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Legende: Video Manafort-Verteidiger Downing nach dem Urteil (engl.) abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.03.2019.
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Urteil gegen Paul Manafort Ex-Wahlkampfchef von Trump muss ins Gefängnis

  • Wegen Steuer- und Bankenbetrugs ist der ehemalige Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, verurteilt worden.
  • Er soll für knapp vier Jahre ins Gefängnis, urteilte ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia.
  • Kommende Woche wird ein weiteres Urteil gegen den 69-Jährigen in Washington erwartet.

Ein Gericht in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia hat den früheren Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, zu knapp vier Jahren Haft verurteilt.

Deutlich unter Antrag der Staatsanwälte

Das Gericht verhängte am Donnerstag eine 47-monatige Gefängnisstrafe gegen den 69-Jährigen wegen Bankenbetrugs. Er hatte zudem, so SRF-Korrespondent Matthias Kündig, Steuern von rund sechs Millionen Dollar hinterzogen.

Mit der Strafe blieb das Gericht aber deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren gefordert hatte.

SRF-Korrespondent: Richter liess Gnade walten

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Für Manaforts Straftaten gilt in den USA ein Richtwert von 19,5 bis 24 Jahren. Doch der zuständige Bezirksrichter liess überraschend Gnade walten und setzte das Strafmass schliesslich weit darunter fest, bei 47 Monaten.

Manafort war in dem Prozess bereits im vergangenen August von Geschworenen unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs schuldig gesprochen worden. Dieser Prozess hatte nicht direkt etwas mit der Russland-Affäre um Trump zu tun.

Zweites Urteil in Washington erwartet

«Aufatmen kann Paul Manafort aber noch nicht», erklärt SRF-Korrespondent Kündig. Denn am nächsten Dienstag fällt ein Gericht in Washington D.C. sein Urteil in einem zweiten Prozess gegen den Ex-Wahlkampfleiter des US-Präsidenten. In diesem zweiten Gerichtsfall, bei dem es um Verschwörung und Behinderung der Justiz geht, hat sich Manafort schuldig bekannt. Kündig: «Ihm drohen damit weitere zehn Jahre Haft.»

Kooperation mit Sonderermittler Mueller

In diesem zweiten Prozess werden Manafort im Zusammenhang mit seiner früheren illegalen Lobbyarbeit für ukrainische Politiker Verschwörung und Behinderung der Justiz vorgeworfen.

Manafort hatte sich im September zur Zusammenarbeit mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller bereit erklärt. Bei Muellers Untersuchungen geht es unter anderem darum, ob es im Wahlkampf 2016 Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Russland gegeben hat und ob Trump die Justiz behindert hat.

Ermittler belogen

Nach Überzeugung des Gerichts in Washington hat Manafort Muellers Team allerdings bei dessen Ermittlungen belogen und damit gegen eine Vereinbarung für Strafminderung verstossen. Auch in diesem Verfahren droht Manafort Haft. Der 69-Jährige sitzt bereits seit Juni in Untersuchungshaft.

Manafort war im März 2016 zu Trumps Wahlkampflager gestossen. Im Juni 2016 machte Trump ihn zu seinem Wahlkampfmanager. Im selben Monat nahm Manafort an einem Treffen mit einer russischen Anwältin im Trump-Tower teil, um das sich viele Fragen ranken.

Legende: Video Aus dem Archiv: Manafort will mit Sonderermittler kooperieren abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.09.2018.
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28 Kommentare

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  • Kommentar von Dölf Meier  (Meier Dölf)
    Demokraten und Republikaner zerstören die USA. Die Chinesen freuen sich. Doch bei der EZB in Frankfurt schlummert eine Zeitbombe, welche die EU in den Abgrund reissen kann. Dann fällt endlich Trump aus den Tagesmeldungen.
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  • Kommentar von Dölf Meier  (Meier Dölf)
    Demokraten und Republikaner zerstören sich. Der Hass nimmt zu. Wer soll dann in absehbarer Zukunft die USA regieren? Trump halte ich zu Gut, dass er bisher noch keinen Krieg begonnen hat, seine Vorgänger leider schon.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Die Reichen können ihren Hals vor lauter Gier ums Geld den Hals nie voll bekommen. Steuerhinterziehungen liegen an der Tagesordnung. Werden sie nicht erwischt, kommen dieses Kriminellen damit klar. Trump, so scheint es (er inbegriffen) ist von Kriminellen umgeben und stiftet sie auch dazu an, tut dann aber so als wisse er von nichts, gilt auch für seine Söhne uns Schwiegersohn). Es beruhigt, dass einige wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs schuldig gesprochen worden. Nur leider nicht alle.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Manafort angeklagt worde wäre, wäre er Wahlkampfmanager bei Clinton gewesen? Oder wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle, die nicht zur Trumps Wahl-Entourage gehören, eine saubere Weste haben, insbesondere alle, welche zur Clinton-Entourage gehören (man erinnere sich an John Podesta!)? Politisch motivierte Lynchjustiz?
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    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      @H.Bernoulli: Bei diesen Delikten ziemlich gleich. Bei Steuerhinterziehung ist der übliche Hauptkläger, das Steueramt IRS ziemlich neutral… sie verfolgen jeden. Das gilt heute wie in der Vergangenheit (es gibt ja den berühmten Fall, dass Al Capone nur wegen eines Steuervergehens geschnappt und verurteilt werden konnte). Politisch motiviert ist im vorliegenden Fall einzig das an Belohnung grenzende milde Urteil); alles andere von wegen "politisch" ist reine Propaganda.
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