Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Ueli Maurer in Tokio Schweiz und Japan wollen Wirtschaftsbeziehungen verstärken

  • Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer ist in Tokio mit Japans Premierminister Shinzo Abe zusammengetroffen.
  • Beide Seiten diskutierten über Wege, die gemeinsamen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren.

Maurer bekräftigte laut Angaben des Schweizer Finanzdepartements den Willen der Schweiz, das zehnjährige bilaterale Freihandels- und Partnerschaftsabkommen zu modernisieren. Ebenfalls zur Sprache kamen zwischen den beiden Regierungschefs regionale Themen wie die koreanische Halbinsel, China und Iran sowie eine mögliche Zusammenarbeit im Cybersicherheitsbereich.

Maurer würdigte im Gespräch mit Abe die globalen Beiträge Japans. Er betonte die Unterstützung der Schweiz für ein regelbasiertes, multilaterales Handelssystem und verwies auf die zahlreichen gleichgelagerten Interessen und Werte mit Japan.

Vom Finanzminister-Treffen nach Tokio

Am Wochenende hatte Maurer zusammen mit Nationalbankpräsident Thomas Jordan am Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankgouverneure in Fukuoka teilgenommen. Thema war unter anderem die Besteuerung der digitalen Wirtschaft. Die G20-Minister waren sich einig, international agierende Internetkonzerne stärker zu besteuern.

Bis zum kommenden Jahr soll es gemeinsame Regeln geben, mit denen Schlupflöcher für Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon geschlossen werden. Bis 2020 sollen die Fragen im Konsens geklärt und ein Abschlussbericht vorgelegt werden.

Besteuerung, wo Wertschöpfung geschieht

Der Schweizer Finanzminister betonte dabei die Notwendigkeit einer konsensbasierten Besteuerungslösung, sowie den Willen der Schweiz, Gewinne dort zu besteuern, wo die Wertschöpfung erbracht wird. Die Schweiz werde sich weiterhin aktiv in die Diskussionen einbringen, heisst es in der Mitteilung.

Maurer begrüsste zudem die Arbeiten unter der japanischen G20-Präsidentschaft, die einen Lebenszyklusansatz bei Investitionen und damit «langfristig nachhaltige» Infrastrukturen propagieren.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Lena Kälin  (flower)
    Dort zu besteuern wo die Wertschöpfung geschieht kann doch unmöglich im Interesse der Schweiz sein. Die Schweiz beherbergt eine vielzahl an internationalen Grosskonzernen und Dienstleistungsunternehmen, die weltweit aktiv sind. Wenn die Bedingung eines Freihandelsabkommens Steuerverluste für die Schweiz darstellt, weiss ich nicht ob das im wirtschaftlichen Interesse der Schweiz sein kann. Auch wenn es natürlich fairer für die betreffenden Staaten wäre.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Ja, Diversifizierung ist (meistens) gut. Hier allerdings nur sofern man davon ausgeht, dass ein Wirtschaftsmodell, das in erster Linie von „Wachstum“ lebt denn noch zukunftsweisend ist. Es ist genau diese reine Wachstumswirtschaft, die zum endgültigen Kollaps führen wird und zwar nicht nur ökologisch, sondern noch viel schneller ökonomisch. Hier zu jubeln weil man sich vermeintlich von der EU löst, ist erschreckend kurzsichtig und naiv.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Je schneller das Klumpenrisiko EU reduziert wird umso besser, aufdass dann schlussendlich nicht wieder alle wegen des "bedrohten Wohlstands" wie Espenlaub zittern müssen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen