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Übung in Nordkorea Pjöngjang meldet erfolgreiche Raketentests

  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA eine Übung zu einem «Langstreckenangriff» angeordnet.
  • Kim Jong-un sei zufrieden mit dem Test – er habe gezeigt, dass die Verteidigungseinheiten einsatzbereit seien.
  • Am Donnerstag hatte die selbst erklärte Atommacht laut Südkorea ihre Waffentests fortgesetzt.
Legende: Video Aus dem Archiv: Eiszeit zwischen den USA und Nordkorea abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.04.2019.

«Auf dem Kommandoposten hat der Oberste Führer Kim Jong-un (...) die Anweisung zum Start der Übung gegeben», berichtete KCNA. Die staatliche Nachrichtenagentur machte keine Angaben dazu, welche Art von Waffen abgefeuert wurden. In der Mitteilung wurden Wörter wie Rakete, Geschoss oder Projektil vermieden.

«Macht» der Armee unter Beweis gestellt

Die südkoreanische Armee hatte am Donnerstag mitgeteilt, der Norden habe zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Das Präsidialamt in Seoul äusserte sich «tief besorgt», nachdem es bereits nordkoreanische Waffentests vom Samstag kritisiert hatte. Die Raketen seien vom nordkoreanischen Stützpunkt Kusong in der westlichen Provinz Pyongan in Richtung Osten abgeschossen worden.

Die Übung sei darauf ausgelegt gewesen, «die Fähigkeit zu schneller Reaktion der Verteidigungseinheiten» zu prüfen. Die Einheiten hätten ihre «Macht» bei dem Test unter Beweis gestellt. Am Samstag waren laut KCNA unter Kims Aufsicht Langstrecken-Mehrfachraketenwerfer und taktische Lenkwaffen getestet worden.

USA beschlagnahmen nordkoreanisches Frachtschiff

Die USA haben am Donnerstag bekannt gegeben, sie hätten ein nordkoreanisches Frachtschiff beschlagnahmt. Das Schiff habe unter anderem illegal Kohle aus Nordkorea exportiert und damit gegen US-Sanktionen verstossen. Die Massnahme könnte dazu beitragen, die Spannungen zwischen beiden Ländern zu verschärfen.

Die Tests werden in Seoul auch als Versuch der kommunistischen Führung Nordkoreas gesehen, den Druck auf die USA zu erhöhen. Seit dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un im Februar in Vietnam ist die Verunsicherung in der Region gewachsen.

Raketen kurz nach der Abfeuerung.
Legende: Die Übung habe darauf abgezielt, die Fähigkeiten der Verteidigungseinheiten zur schnellen Reaktion zu prüfen. Keystone / Archiv

US-Präsident Donald Trump verurteilte derweil die jüngsten nordkoreanischen Raketentests. Er sei sich aber sicher, dass Nordkorea an weiteren Verhandlungen interessiert sei, sagte Trump vor den Medien im Weissen Haus. «Wir werden sehen, was passiert», fügte er hinzu.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Es ist ja gut und recht, wenn man darüber berichtet, was diese beiden Präsidenten so treiben. Aber müssen es unbedingt solche Sätze sein, «Auf dem Kommandoposten hat der Oberste Führer Kim Jong-un (...) die Anweisung zum Start der Übung gegeben»? Es werden wieder zig Leutchen im Generalsrang um in herum gestanden sein, welche diese Anweisung zuerst mal ihrem Notizbüchlein anvertraut haben um es nach erfolgter Einwirkung dann umzusetzen. Lächerliches Bla Bla und Show auf tiefstem Niveau.
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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Warum glauben die Amis sie können alles und jeden bestrafen. Trup als Weltherrscher, der dann msl irgendwelche Schiffe beschlagnahmt.
    Amis haben A-Waffen ohne Ende, Israelis haben sie auch...also hört auf rüstet doch einfach komplett ab und dann dürft ihr über andere richten. USA sehe ich langsam aber sicher als Schurkenstaat und das grösste Risiko sls Korea irgendwo einen Krieg zu entfachen.
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    1. Antwort von Dölf Meier  (Meier Dölf)
      Vielleicht waren Sie noch nicht geboren, als die Amis Europa aus den Klauen der Nazis befreiten. Zudem könnte sich kein amerikanischer Präsident erlauben, Atomwaffen einzusetzen. Kim produziert und schiesst Waffen/Raketen und sein Volk hungert.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Wenn man bei der NK-Armee recherchiert, kann man nur ein mitleidiges Lächeln hervorbringen. Sie haben wohl eine grosse Anzahl Personal (1.3 Mio Berufsmilitär und 4.7 Mio Reservistesten), aber die Ausrüstung (Panzer, Flugzeuge, Kommunikation) ist so veraltet und in einem desolaten Zustand, dass ausser der evtl. möglichen Atomarbedrohung alles nur warme Luft ist. Bei einem konventionellen Krieg wäre es wie Bogenschützen gegen Maschinengewehre antreten müssten - also nicht den Hauch einer Chance.
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