Paris. Er war demnach einer der beiden Sprecher, die mit de Rugy zusammengetroffen waren.

An den geplanten Demonstrationen am Samstag wolle er festhalten: «Wir werden uns wie letzten Samstag auf den Champs-Élysées treffen.» Auch an den darauffolgenden Samstagen sollen die Proteste weitergeführt werden.

Legende: Video «Gilets jaunes»: «Nächsten Samstag gibt es wieder eine Demo» abspielen. Laufzeit 00:08 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.11.2018.

Kurskorrektur von Macron

Angesichts der Proteste wegen geplanter Steuererhöhungen auf Diesel und Benzin hatte Macron zuvor eine Kurskorrektur angekündigt. Die Kraftstoffsteuern sollten künftig an die Entwicklung des Weltmarktpreises für Öl gekoppelt werden, damit die Bürger nicht zu stark belastet würden.

Seit Mitte des Monats sind in Frankreich Hunderttausende von Menschen aus Protest gegen steigende Spritkosten und Macrons Reformpolitik auf die Strasse gegangen. Die Bewegung hatte sich unter dem Namen «Gilets jaunes »formiert – nach den gelben Warnwesten im Auto.

Bei einer Demonstration auf der Prachtstrasse Champs-Élysées war es am vergangenen Samstag zu schweren Ausschreitungen gekommen. Macron hatte die Gewalt verurteilt.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schoenenberger (Beaumont)
    Also hat man einen einen jungen neuen Mann an die Spitze gesetzt weil er versprochen hat, die alten politischen Gewohnheiten zu brechen. Damit hat er angefangen. Aber das ist wie in einer Familie, wenn alle mehr Geld ausgeben als vorhanden ist gibt es Probleme, doch niemand will verzichten. Die zur Seite geschobene alte Elite schürt Hass und vergiftet das Volk und das Volk versteht es nicht.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger (Beaumont)
    Dann kam die politische und soziale Instabilitaet an der das Land heute noch leidet. Seit 100 Jahrenversucht man über Schuldenwirtschft das Volk zu befriedigen. Wenn die Lage allzu schlimm wurde wurde die Waehrung abgewertet. Das hat dem Volk allerdings nicht geholfn. Seit dem Euro funktioniert dieser Trick aber nicht mehr. Allmaehlich wurde fast jedem klar, man braucht etwas neues.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger (Beaumont)
    Damit wired wurde im Land die eigentliche Struktur vernichtet. Dann kam der Alleinherrscher und machte sich zum Kaiser. Nicht nur hat er dem Land eine ganze Generation junger Maenner durch seine Kriege abschlachten lassen, wovon sich das Land demographisch nie mehr erholte, aber er hat auch die ganze Macht zentral auf Paris veerlegt. Die laendlichen Strukturen war zerstoert.
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