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Legende: Video Tränengas, Wasserwerfer, Molotowcocktails in Hongkong abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.08.2019.
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«Ungenehmigte Versammlung» Erneut gewalttätige Auseinandersetzungen in Hongkong

  • Bei neuen Demonstrationen in Hongkong ist es am Samstag wieder zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen.
  • Nahe dem Parlamentssitz gingen Sicherheitskräfte mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor.
  • Radikale Aktivisten schleuderten Gegenstände, Steine und auch Brandsätze.

Trotz des Verbots einer Grossdemonstration waren wieder Tausende auf die Strassen gegangen. Demonstranten besetzten die Verkehrsadern in der Nähe des Regierungsviertels. Die Polizei sprach von einer «ungenehmigten Versammlung» und «illegalen Aktionen».

Demonstranten singen «Halleluja»

Angesichts des Drucks hatten die Organisatoren eine für heute geplante Grossdemonstration abgesagt, die bereits am Donnerstag von der Polizei verboten worden war. Sie kündigten aber andere Aktionen an.

Um das Demonstrationsverbot zu umgehen, riefen Aktivisten unter anderem zu religiösen Versammlungen auf: Viele Demonstranten hatten am Samstag Kreuze dabei und sangen «Halleluja».

Legende: Video Demonstranten singen «Halleluja» abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.08.2019.

In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Dabei hatte es am vergangenen Wochenende erneut gewaltsame Zusammenstösse gegeben.

Spirale der Gewalt

Die Beamten setzten damals Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein, erstmals seit Beginn der Proteste feuerte zudem ein Polizist einen Schuss ab.

Unmittelbar vor den neuen Protestaktionen von heute Samstag anlässlich des fünften Jahrestags der Regenschirm-Bewegung 2014 waren die Behörden zudem massiv gegen Demokratie-Aktivisten vorgegangen.

Die Polizei nahm die Protestanführer Joshua Wong und Agnes Chow sowie mindestens drei weitere bekannte Aktivisten und drei der Demokratiebewegung nahestehende Abgeordnete fest.

Auslieferungsgesetz befeuert Demonstrationen

Peking hatte der ehemaligen britischen Kronkolonie bei der Übernahme 1997 unter dem Prinzip «Ein Land, zwei Systeme» für mindestens 50 Jahre Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit zugesichert. Nach Ansicht der Demonstranten wird diese Zusicherung von Peking schrittweise ausgehöhlt, wogegen sie nun protestieren.

Auslöser für die Proteste war denn auch ein Auslieferungsgesetz, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah, inzwischen aber gestoppt wurde.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Jetzt wird auch hier über die Gewalt bei dieser Demonstration gesprochen. Ist dies auf wünsch vom China? Zum diese Christliche Demokratie Bewegung zu diskreditieren?!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich habe immer wieder grosse Hochachtung gegenüber Menschen, die bereit sind, gegen menschenverachtende Diktaturen, soziale Ungerechtigkeit und Rassendiskriminierung aufzustehen. Hier jetzt gegen die Diktatur Chinas. Das ist beispielhaft für die ganze Welt, für alle, die mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit wollen!
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    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Bezeugen Sie doch Ihre Hochachtung indem Sie selber an vorderster Fron mit demonstrieren gehen. Teilen Sie deren Schicksal vor Ort. Mit Ihren Sympathiebekundungen können die nichts anfangen und es hilft denen nicht weiter. Hong-Kong wird von Chinas Regime Stück für Stück einverleibt und diese Sonderrechte werden scheibchenweise abgeschafft.
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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Interessant wie sich auf diesem Forum immer wieder Leute für China stark machen. Ein Land welches Kapitalismus und Kommunismus vereint, Menschenrechte mit Füßen tritt, Andersgläubige unterdrückt, die Umwelt schädigt wie kein anderes Land, wegen Aberglauben geschützte Tiere ausrottet, Afrika kolonialisiert, usw. usw. usw.
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    1. Antwort von Joel Benz  (J.Benz)
      Tja, jede Grossmacht hat Dreck am Stecken. Warum werden Verbrechen von gewissen Ländern nicht sanktioniert, andere aber schon? Gibt es gute und schlechte Verbrechen? Kann man Menschenrechte mit sauberen oder schmutzigen Füssen treten? NEIN! Verbrechen sind Verbrechen und gehören sanktioniert, egal wer es ist. Schlussendlich dient dieses gegeneinander aufspielen lediglich der Machtsicherung. Errungenschaften wie Menschenrechte oder Rechtstaatlichkeit müssen sich dabei hinten anstellen.
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