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EMA-Chefin: «Der Nutzen ist deutlich höher als die Risiken»
Aus News-Clip vom 07.04.2021.
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Unter Vorbehalt Wie europäische Länder das Astra-Zeneca-Vakzin verimpfen

Wie gefährlich ist der Covid-19-Impfstoff von Astra-Zeneca wirklich? Wegen vereinzelt auftretender schwerer Thrombosen wird das Mittel in einigen Ländern nicht mehr vorbehaltlos empfohlen. Ein Überblick in Europa:

EU: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt weiterhin grünes Licht für Astra-Zeneca. Trotz sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen empfiehlt die EMA weiterhin uneingeschränkt die Anwendung. «Der Nutzen des Wirkstoffes bei der Bekämpfung von Covid-19 ist deutlich höher zu bewerten als die Risiken», sagte EMA-Chefin Emer Cooke. Die Häufigkeit gemeldeter Zwischenfälle mit Blutgerinnseln im Gehirn gaben die EMA-Experten mit ungefähr 1 je 100'000 an.

Viele Länder in Europa folgen der EMA-Empfehlung. Es gibt aber Ausnahmen:

Deutschland: Astra-Zeneca wird in Deutschland nur noch bei Menschen eingesetzt, die älter als 60 Jahre sind. Jüngere können sich «nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung» jedoch weiterhin damit impfen lassen. Unter 60-Jährige, die bereits einmal mit Astra-Zeneca geimpft wurden, sollen nun einen mRNA-Impfstoff für die Zweitimpfung bekommen, schreibt die Ständige Impfkommission.

Italien: Auch Italien hat seine Impfrichtlinien geändert und empfiehlt das Präparat nur noch für Menschen über 60 Jahren. Der Präsident des obersten Gesundheitsinstituts (CTS) und andere Experten des Gesundheitsministeriums betonten jedoch, dass der Impfstoff in Italien weiter als ein sehr gutes Mittel eingestuft werde.

Der Astra-Zeneca-Impfstoff

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Das Astra-Zeneca-Mittel ist der billigste Corona-Impfstoff auf dem Markt – zahlreiche Länder sind für ihre Impfkampagnen auf das Mittel angewiesen. Wissenschaftler verfolgen mehrere Theorien, wie es nach Verabreichung des Mittels zu den Gerinnseln kommen kann. So wird auch einer möglichen Verbindung zur Einnahme der Anti-Baby-Pille nachgegangen. Experten betonen, dass Covid-19 selbst Thrombosen auslösen kann, wie auch viele weit verbreitete Medikamente, darunter die Anti-Baby-Pille. Astra-Zeneca hatte immer wieder erklärt, Studien hätten keine erhöhte Thrombose-Gefahr gezeigt.

Spanien und Portugal: Auch auf der iberischen Halbinsel werden nur noch über 60-Jährige mit dem Astra-Zeneca-Mittel geimpft.

Schweden, Finnland und Island: In diesen Ländern wird das Präparat von Astra-Zeneca sogar nur noch bei Menschen über 65 Jahren eingesetzt. Jüngere bekommen andere Impfstoffe.

Frankreich: Hier erhalten nur noch Menschen im Alter über 55 Jahren den Impfstoff von Astra-Zeneca. Das empfiehlt die Gesundheitsbehörde (HAS) des Landes. Unter 55-Jährige, die bereits eine Impfdose des Astra-Zeneca-Vakzins erhalten haben, sollen die zweite Dosis mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

Castex beim Impfen.
Legende: Der 55-jährige französische Ministerpräsident Castex lässt sich mit Astra-Zeneca impfen. Keystone

Belgien: Auch Belgien hat beschlossen, den Astra-Zeneca-Impfstoff nur noch an Menschen über 55 Jahren zu verimpfen. Die Bevölkerung im Alter von 18 bis 55 Jahren wird mit anderen Impfstoffen versorgt.

Niederlande: Nur noch Menschen über 60 Jahre will die Niederlande mit dem Astra-Zeneca-Vakzin impfen, wie Gesundheitsminister Hugo de Jonge mitteilte.

Grossbritannien: Im Königreich ist die Impfkampagne stark auf das von der Universität Oxford entwickelte Astra-Zeneca-Mittel ausgerichtet. Unter 30-Jährige werden jedoch nicht mehr damit geimpft, wie der Gemeinsame Impfausschuss (JCVI) bekannt gab. Wer aber die erste Impfung von Astra-Zeneca erhalten hat, soll diese auch bei der zweiten bekommen.

