Zum Inhalt springen

Header

Audio
UNO-Allianz gegen Nationalismus
Aus HeuteMorgen vom 27.09.2019.
abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Inhalt

UNO-Staaten spannen zusammen Eine Allianz gegen den nationalen Egoismus

Reaktion auf Erstarken der Nationalisten: 60 Länder haben sich zur «Allianz der Multilateralisten» zusammengeschlossen

Für US-Präsident Donald Trump gilt «America first». Chinas Führung lobt zwar die internationale Zusammenarbeit, aber nur wenn sie ihr direkt nützt. Die Vetomächte Russland, China und USA sind schuld an der Dauerblockade des UNO-Sicherheitsrates.

Internationale Lösungen für internationale Probleme

Das wollen nun 60 grossmehrheitlich demokratische Staaten aus allen Kontinenten nicht einfach hinnehmen und formieren eine Allianz für Multilateralismus. Deutschlands Aussenminister Heiko Maas betont, dass es auch andere Modelle als «My Country first» gebe und sagt: «Das hier ist eine völlig andere Arbeitsweise – im Glauben daran, dass man für internationale Probleme internationale Lösungen braucht.»

Es handelt sich nicht um eine Organisation mit festen Strukturen, sondern um ein politisches Netzwerk, das Fest an internationale Zusammenarbeit glaubt. Die Absicht ist gemäss Maas, sich in den internationalen Organisationen, in denen man zusammen sitzt, noch enger zusammenzuschliessen.

Frankreich prägt das Vorhaben massgeblich mit, wie Aussenminister Jean-Yves Le Drian erklärt. Multilateralismus sei keine Ideologie, sondern eine Methode, die funktioniere, um grosse Probleme zu lösen. Auch Japan und Kanada machen mit, zudem die meisten EU-Länder. Ausserdem dabei sind die Schweiz, Indien, Namibia oder Mexiko.

Frankreichs Aussenminister Jean-Yves Le Drian gestikuliert.
Legende: Frankreichs Aussenminister Jean-Yves Le Drian betont die Notwendigkeit, die Genfer Konventionen zu stärken. Reuters

Die neue Allianz will sich für nukleare Abrüstung, Menschenrechte und den Kampf gegen den Klimawandel stark machen. Auch die Krisenprävention ist ein wichtiges Thema.

Das erste Projekt der neu gegründeten Allianz betrifft die Schweiz und das IKRK besonders: Die Genfer Konventionen über das Kriegsvölkerrecht sollen gestärkt werden. Das sei dringend nötig, wie Le Drian bekräftigt. Zurzeit würden diese Konventionen nämlich weithin mit Füssen getreten.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

32 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von H. Bruppacher  (*)
    Während der Euro-Krise hat sich Deutschland sehr rücksichtslos und egoistisch verhalten. Die Worte von Herrn Maas sind doch nur heuchlerische Plattitüden!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von D. Crabtree  (D. Crabtree)
    Nationaler Egoismus? Dann soll die UNO die globalen Probleme angehen, anstatt sie den Nationalstaaten abzuwälzen und ihnen vorzuschreiben was sie zu leisten haben. Asylgesuche sollten nur noch via UNO Lager gestellt werden dürfen, alle Asylanten ohne Asylrecht in ein UNO Lager ihrer Heimatregion ausgeschafft werden. Soll die UNO mal da anfangen.Die UNO wälzt die Probleme seit Jahrezehnte herum, vgl. Sonderregelung Palästina, eigene Schulen und Spitäler, und von Europa verlangen sie Integration.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von u. Felber  (Keule)
    Was, wenn die Probleme aber von aussen kommen und es eben eine Nationale Lösung gegen diese braucht? Es ist nur Legitim dass das Inland geschützt wird, heisst aber nicht, das man nicht mit anderen zusammen arbeiten kann. Es ist einfach eine Frage der Prioritätenregelung, und auch diese muss nicht immer gleich aussehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen