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US-Senatswahlen Wahlkrimi in Florida endet – Demokrat Nelson gibt auf

  • Im US-Bundesstaat Florida ist das Rennen um den Senatssitz entschieden.
  • Der Republikaner Rick Scott setzte sich mit einem knappen Vorsprung von rund 10'000 Stimmen gegen Amtsinhaber Bill Nelson von den Demokraten durch.
  • Das Ergebnis kam durch eine dritte Auszählung der Stimmen per Hand zustande.
Legende: Video Senatswahl in Florida: Nachzählung entschieden abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 18.11.2018.

Der Republikaner Scott kam auf 50,05 Prozent der Stimmen. Für den Demokraten stimmten 49,93 Prozent. Mit dem Sieg Scotts wächst die Mehrheit der Konservativen um Präsident Donald Trump im US-Senat um einen Sitz.

Der ehemalige Astronaut Nelson, der für Florida seit 2001 im Senat war, warnte vor einer «aufziehenden Dunkelheit» in der amerikanischen Politik.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Nelsons Niederlage war ein regelrechter Wahlkrimi vorausgegangen. Am Wahlabend des 6. Novembers lieferten sich beide Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Scott, bisher Gouverneur des Bundesstaates an der Südostküste der USA, hatte sich schliesslich kurz vor Mitternacht zum Sieger erklärt, obwohl noch Stimmen ausgezählt wurden und der Abstand zwischen den beiden Kandidaten knapp war.

Weil der Unterschied zwischen Scott und Nelson 0,5 Prozentpunkte unterschritt, ordneten die Behörden letzte Woche eine maschinelle Neuauszählung an. Später mussten einige Stimmen per Hand nachgezählt werden. Die Frist dafür endete am Sonntagmittag.

DeSantis ist neuer Gouverneur von Florida

Der Republikaner Ron DeSantis hat sich in Florida den Posten des Gouverneurs gesichert. Nach einer Neuauszählung der Stimmen räumte sein Rivale, der Demokrat Andrew Gillum, am Samstag seine Niederlage ein. Gillum war angetreten, um der erste afroamerikanische Gouverneur von Florida zu werden. Die erneute Auszählung war nötig geworden, weil nach der ersten der Vorsprung von DeSantis unterhalb einer Mindestschwelle lag.

Die Neuauszählung der Stimmen hatte zu heftigem politischen Streit geführt. Scott und Trump warfen den Demokraten Betrug vor, ohne dafür Belege zu liefern.

Gemeinsam für das Wohl des Landes

Nach Nelsons Niederlage rief Scott am Sonntag zu Einheit auf. Man müsse den Wahlkampf nun hinter sich lassen, erklärte er. «Wir müssen das tun, was Amerikaner immer getan haben: Zusammenkommen für das Wohl unseres Bundesstaates und unseres Landes.»

Trumps Republikaner haben bei den Kongresswahlen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren, ihre Kontrolle im Senat aber verteidigt. In dieser Kammer haben sie nach dem neuen Stand nun 52 der 100 Sitze sicher. Ausserdem gibt es Ende des Monats noch eine Stichwahl in Mississippi.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Da kann der aufmerksame Verfolger von Politik erkennen, wie die Demokraten mit allen Mitteln dem Mr. Trump eines auswischen wollten - die ganzen Schlechtnachrichten und Schlammschlachten, haben sich gegen die Dems ausgewirkt - und so geht es allen Wahrheits -Unterdrückern und -Verdrehern dieser Erde . Die Mühlen der Wahrheit malen langsam aber gründlich. Dies sollten sich auch einige Herren auch bei uns hinter die tauben Ohren schreiben .
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    1. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      Sehr langsam, aber letztlich werden die Trumps dieser Welt untergehen, denn Lügen haben doch die kürzeren Beine.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Dieser Krimi war wirklich interessant und ich glaube, dass es noch in einigen Staaten so gelaufen ist. Zum Beispiel kann es nicht sein, dass Arizona ein Demokraten-Staat ist. Wenn überall so viel aufgepasst worden wäre, sähe das Ergebnis anders aus. Wer den TV Sender FOX news im Internet verfolgt, konnte sehen, dass nach der ersten und zweiten Auszählung noch kistenweise ungezählte Abstimmungszettel gefunden wurden und linke Anwälte haben kurzfristige neue Regeln einführen wollen. Linke Schande!
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    1. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      Ja nur wurde es um die Kisten dann ganz plötzlich still, als klar wurde dass darin v.a. republikanische Wahlzettel lagen.
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  • Kommentar von Christian Baumann (Christian Baumann)
    Wieso muss eigentlich bei Wahlen in Florida immer wieder nachgezählt werden (siehe Wahl Bush junior)? Kann man dort nicht zählen? Brauchen sie versierte Maschinenbauingenieure, die absolut zuverlässiges Equipment bauen können? Diese Stories haben ein "Gschmäckle".
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    1. Antwort von N Zehner (ZeN)
      Vielleicht muss man bei den "Zufällen" suchen: D.Wassermann-Schulz, im 2016 Vorsitzende der Dems zu Zeiten der von Parteizentrale orchestrierten Inthronisierung von H.Clinton zur Präsidentschaftskandidation gegen den eigentlichen Vorwahlsieger B.Sanders, kommt genau aus dem selben Wahlbezirk Broward in FL, der aktuell wie früher schon grösste Probleme beim "Zählen" hatte.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Wer ein bisschen was von Mathe, Maschinenbau etc. versteht, der weiss, dass bei x-Millionen eine Fehlerquote auftritt. Weshalb es in jedem Produktionsbetrieb Qualitätskontrollen gibt. So wird halt bei knappen Resultaten nochmals nachgezählt. In Florida automatisch, so im Gegensatz zur "Swiss Quality", wo eine Beschwerde notwendig ist. Und was sich derzeit in Moutier abspielt, da würde ich doch zuerst vor der eigenen Türe wischen, bevor man andere als dumm darstellt.
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    3. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      In der Tat hat Florida eines der ältesten Wahlsystem der USA, mit veralteten Maschinen und sehr unübersichtlichen Wahlzetteln. Die Wahlsysteme sind in den USA nicht landesweit vereinheitlicht. Dazu kommt, dass die beiden grossen Parteien in Florida etwa gleich stark sind.
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