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Unwetterchaos Erdrutsch-Serie in Neuseeland: zwei Tote, mehrere Vermisste

  • Nach einem Erdrutsch am Mount Maunganui werden mehrere Personen vermisst.
  • Andernorts in Neuseeland wurden bereits erste Todesopfer gemeldet.
  • So viel Regen gab es im Pazifikstaat innerhalb eines Tages noch nie.

Der Erdrutsch am Mount Maunganui zerstörte Teile eines bekannten Campingareals. Gemäss der Polizei wurden Zelte dem Erdboden gleichgemacht. Augenzeugen berichteten zudem, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören gewesen seien. 

Menschen auf dem Dach versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung «New Zealand Herald» unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann.

Zwei Todesopfer geborgen

Wie viele Menschen unter den Schlammassen vermisst werden, ist unklar. Polizeichef Tim Anderson sagte an einer Pressekonferenz, dass es sich um «eine einstellige Zahl» handle. Ob auch Ausländer darunter sind, wurde nicht bekannt.

Rettungskräfte und Hubschrauber an Unfallstelle mit umgekippten Fahrzeugen.
Legende: Die Hilfskräfte sind derzeit noch rund um die Uhr im Einsatz. Keystone / TVNZ via AP

In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa konnten derweil nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus getroffen hatte, zwei Vermisste nur noch tot geborgen werden. Das Gebäude sei schwer beschädigt worden, teilte die Polizei mit. Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten die Retter demnach extrem vorsichtig vorgehen. Es sei aber «möglich, dass wir noch jemanden lebend finden», betonte Anderson.

Notstand ausgerufen

Unter anderem war eine Hundestaffel im Einsatz. Die Sucharbeiten würden die ganze Nacht hindurch fortgesetzt, sagte der Minister für Notfallmanagement, Mark Mitchell. «Sie werden rund um die Uhr arbeiten, bis sie jedes Stück Erde abgesucht haben», versprach der Bürgermeister der nahegelegenen Stadt Tauranga, Mahé Drysdale.

Auslöser der Unglücke war extremer Starkregen: In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Auch in anderen Teilen der Nordinsel kam es zu schweren Überschwemmungen.

Unglücksort ist beliebtes Ferienziel

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Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist für seine atemberaubende Natur, herrlichen Strände und einen markanten erloschenen Vulkan bekannt – von den Neuseeländern schlicht «The Mount» genannt. Das Gebiet liegt in der weltbekannten Region Bay of Plenty auf der Nordinsel. In Neuseeland sind gerade Sommerferien, viele Menschen sind auf Reisen.

Nördlich von Auckland wird nach einem Mann gesucht, der mit seinem Auto beim Versuch, den Mahurangi River zu überqueren, von den Fluten mitgerissen wurde. Die Einsatzteams waren unter anderem mit Drohnen, Hubschraubern und Rafting-Booten im Einsatz, wie der Sender Radio New Zealand berichtete.

SRF News, 22.1.2026, 9 Uhr ; 

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