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Unwetterchaos Erdrutsch in Neuseeland: Suche nach verschütteten Campern

  • Nach einem Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui werden mehrere Personen vermisst.
  • Andernorts in Neuseeland wurden bereits erste Todesopfer gemeldet.
  • So viel Regen gab es im Pazifikstaat innerhalb eines Tages noch nie.

Einen Tag nach einem folgenschweren Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui in Neuseeland suchen die Einsatzteams weiter unermüdlich nach möglichen Überlebenden. Mindestens sechs Menschen seien unter den Schlammmassen verschüttet worden, teilte die Polizei mit. Insgesamt könnten aber bis zu neun Personen betroffen sein.

Rettungskräfte und Hubschrauber an Unfallstelle mit umgekippten Fahrzeugen.
Legende: Die Hilfskräfte sind rund um die Uhr im Einsatz. Keystone / TVNZ via AP

Zu drei weiteren Urlaubern – wahrscheinlich ausländischen Touristen – würden noch Informationen gesammelt, erklärte der örtliche Polizeichef. Es sei nicht klar, ob sie den Campingplatz kurz vor dem Unglück verlassen hatten oder ebenfalls verschüttet wurden.

Zeugen berichten von Hilfeschreien

Der Erdrutsch am Donnerstagmorgen hatte Teile des bekannten Campingareals zerstört und Zelte unter Schlamm begraben. Augenzeugen berichteten, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören gewesen seien. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt.

Luftaufnahmen verdeutlichten das Ausmass der Tragödie, der Rekordniederschläge vorausgegangen waren: In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. Warum der Campingplatz trotz der Sturzfluten und des aufgeweichten Bodens nicht vorsichtshalber geräumt wurde, wird derzeit untersucht.

Verzweifelte Angehörige

Unter den Vermissten sind den Angaben zufolge zwei Jugendliche. Ob und wie viele Ausländer betroffen sind, konnten die Behörden zunächst nicht mit Sicherheit sagen. Der neuseeländische Ministerpräsident Christopher Luxon sprach von einer «absoluten Tragödie». Der Schmerz der bangenden Angehörigen sei unvorstellbar.

Noch handele es sich aber um eine Rettungs- und nicht um eine reine Bergungsaktion, sagte Polizeichef Anderson. «Wenn man auf Fälle im Ausland schaut, dann sieht man, dass Menschen auch nach mehreren Tagen noch gerettet wurden.» Die Einsatzkräfte würden nichts unversucht lassen, um Überlebende zu finden.

Zwei Tote in nahegelegener Ortschaft

Auch in anderen Teilen der Region kam es zu schweren Überschwemmungen. In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa konnten nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus getroffen hatte, zwei Vermisste nur noch tot geborgen werden. Bei den Opfern handele sich um eine Grossmutter und ihren Enkel, berichteten neuseeländische Medien.

Nördlich von Auckland wird zudem weiter nach einem Mann gesucht, der mit seinem Auto beim Versuch, den Mahurangi River zu überqueren, von den Fluten mitgerissen wurde.

Unglücksort ist beliebtes Ferienziel

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Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist für seine atemberaubende Natur, herrlichen Strände und einen markant erloschenen Vulkan bekannt – von den Neuseeländern schlicht «The Mount» genannt. Das Gebiet liegt in der weltbekannten Region Bay of Plenty auf der Nordinsel. In Neuseeland sind gerade Sommerferien, viele Menschen sind auf Reisen.

SRF News, 22.1.2026, 9 Uhr ; 

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