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Überfüllte Camps Griechenland baut abgeriegelte Flüchtlingslager

  • Griechenland hat angekündigt, im März mit dem Bau von abgeriegelten Flüchtlingslagern auf fünf Inseln in der Ägäis zu beginnen.
  • Dort sollen 20'000 Asylbewerber für maximal drei Monate untergebracht werden, sagte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis in einem Interview mit dem Radiosender Skaï.
  • Nach Plänen der Regierung sollen die neuen Lager abends abgeschlossen werden.
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Aus dem Archiv: Griechenland will Flüchtlingslager schliessen
Aus 10vor10 vom 20.11.2019.
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Bislang konnten Asylsuchende in den Lagern ein- und ausgehen und sich frei auf den Inseln bewegen. Nach gewalttätigen Zwischenfällen unter Migranten, Zusammenstössen mit Sicherheitskräften und Klagen der Inselbewohner über die Zustände sollen die Lager nun abends abgeschlossen werden.

Die Menschen würden mit einer Karte ausgestattet, die ihnen tagsüber begrenzten Ausgang gewähren soll, sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas. Die Einrichtungen sollen bereits Sommer bezugsfertig sein.

Zunehmende Verschärfungen

Die neue konservative Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte die Asyl- und Aufenthaltsverfahren für Flüchtlinge zuletzt massiv verschärft. Im vergangenen Monat hatte die Regierung angekündigt, vor den Küsten mit «schwimmenden Schutzsystemen» gegen Flüchtlinge vorgehen zu wollen. Zudem sollen die Asylverfahren beschleunigt und Asyl nur noch befristet für die Dauer von drei Jahren gewährt werden.

In Griechenland sitzen derzeit mehr als 36'000 Asylsuchende in überfüllten Lagern auf griechischen Inseln fest, Hilfsorganisationen bezeichneten die Zustände dort als unmenschlich. Im vergangenen Jahr war Griechenland das Land mit der höchsten Zahl von ankommenden Flüchtlingen in Europa.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Die Befristung der Asylgewährung auf 3 Jahre finde ich super. Anschliessend die Ausreise veranlassen und bezahlen und die übrigen Leistungen einstellen.
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  • Kommentar von Josephk Ernstk  (Joseph ernst)
    Absolut verständlich, dass Griechenland abgeriegelte Flüchtlingslager und schwimmende Schutzsysteme errichten wird und es wird allerdings dabei heftig kritisiert. Eine Kritik ist fehl am Platze solange nichts unternommen wird, die kriminellen Schlepperbanden und ihre Helfer zu stoppen. Unverständlich, dass ein spanisches NGO Schiff xbeliebige europ. Häfen anlaufen kann. Es muss einen Heimathafen anlaufen und Spanien ist in der Pflicht, die Verantwortung der Flüchtlinge alleine zu übernehmen !
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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Man müsste langsam thematisieren, wie die Hilfswerke im betroffenen Zielland ankommen. Für mich ist nicht verwunderlich, dass Bewohner wie Politik eines überrumpelten Landes zunehmend eine ablehnende Haltung gegen illegale Migranten haben. Die Hilfswerke entsenden ins Land irgendwelche Helfer nach einem Schnellkurs von einigen Monaten. Diese MA haben keine Ahnung über das Land, seine politische&wirtschaftliche Situation, über die Verbündeten usw., und kritisieren am Laufmeter. Einfach stossend.
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    1. Antwort von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
      Die gesamte Situation zeigt die Ohnmacht der EU und deren Regierungen. Schaufensterreden und kaum wirkliche Ansätze zu einer Lösung des Problems. Es ist doch nicht mehr hinnehmbar dass immer mehr in die Sozialsysteme Europa`s eindringen.Warten bis es explodiert? Viele Rentner in D bekommen minimale Renten, Migranten ein mehrfaches davon und Politiker schauen regungslos zu.
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