- Ein Bundesrichter hat die Trump-Regierung angewiesen, den Bau des 400 Millionen Dollar teuren Ballsaals auszusetzen.
- Der US-Bezirksrichter Richard Leon in Washington gab dem Antrag einer Denkmalschutzgruppe auf eine einstweilige Verfügung statt
Leon, der vom republikanischen Präsidenten George W. Bush ins Richteramt berufen wurde, schrieb: «Ich bin zum Schluss gekommen, dass der National Trust in der Sache wahrscheinlich Erfolg haben wird, da kein Gesetz auch nur annähernd dem Präsidenten die Befugnisse einräumt, die er für sich beansprucht.»
Der Präsident der Vereinigten Staaten sei der Verwalter des Weissen Hauses für künftige Präsidentenfamilien. «Er ist jedoch nicht der Eigentümer!»
Unabhängige Prüfung hängig
Der National Trust for Historic Preservation klagte und hatte gefordert, das Ballsaalprojekt auszusetzen, bis es mehreren unabhängigen Prüfungen unterzogen wird und die Zustimmung des Kongresses erhält.
Das Weisse Haus hatte das Ballsaalprojekt im Sommer angekündigt. Bis Ende Oktober hatte Trump den Ostflügel abgerissen, um Platz für einen Ballsaal zu schaffen, der seiner Aussage nach Platz für 999 Personen bieten soll. Das Weisse Haus erklärte, private Spenden, darunter auch von Trump selbst, würden den geplanten Bau eines 8400 Quadratmeter grossen Ballsaals finanzieren.
Trump trieb das Projekt voran, bevor er die Stellungnahme zweier bundesstaatlicher Prüfungsgremien, der National Capital Planning Commission und der Commission of Fine Arts, einholte.
Trump reagierte auf die Entscheidung mit einer langen Tirade bei seiner Online-Plattform Truth Social, in der er den National Trust angriff.