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Joe Biden: «Ich habe einen Schlag eingesteckt.» (engl.)
Aus News-Clip vom 08.02.2020.
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TV-Debatte der Demokraten Joe Biden versucht, Vorwahl-Schlappe kleinzureden

  • Zwischen den beiden ersten Vorwahlen im US-Präsidentschaftsrennen haben sich sieben demokratische Präsidentschaftsbewerber in einer Fernsehdebatte einen Schlagabtausch geliefert.
  • An der Runde in Manchester im US-Bundesstaat New Hampshire nahmen unter anderem die vier bislang bei den Vorwahlen führenden Demokraten teil.
  • Dazu gehören der Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg, die Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren sowie Ex-US-Vizepräsident Joe Biden.

Biden, Vizepräsident unter Barack Obama von 2009 bis 2017, versuchte in der TV-Debatte, die Schlappe in Iowa herunterzuspielen. Er habe einen Schlag eingesteckt und werde wahrscheinlich in New Hampshire einen weiteren hinnehmen müssen. Das Kandidatenrennen sei aber lang, sagte der 77-Jährige.

Chaos bei Vorwahl in Iowa

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In Iowa hatte am vergangenen Montag die erste Vorwahl stattgefunden. Buttigieg und Sanders lagen dort am Ende Kopf an Kopf vorne. Warren landete in Iowa auf Platz drei, Biden – der in nationalen Umfragen führt – nur auf einem schwachen vierten Platz. Die Veröffentlichung der Wahlergebnisse in Iowa hatte sich wegen technischer Probleme tagelang verzögert. Jetzt soll eine unabhängige Untersuchung klären, was zu den Problemen geführt hat. In New Hampshire im Nordosten der USA steht am kommenden Dienstag (11. Februar) die nächste Vorwahl an.

Die Kandidaten sprachen über die Aussenpolitik, das Gesundheitswesen und wer am besten geeignet sei, US-Präsident Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl im Herbst zu schlagen.

Wir brauchen eine Perspektive, um die Politik der Vergangenheit in der Vergangenheit zu lassen.
Autor: Pete ButtigiegPräsidentschaftsbewerber der Demokraten

Mehrere Kandidaten attackierten Buttigieg in der Debatte und warfen ihm Unerfahrenheit vor. Der 38-Jährige entgegnete: «Wir brauchen jetzt eine Perspektive, die es uns endlich erlaubt, die Politik der Vergangenheit in der Vergangenheit zu lassen.»

Die Senatorin Amy Klobuchar sagte mit Blick auf Sanders, die Demokraten bräuchten jemanden, der die Menschen mitnehme, statt sie auszuschliessen. Der linke Senator Sanders (78) betonte dagegen, man bringe die Menschen zusammen, indem man eine Agenda präsentiere, die für die Menschen des Landes gut sei und nicht für Milliardäre.

Nächste Wegmarke: «Super Tuesday»

In New Hampshire liegt in Umfragen Sanders vorne – vor Buttigieg, Warren und Biden. Die «New York Times» berichtete am Freitag, dass der 38 Jahre alte Buttigieg nach seinem guten Abschneiden in Iowa in Umfragen zugelegt und den Abstand auf Sanders vor der nächsten Vorwahl weiter verkürzt hat.

Am 3. März folgt im Rennen um die Kandidatur die nächste grosse Wegmarke: der «Super Tuesday» mit Abstimmungen in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten.

Elf Kandidaten sind noch im Rennen

Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt bis Juni hin. Auf Nominierungsparteitagen küren Demokraten und Republikaner im Sommer dann endgültig ihre Präsidentschaftskandidaten. Die Präsidentenwahl steht schliesslich am 3. November an.

Bei den Demokraten hatte es insgesamt fast 30 Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur gegeben. 17 sind inzwischen schon ausgeschieden, elf sind noch im Rennen. Seit Ende November bemüht sich auch der Milliardär und frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Wir brauchen eine Perspektive, um die Politik der Vergangenheit in der Vergangenheit zu lassen. - Es braucht vor allem und das ganz besonders eine Aufarbeitung der Vergangenheit des DNC, gibt es doch da Seilschaften, die offensichtlich sehr tief in Korruptionen verstrickt sein müssen. - Das Wahldebakel da, wundert mich ganz und gar nicht. Man wird hier wohl wieder peinlichst genau darauf schauen, dass die Hintergründe nicht allzu detailliert in den Medien erscheinen. (smile)
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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Weltweit wäre es angebracht eine Alterslimite für das passive Wahlrecht einzuführen. Nicht nur in den USA gibt es zu viele alte Männer und auch Frauen, die nicht Platz machen wollen für jüngere Generationen. Mit 70 hat man in der Politik nichts mehr verloren
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      @gasser: Es ist nicht immer eine Frage des Alters. Es gibt junge Menschen, die im Denken und handeln älter und reaktionärer sind als so manche alte. Es geht darum, dass eine ClassePolitique und -Économique dank einem demokratisch nicht mehr aktuellen Wahlsystem eine dicke Schicht bilden, Die jeder demokratischen Erneurung im Wege steht. wir sollten von den First Nations lernen, wo jedes Alter seine Wichtigkeit im Gefüge einer Nation hat und aufhören das Spielchen jung gegen alt mitzuspielen.
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    2. Antwort von Aurel Specker  (Auspec)
      @Kunz
      Es geht in einer Demokratie darum, dass die Wählenden mit ihren Entscheidungen leben müssen. Wer wählt, trägt die Konsequenzen! Das funktioniert aber nicht, wenn Leute wählen/gewählt werden dürfen, die so alt sind, dass die Konsequenzen nie auf sie zurückfällt.

      Egoistische Motive sind daher wahrscheinlicher. Siehe AHV Reform, von Alten lange abgelehnt, welche nie mehr jung werden. Die Jungen, werden aber sehr wohl noch alt!
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    3. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      @A. Gasser und andere
      Die Einschränkung des Wahlrechtes aufgrund von Alter, Rasse oder sonstwas ist eine Idee, von der wir gefälligst die Finger lassen sollten, schon vom Gedanken daran! Auch die Bemerkung, dass alte Menschen die Konsequenzen ihrer politischen Entscheidung nicht mehr tragen müssen, ist ein geistiger Kurzschluss! Natürlich müssen Sie diese Entscheidung mittragen, da Sie ja nach der Stimmabgabe nicht einfach sterben! Sie leben im Durchschnitt noch Jahrzehnte! One man, one vote!
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Ob BRD, F, USA es ist dermassen offensichtlich wie stupmf das vermeintliche Kernelement bürgerlich demokratischer Vorstellung von Repräsentation der Volonté génénerale geworden ist, Wahlen. Zeit diese als Menschen, die echte substanzielle Demokratien wollen, wieder im Sinne Proudhons anzudenken.
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    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Ich bin gespannt auf die Kommentare zu Bidens Kleingerede zum Wahldebakel in Iowa.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      All diese Reden/Widerreden der PolitikPolitikerInnen sind doch Marginalien - leider haben die Römer schon wieder recht - Brot und Zirkus, um das 'Volk' bei Laune zu halten, Frau Zelger. Derweil ein paar Oldandoddfellows die Welt sich aneignen und gegen die Wand fahren möchten. Manchmal ist Ablenkung ja gut. Aber eben so was von marginal und unwesentlich. Mit Demokratie hat das gerade gar nichts mehr zu tun. Gut ist, dass die Welt voll von klugen VordenkerInnen ist, die uns gute Dienste leisten.
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    3. Antwort von Stefan Olarte  (Oikaner)
      @Kunz

      Und nach Proudhon (dessen Föderalismus in Ehren) lesen Sie bitte Joseph Déjacque ( der erste, welcher den Begriff "Libertär" niederschrieb) und dessen Antwortschreiben auf Proudhons Sexismus.
      Und danach vielleicht ein bisschen Bakunin und David Edelstadt.
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    4. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Gute Leseanregungen, Herr Olarte. Merci. Die Geschichte des Libertarismus ist eine vielfältige und reiche. Empfehlenswert für NichtleserInnen der sehr gut gemachte Film: Ni Dieu, Ni Maître .... Gut und wichtig wäre es auch für die Heutigen zu erkennen, wie viel wir diesen Menschen an sozialen Errungenschaften und Ideen zu verdanken haben ...
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