Zum Inhalt springen

Header

Video
Das sind die nächsten Schritte bis zur Vereidigung am 20. Januar
Aus SRF News vom 27.11.2020.
abspielen
Inhalt

US-Wahlen 2020 Zweite Auszählung: Bundesstaat Wisconsin bestätigt Sieg von Biden

  • Bei der von Donald Trump beantragen und bezahlten teilweisen Neuauszählung der Stimmen im Bundesstaat Wisconsin hat der amtierende US-Präsident keine Stimmen hinzugewonnen.
  • Nach der Neuauszählung in den Bezirken Milwaukee und Dane legte der Demokrat Joe Biden gar um 87 Stimmen zu, wie die örtliche Zeitung «Milwaukee Journal Sentinel» am Sonntag berichtete.
  • In Milwaukee gewann Biden demnach 132 Stimmen, in Dane sicherte sich der Republikaner Trump 45 Stimmen.

Die Wahlbehörde veröffentlichte auf ihrer Webseite eine Übersicht aller Abweichungen in einzelnen Wahllokalen. Biden gewann die Wahl in dem nördlichen Bundesstaat bei rund drei Millionen abgegebenen Stimmen mit gut 20'000 Stimmen Vorsprung.

Trumps Wahlkampfteam zahlte für die teilweise Neuauszählung drei Millionen Dollar in Vorkasse, wie die Wahlkommission erklärt hatte. Die Neuauszählung sollte bis Dienstag abgeschlossen werden. 2016 hatte Trump den Bundesstaat knapp gewonnen.

In Georgia wird noch nachgezählt

Wisconsin hat bei der Präsidentenwahl die Stimmen von zehn Wahlleuten zu vergeben. Nach den bisherigen Ergebnissen führt Biden landesweit mit 306 zu 232 Wahlleute-Stimmen. Für den Sieg braucht er mindestens 270 Stimmen. Das Wahlkollegium, das letztlich über den Präsidenten bestimmt, wird am 14. Dezember abstimmen.

Im südlichen Bundesstaat Georgia läuft derzeit noch eine zweite Neuauszählung der Stimmen. Falls sich dabei erwartungsgemäss die Ergebnisse der ersten Neuauszählung bestätigen sollten, gingen die 16 Wahlleute des Bundesstaats ebenfalls wie prognostiziert an Biden.

Trump wiederholt in TV-Interview Betrugs-Vorwürfe

Textbox aufklappenTextbox zuklappen

In seinem ersten Fernsehinterview seit der US-Wahl hat der amtierende Präsident Donald Trump seine unbewiesenen Behauptungen zu angeblichem Wahlbetrug wiederholt. Die Abstimmung vom 3. November sei «ein kompletter Betrug» gewesen, sagte Trump am Sonntag in einem fast einstündigen Telefoninterview mit dem Nachrichtensender Fox News.

Auf die Frage der konservativen Fox News Moderatorin Maria Bartiromo, ob es für ihn trotz der Niederlagen vor Gericht noch einen Weg zum Sieg gebe, sagte Trump: «Ich hoffe es.» Er hätte in den entscheidenden Bundesstaaten «Tausende, Zehntausende» Stimmen mehr bekommen als Biden, behauptete er.

Trump klagte zudem, dass es sehr schwer sei, seine Vorwürfe bis vor den Obersten Gerichtshof in Washington, den Supreme Court, zu bringen. Dort hofft Trump auf ein Heimspiel, weil sechs der neun Richter als konservativ gelten, drei davon wurden von ihm nominiert.

SRF 4 News, 28.11.2020, 07:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Das Problem ist wohl kaum das Zählen, das können die Maschinen schon, ausser man programmiert die via Netzwerk kurzzeitig um (wieso wurden Dominion Maschinen bei dieser Wahl zum ersten Mal zentral vernetzt, wie damals in Venezuela..). Gefälschte und illegale Stimmen zählen diese Maschinen auch beim 100sten Mal richtig zusammen, da wäre anzusetzen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Peter Dutler  (PeDu)
      Nehmen Sie zur Kenntnis und akzeptieren Sie das Trump abgewählt wurde. Keine noch so abstruse Verschwörungstheorie wird daran etwas ändern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Arthur Häberli  (Arthur Häberli)
    Man verzeihe mir diese Verschwörungstheorie: Könnte es sein, dass DT richtig hereingelegt wurde. Den Sieg genau, mit dem was er nun anprangert, 'gekauft' zu haben. Also 'Fraud'..und jemand ist ihm zuvorgekommen? Er kennt sich ja offensichtlich bestens aus und weiss wie das geht mit dem 'Fraud'. Viel bezahlt und noch viel mehr versprochen, und nicht geliefert gekriegt (ui). Da wäre ich auch mächtig wütend. L. Bardill erzählt ja aktuell vom Dieb der dem andren Dieb die Taschenlampe geklaut hat.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Thomas Tanneler  (ipool)
    Wunderbar, dass Trump seine autokratischen versuche scheitern. Es hat offensichtlich nicht gereicht die freien seriösen Medien mit falschen Fakten auf seine Linie zu zwingen und politisch motivierte Richter zu benennen. Auch seine versuche, das Wahlresultat über seine Richter zu verändern, ist autokratisch
    Was aber wirklich besorgniseregend ist, dass seine Anhänger ihm jede Lüge abnehmen und zu allem bereit sind. Eine sehr gefährliche Situation, mit hohem Eskalationsrisiko.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen