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US-Wahlen Hillary Clinton hält ihre wohl schwerste Rede

Mit gut einer Stunde Verspätung trat die unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton vor ihre Anhänger – es war wohl der schwerste Gang in ihrer Karriere. «Dies schmerzt und das wird es für lange Zeit», sagte Clinton.

Legende: Video Clinton: «Wir konnten die Glasdecke nicht zertrümmern» abspielen. Laufzeit 11:56 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.11.2016.

Hillary Clinton hat Donald Trump ihre Zusammenarbeit zum Wohle der USA angeboten. Natürlich sei das Wahlergebnis nicht das erwünschte, sagte die unterlegene Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten.

«Dies schmerzt und das wird es für lange Zeit», sagte Clinton. Doch es gehe nicht um sie, sondern um das Land. Amerika sei tiefer gespalten, als sie angenommen habe.

«Donald Trump wird unser nächster Präsident sein», sagte sie. Das müsse akzeptiert werden. Eine friedliche Übergabe der Macht werde nicht nur akzeptiert, sondern sogar zelebriert.

Allen Mädchen sage ich: Zweifelt nie daran, dass ihr wertvoll und stark seid und jede Chance verdient, um Eure Träume zu erreichen.
Autor: Hillary ClintonUnterlegene US-Präsidentschaftskandidatin

Angesichts einer tief geteilten Gesellschaft sei es nun geboten, zusammenzustehen, sagte Clinton. Man müsse gemeinsam klar machen, dass der amerikanische Traum gross genug für jedermann sei. «Unsere Verantwortung als Bürger liegt darin, an einem besseren Amerika mitzuarbeiten», sagte Clinton.
«Hört nie auf, daran zu glauben, dass der Kampf für das, was richtig ist, den Aufwand wert ist», rief Clinton ihrem Wahlkampfteam zu. «Lasst den Mut nicht sinken, es gibt noch so viel zu tun», sagte sie in ihrer sehr emotionalen Rede. Sie wurde von ihren Anhängern mit tosendem Beifall verabschiedet.

Wir lecken unsere Wunden und gehen zurück in die Arena. Und beim nächsten Mal versuchen wir, es besser zu machen.
Autor: Barack ObamaUS-Präsident
Legende: Video Obama: «Die Präsidentschaft ist grösser als wir» abspielen. Laufzeit 09:08 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.11.2016.

Auch der scheidende Präsident Barack Obama schlug versöhnliche Töne an. Er sicherte seinem Nachfolger Donald Trump eine erfolgreiche Übergabe der Amtsgeschäfte zu. Er habe sein Team angewiesen, so hart wie möglich daran zu arbeiten, dass dies möglich sein werde. Auch er selbst wolle alles dafür tun, dass der nächste Präsident Erfolg habe.

Eine gelungene Übergabe sei ein Gütezeichen der Demokratie, mahnte Obama. Die Demokraten sollten ihre Enttäuschung nach Trumps Wahlsieg beiseite schieben, rief er seine Parteifreunde auf. «Wir alle setzen uns nun für seinen Erfolg bei der Einigung und Führung des Landes ein.»

Die USA stehe nach Obamas Worten zum Ende seiner Amtszeit besser da also vor ihrem Beginn. Sein Team hinterlasse «ein stärkeres Land» als es acht Jahre zuvor gewesen sei, sagte er. Die jungen Leute rief er auf, Mut zu bewahren und nicht zynisch zu werden.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    Ach noch was, Fr.H.Clinton bleibt jetzt die Gartenarbeit im weissen Haus erspart, das konnte Fr. Obama gewiss mit mehr Herzblut verrichten. Ob Hr.D.Trump sich da ins Zeug legen wird, bezweife ich zwar auch, aber das sei auch nur so am Rande bemerkt
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    1. Antwort von marc rist (mcrist)
      Die Gartenarbeit wäre dann ja ohnehin die Aufgabe ihres Gatten gewesen...
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Darf man hier bitte die Aussage von H.Clinton:Allen Mädchen sage ich..., mit ihren realen Taten vergleichen. Spiegel Online: Wirbel um die "Hillary-Tonbänder"- Jetzt erinnern sie an einen Vergewaltigungsfall von 1975. Damals vertrat Clinton den Angeklagten - und machte sich über das zwölfjährige Opfer lustig.Sie diskreditierte das Opfer als "emotional labile" Lügnerin. Alle Indizien sprachen für seine Schuld. Trotzdem gelang es ihr, seine Haftstrafe auf zehn Monate herunterzuhandeln.
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Dies ist die Aufgabe eines Anwaltes und direkt mit dem Recht auf eine Verteidigung verbunden. Gerade als Pflichtverteidiger steht man oft vor einem moralischen Dilemma aber man muss das Bestmögliche für den Klienten heraus holen. Verneint man dies, unterhöhlt man damit den Rechtsstaat und nur noch Menschen, welche die Gesellschaft als würdig betrachtet, würden angemessen verteidigt. Das Mädchen selbst wurde ja durch die Anklage vertreten.
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    2. Antwort von John Doe (johndoe)
      Dann hat sie einen guten Job gemacht. Der Richter hat offenbar ihre Ansicht geteilt sonst hätte er nicht dieses Urteil gefällt.
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    3. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Es geht nicht darum ob sie die Pflicht, welche sie eingehen wollte, gut erfüllt hat, sondern wie sie das Opfer in einem Interview, Jahre später, verhöhnt, obwohl sie von der Schuld ihres Klienten überzeugt war. Jeder der die Hillary-Tonbänder gehört hat, kann die Frau richtig einschätzen (die Tonaufnahmen findet man auf YouTube). Es gibt keine Entschuldigung und sagt alles über den Charakter von ihr aus.
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    4. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Wenn man anfangen würde den Charakter der Menschen nur aus einem Kommentar in diesem Forum zu bestimmen, dazu noch einem eher unglücklichen, könnte man eine sehr schlechte Meinung über die Leute kriegen. Ich habe die Aufnahme auch gehört aber ziehe andere Schlüsse als Sie.
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    The winner takes it all.....(Song von ABBA)
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