Dänemark: Das Land verzichtet seit dem 11. März auf den Astra-Zeneca-Impfstoff. Dänemark will sich noch mehr Zeit nehmen, um einen möglichen Zusammenhang des Impfstoffs mit seltenen Thrombosen zu überprüfen.

Schweiz: Hier ist der Impfstoff von Astra-Zeneca noch nicht zugelassen. Die Eidgenössische Impfkommission hat sich noch nicht offiziell geäussert, weil über eine Zulassung noch nicht befunden wurde. Christoph Berger, der Vorsitzende der Impfkommission, hat aber bereits einen Vorschlag: Nach einer allfälligen Zulassung soll der Astra-Zeneca-Impfstoff den Impfwilligen angeboten werden – sie sollen sich dann aber auch dafür entscheiden können, sich später mit einem anderen Impfstoff impfen zu lassen.

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EMA empfiehlt den Impfstoff von AstraZeneca weiterhin
Aus Tagesschau vom 07.04.2021.
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Tagesschau, 07.04.21, 19.30 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Esther Jordi  (ejejej)
    Nein, ich vergleiche nicht Grippe und Covid-19, es geht nur um das Impfverhalten.
    Gegen die Grippe 2020/2021 wurden um die 1.8 Mio Impfungen verabreicht. Haben diese Personen alle im Detail vorher abgeklärt, welche Nebenwirkungen die Grippeimpfung haben könnte? Das bezweifle ich.
    Weshalb wird um die Impfung gegen Corona so ein Theater gemacht? Wer sich impfen lassen will, aus welchen Gründen auch immer, wird und soll es tun, die anderen dürfen es bleiben lassen.
  • Kommentar von Jörg Kaufmann  (jka)
    Ich würde gerne den Grund wissen warum Astra-Zeneca für Personen ab 60 angebracht sein soll und für solche unter 60 nicht. Dann müsste ja das Risiko einer Thrombose im Alter geringer sein als in jüngeren Jahren?
    Welcher Sachverhalt entscheidet das denn?
    1. Antwort von Paul Wagner  (päule)
      Man hat festgestellt, dass sich unter den von dieser bestimmten Form der Thrombose betroffenen Personen vor allem Jüngere (und soweit ich weiss vor allem Frauen) befinden. Wieso das so ist, da gibt es erste Erklärungsversuche, aber logischerweise noch keine gesicherten Erkenntnisse. Darum nutzt man den AZ-Impfstoff jetzt halt zuerst mal für ältere Menschen.
      Aber auch bei den Jüngeren ist das Risiko nach heutigen Kenntnissen minimal - aber da will man halt noch weiter abklären.
  • Kommentar von Patrick Dörrer  (P.D)
    Solange keinerlei Langzeitstudien über mehrer Jahre vorliegen kann die Frage "Wie gefährlich ist der Covid-19-Impfstoff von Astra-Zeneca wirklich" auf alle neu entwickelten Impf Stoffe angewendet werden. Ich gehe nicht davon aus, dass mögliche (Langzeit) Schäden irgendeine Versicherung übernehmen wird? Ganz nach dem Motto: Die verursachten Schäden stehen in keinem Zusammenhang mit dem Impfstoff. Diese Tatsachen sind baldmöglichst und abschliessend zu klären.
    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Impfstoffe sind in maximal 3 Monaten von unserem Körper abgebaut, darum gab und gibt es keine Studien über mehrere Jahre, da diese nichts anderes hervorbringen können als die Langzeitstudien über 3 Monate, die es für eine Zulassung braucht. Zusätzlich sind die ersten Impfungen schon über ein Jahr her, und es sind keine Langzeitnebenwirkungen aufgetaucht, geschweige denn Schäden.
    2. Antwort von Patrick Dörrer  (P.D)
      @Herr Steiner
      Belegen Sie bitte ihre Aussage: Impfstoffe sind in maximal 3 Monaten von unserem Körper abgebaut.Möglichen Schäden werden sich wenn nicht in kürze, dann in ein paar Jahren oder eben früher zeigen. Die Menschen die geimpft wurden und kurze Zeit darauf starben, werden in der Regel mit "diese stehen im keinem Zusammenhang mit der Impfung" aufgeführt. Was eben zu beweisen ist!