Zum Inhalt springen

Header

Audio
«In Belarus kann es nicht weitergehen mit Lukaschenko»
Aus Rendez-vous vom 02.10.2020.
abspielen. Laufzeit 26:55 Minuten.
Inhalt

Unruhen in Belarus Lukaschenko besucht Oppositionelle im Gefängnis in Belarus

  • Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta mit inhaftierten Oppositionellen im Gefängnis getroffen.
  • Ein regierungsnaher Kanal auf dem Kurznachrichtendienst Telegram veröffentlichte ein Foto, auf dem Lukaschenko an einem Tisch mit elf Oppositionellen diskutiert.
  • Lukaschenko habe rund viereinhalb Stunden mit den inhaftierten Oppositionellen gesprochen, meldete der Telegram-Kanal.

Der bekannteste anwesende Oppositionelle war laut Belta Viktor Babariko, der bei der Präsidentenwahl gegen Lukaschenko antreten wollte. Er wurde jedoch vor Beginn des Wahlkampfs im Juli verhaftet und landete im Gefängnis. Ein Sprecher Babarikos sagte, er glaube, das Foto sei echt. Er kenne aber den Grund für das Treffen nicht.

fhjfj
Legende: Viktor Babariko wollte bei der Präsidentenwahl gegen Lukaschenko antreten, wurde jedoch verhaftet. Reuters

Die einzige Frau beim Treffen mit Lukaschenko war Lilia Wlasowa, eine Rechtsanwältin des oppositionellen Koordinationsrates. Sie war Ende August festgenommen worden. Derzeit sind über 13'000 Gegner des Präsidenten inhaftiert, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet.

Belta berichtete weiter, bei dem Treffen sei über die Verfassung gesprochen worden. «Die Verfassung kann nicht auf der Strasse geschrieben werden», zitierte die Agentur den Präsidenten. Lukaschenko hatte nach der Wahl am 9. August den Sieg für sich beansprucht, die Opposition spricht von Wahlbetrug. Seitdem halten die Massenproteste an, die Sicherheitskräfte gehen teils brutal gegen Demonstranten vor.

Lukaschenko spricht in ein Mikrofon, hinter ihm ist eine grosse Projektion von ihm zu sehen.
Legende: Alexander Lukaschenko regiert Belarus seit 26 Jahren mit harter Hand. Reuters

SRF 4 News, 10.10.2020, 20:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Peter Auer  (Ural620)
    Am Sonntagmorgen wurde Anora Langar, eine Mitarbeiterin des UN-Bueros in Belarus festgenommen. Mal sehen, wie die UN - Staaten darauf reagieren werden. Quelle: TUT Belarus
  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    "Derzeit sind über 13'000 Gegner des Präsidenten inhaftiert, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet." Die Diktatoren lernen aus den Fehlern: Demos zulassen, scheibchenweise durch nicht identifizierbar "Männchen" jene, die am lautesten schreien, verhaften und hinter Gitter stecken. Gleiches in Türkei, HK, Ost-Russland, beginnend in Ungarn. Alles legal und - alle schauen zu, auch die UNO. Könnte ein böses Erwachen für Europa geben!
  • Kommentar von Thomas Ludwig  (Tlu)
    Ach, wie nett von Lukaschenko die Opposition im Gefängnis zu besuchen. Er wird dereinst in Den Haag nur Besuch von seiner Familie und seinen Anwälten bekommen...