- Einflussreiche Republikaner im US-Kongress kritisieren den geplanten Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland als voreilig.
- Sie warnen, die Reduzierung könne die Abschreckung schwächen und ein falsches Signal an Kremlchef Putin senden.
- Die Kongressmitglieder schlagen vor, die Truppen stattdessen nach Osteuropa zu verlegen, um die Abschreckungspräsenz aufrechtzuerhalten.
«Wir sind sehr besorgt über die Entscheidung, eine US-Brigade aus Deutschland abzuziehen», teilten Senator Roger Wicker und der Abgeordnete Mike Rogers in einer gemeinsamen Erklärung mit. Rogers sitzt dem für die Streitkräfte zuständigen Ausschuss im Repräsentantenhaus vor, Wicker dem im Senat.
Deutschland habe auf die Forderungen von Präsident Donald Trump reagiert und seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht. Zudem habe sich Deutschland im Iran-Krieg sehr kooperativ gezeigt, etwa mit Blick auf Überflugrechte, hiess es in der Erklärung weiter.
Falsches Signal an Putin
Die Alliierten gäben bereits mehr Geld aus – bis daraus eine effektive Abschreckung entstehe, sollten die USA aber vor Ort präsent bleiben, so Rogers und Wicker. «Anstatt die Truppen vollständig vom Kontinent abzuziehen, liegt es im Interesse der USA, durch die Verlegung dieser 5000 US-Soldaten nach Osten eine starke Abschreckungspräsenz in Europa aufrechtzuerhalten», schlagen sie vor.
Die beiden Kongressmitglieder sprechen auch davon, dass das Pentagon anders als geplant kein Bataillon für den Einsatz weitreichender Waffen nach Deutschland entsenden werde. Dazu gibt es bislang keine offiziellen Angaben der US-Regierung.
Trumps Vorgänger Joe Biden hatte beim Nato-Gipfel 2024 versprochen, Mittelstreckenwaffen mit konventionellen Sprengköpfen in Deutschland zu stationieren.