Zum Inhalt springen

Header

Video
Unruhen in Chile (unkomm.)
Aus News-Clip vom 22.10.2019.
abspielen
Inhalt

Unruhen in Chile Zahl der Todesopfer steigt auf 15

  • In der Hauptstadt Santiago de Chile sind erneut hunderte Demonstranten auf die Strasse gegangen.
  • Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstrierenden vor.
  • Bei den Unruhen starben in den letzten Tagen laut amtlichen Angaben mindestens 15 Menschen.

Präsident Sebastián Piñera kündigte an, er wolle sich am Dienstag mit Vertretern seiner Regierung und der Opposition treffen, um eine Lösung für die Situation zu finden.

In den vergangenen Tagen kam es zu Plünderungen und Brandstiftung. Mehr als 110 Supermärkte und andere Einrichtungen wurden in verschiedenen Städten geplündert und mindestens 14 in Brand gesetzt, wie Innenminister Andrés Chadwick am Montag berichtete. Die Regierung erliess eine Ausgangssperre.

Rund 9400 Soldaten sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Einsatz. Insgesamt gab es bisher nach Angaben der Staatsanwaltschaft 1554 Festnahmen.

Kritik der UNO

Die UNO-Menschenrechtskommissarin Michele Bachelet rief alle Seiten zum Dialog auf und forderte eine Untersuchung der Gewalt auf Seiten der Regierung und der Demonstrierenden.

Die Proteste hatten sich an einer Fahrpreiserhöhung für die U-Bahn in Santiago de Chile entzündet. Die Demonstrationen hielten am Montag in mehreren Städten noch an, obwohl Piñera die Massnahme inzwischen zurückgezogen hat.

Demonstrierende in den Strassen von Santiago de Chile.
Legende: Die Polizei ging mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstrierenden in Santiago de Chile vor. Reuters

Insgesamt elf Menschen seien in der Hauptstadt Santiago de Chile bei Bränden in geplünderten Supermärkten gestorben. Weitere Menschen wurden durch Schüsse in den Orten Coquimbo und La Serena getötet, wie der Staatssekretär des Innenministeriums Rodrigo Ubilla am Dienstag mitteilte. Wer die Schüsse abgefeuert hatte, sagte der Minister nicht.

Ein weiterer Mensch sei in der Stadt Talcahuano von einem Militärfahrzeug überfahren worden. Über das 15. Opfer wurden keine Details mitgeteilt.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Priscilla Perez  (L.Fernandez)
    Das Ganze nimmt immer mehr und mehr Pinochet Züge an. Sehr ähnliche Strategie die sich der chilenische Präsident, von einem Diktator abgeschaut hat.
    Na gut, was erwartet man schon von einem Präsidenten der eine Stellungnahme abgibt und doch tatsächlich sagt: «Wir befinden uns im Krieg gegen einen mächtigen und unversöhnlichen Feind». Was ist das für ein Krieg, bei dem nur eine Partei mit Waffen dasteht?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Priscilla Perez  (L.Fernandez)
    Es geht um mehr als um die Fahrpreiserhöhung der U-Bahn.
    Die Reichen werden reicher und dafür aufkommen muss die Arbeiterklasse. Klar nicht das einzige Land das mit dieser Ungerechtigkeit klarkommen muss.
    Chile aber ist das einzige Land, in dem das Wasser in privaten Händen liegt. Genau dasselbe gilt für die Elektrizität. Sogar die ÖV ist nur halb staatlich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen