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Legende: Audio Aus dem Archiv: Erbärmliche Zustände in US-Lagern für alleinreisende Kinder abspielen. Laufzeit 05:51 Minuten.
Aus Rendez-vous vom 27.06.2019.
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Trump kontert Kritik an Lagern «Sagt ihnen, sie sollen nicht kommen»

  • Die vielstimmige Kritik an verheerenden Zuständen in Internierungslagern für Migranten in den USA weist Präsident Donald Trump vehement zurück.
  • «Sagt ihnen einfach, dass sie nicht kommen sollen. Alle Probleme gelöst!», schrieb Trump auf Twitter.
  • Der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, forderte hingegen die sofortige Entlassung der Führungsspitze der Grenzpolizei.

Der US-Präsident reagierte harsch auf die anhaltende Kritik an Zuständen in Migranten-Lagern seines Landes. «Viele dieser illegalen Ausländer leben jetzt viel besser als dort, wo sie herkamen, und unter viel sichereren Bedingungen», twitterte Trump.

Trump: Sagt ihnen, sie sollen nicht kommen

Sollten die internierten Migranten unglücklich über die Zustände in den Lagern an der Grenze zu Mexiko sein, dann «sagt ihnen einfach, dass sie nicht kommen sollen. Alle Probleme gelöst!», schrieb Trump auf Twitter.

Vernichtendes Urteil der Aufsichtsbehörde

Die interne Aufsichtsbehörde des US-Ministeriums für Innere Sicherheit hatte zuvor ein verheerendes Bild von Lagern gezeichnet, in denen Migranten nach dem illegalen Grenzübertritt aus Mexiko in die USA festgehalten werden.

Nach der Inspektion von fünf solchen Einrichtungen der Grenzpolizei CBP im Rio Grande Valley warnte das Büro des Generalinspekteurs (OIG), Link öffnet in einem neuen Fenster, die Lager seien gefährlich überfüllt. Erwachsene und Kinder würden häufig zu lange festgehalten.

«Tickende Zeitbombe»

Leitende Mitarbeiter der besichtigten Einrichtungen hätten angesichts der Umstände Sicherheitsbedenken für ihre Kollegen und die festgenommenen Migranten geäussert, hiess es weiter. Einer habe die Situation «eine tickende Zeitbombe» genannt.

Die US-Internierungslager

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  • Die kritisierten US-Internierungslager sind wegen der stark gestiegenen Zahl der Migranten völlig überlastet.
  • In den acht Monaten zwischen Oktober 2018 und Mai 2019 wurden nach CBP-Angaben mehr als 676'000 Menschen beim illegalen Grenzübertritt aus Mexiko in die USA aufgegriffen. Das sind etwa doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor.
  • Zuletzt registrierte CBP monatlich mehr als 100'000 illegale Grenzübertritte.
  • Viele der Migranten stammen aus Guatemala, El Salvador oder Honduras.
  • Trump hat einen Nationalen Notstand an der Grenze ausgerufen.

Der am Dienstag veröffentliche OIG-Bericht schilderte alarmierende hygienische Zustände in den inspizierten Einrichtungen. Die meisten alleinreisenden erwachsenen Migranten, die bis zu einem Monat in den Lagern seien, hätten in der ganzen Zeit nicht duschen können, hiess es in dem Bericht.

Die meisten Migranten würden ausserdem die Kleidung tragen, mit der sie aufgegriffen worden seien.

Trumps scharfe Reaktion auf Kritik an Lagern

Trump bescheinigte den CBP-Mitarbeitern am Mittwoch, diese machten einen «grossartigen Job». Die Grenzschützer seien keine Ärzte oder Krankenschwestern.

Der republikanische Präsident machte die Demokraten für die Krise an der Grenze verantwortlich. Er warf ihnen vor, sich einer Reform der Migrationsgesetze zu verweigern. Wer die Krise wirklich lösen wolle, «der sagt Migranten, dass sie nicht in unser Land kommen sollen, ausser sie sind bereit, das legal zu tun».

Entlassung der Führungsspitze gefordert

Der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, kritisierte am Mittwoch «die unmenschlichen Bedingungen für Kinder und ihre Familien» in den Internierungslagern. Schumer forderte auf Twitter die sofortige Entlassung der Führungsspitze der Grenzpolizei.

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