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Eine Frau spricht auf Podium.
Legende: Keystone
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Uno fordert Rücknahme Angehörige von IS-Kämpfern sollen zurück in Heimat

  • Die Vereinten Nationen drängen darauf, dass Kinder und Frauen ausländischer IS-Kämpfer aus dem Irak und Syrien in ihre Heimatländer zurückgeholt werden.
  • Die Staaten hätten wichtige Pflichten gegenüber ihren Bürgern, sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet.
Legende: Video Archiv: Keller-Sutter gegen Rücknahme von Dschihad-Reisenden abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.02.2019.

Deshalb drängt Bachelet darauf, dass Angehörige von ausländischen IS-Kämpfern in ihre Heimatländer zurückkehren dürfen. Ihre Forderungen öffentlich machte sie heute zum Auftakt der dreiwöchigen Sitzungen des UN-Menschenrechtsrates in Genf.

Die Frauen und Kinder von ausländischen IS-Kämpfern lebten unter unmenschlichen Bedingungen in Lagern, sagte Bachelet. Von der Rückkehr ausgenommen seien Angehörige, die sich Verbrechen schuldig gemacht hätten. In diesen Fällen sollten die Länder dafür sorgen, dass diese «einen Prozess nach internationalen Standards» erhalten.

Australien, Frankreich und Niederlande handeln

Gemäss Bachelets Angaben sollen 55 000 IS-Kämpfer und ihre Angehörigen festgenommen worden sein. Die Mehrheit seien Syrer und Iraker. Allein mehr als 11 000 Frauen und Kinder von ausländischen IS-Kämpfern sollen in Syrien in Lagern leben, die unter kurdischer Hoheit stehen.

Bislang haben Australien, Frankreich, die Niederlande und andere Länder Familienmitglieder aus Syrien zurückgeholt.

Ohne Gerechtigkeit kein Frieden

Die festgenommenen IS-Kämpfer müssten nicht zwingend zurückgeführt werden, betonte Bachelet. Sie forderte aber die Länder auf, ihren Bürgern beizustehen, damit sie einen fairen Prozess hätten. Denn ohne Gerechtigkeit, spiele man nur denen in «die Hände, die Missstände beklagen und Vergeltung fordern», sagte Bachelet.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Flury  (Simplizissimus)
    Die Kurden haben beileibe andere Probleme als sich um die Wohlstandsprobleme der Schweiz mit „unseren“ IS-Kämpfern zu kümmern (sie haben nun mal einen Schweizer Pass und deshalb ist und bleibt es unser Problem). Zudem machen wir uns erpressbar, wenn wir die Kontrolle über solche Subjekte anderen überlassen: Zahl mir Geld oder liefere mir Waffen oder ich lass deine IS-Kämpfer frei und sorge darüber hinaus noch dafür dass sie in die Schweiz zurückkehren. Das löst echtes Unbehagen aus!
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    1. Antwort von Arthur Meili  (Arthur Meili)
      Wenn es "normale" Kriminelle waeren mit CH-Pass, dann naehme man sie zurueck, wie umgekehrt auch. Aber hier handelt es sich um "Terroristen" und die muessen wie Kriegsverbrecher behandelt werden.
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  • Kommentar von Walter Bühler  (Walter Bühler)
    Es ist doch üblich eine Straftat dort zu beurteilen wo sie begangen wurde. Der IS hat tausendfach in Irak und Syrien gemordet also sollen sie auch dort verurteilt werden.
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  • Kommentar von Arthur Meili  (Arthur Meili)
    Seit Frau Michelle Bachelet UN-Hochkommissarin fuer Menschenrechte ist (ex Praesidentin von Chile), sagt sie der Welt, was sie tun muesse. Es interessiert sie gar nicht, ob es Sinn macht oder wie teuer es ist. Die Position ist ihr in den Kopf gestiegen.
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