- Mitarbeitende des US-Ministeriums für innere Sicherheit sollen wieder bezahlt werden.
- Das hat US-Präsident Trump per Eildekret angeordnet.
- Betroffen sind unter anderem Angestellte des Katastrophenschutzes und der Küstenwache.
US-Präsident Donald Trump hat eine Anordnung unterzeichnet, um die Beschäftigten des Ministeriums für innere Sicherheit trotz des andauernden Streits um dessen Finanzierung zu bezahlen. Er weise den Minister für innere Sicherheit an, Mittel, «die in einem angemessenen und logischen Zusammenhang mit den Aufgaben» seines Ministeriums stünden, in Abstimmung mit dem Chef des US-Haushaltsamts dafür zu nutzen, hiess es darin. Die Mitarbeiter sollten demnach die Vergütung und Leistungen bekommen, die sie ohne den Shutdown des Ministeriums erhalten hätten.
Stillstand seit 50 Tagen
Der teilweise Stillstand der Regierungsgeschäfte in dem Ministerium dauert an diesem Samstag nun schon 50 Tage an. Trump argumentierte in seiner Anordnung, dass die aktuellen Umstände einen Notstand darstellten, der die Sicherheit der USA gefährdeten. Mehr als 35'000 Beschäftigte, darunter einige Mitarbeiter der Küstenwache und der Katastrophenschutzbehörde Fema, hätten seit beinahe zwei Monaten kein Gehalt mehr bekommen.
Trump wies die Schuld dafür einmal mehr den Demokraten im US-Kongress zu. Demokraten und Republikaner konnten sich bislang nicht auf einen Haushalt für das Ministerium für innere Sicherheit einigen. Im Zentrum des Streits stehen die umstrittenen Abschiebe-Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, die dem Ministerium untersteht.
Haushaltsfragen und damit die Finanzierung von Behörden sind laut Verfassung Sache des Kongresses. Trumps Vorstoss, die Bezahlung durch einen Rückgriff auf bereits bewilligte Mittel selbst in die Hand zu nehmen, könnte auch rechtliche Fragen nach sich ziehen, falls die Gelder etwa für einen anderen Zweck eingesetzt würden, als vom Parlament vorgesehen.
Der Präsident hatte den Schritt jüngst auf seiner Plattform Truth Social angekündigt. Eine ähnliche Ankündigung hatte Trump vergangene Woche bereits für das Sicherheitspersonal an Flughäfen gemacht, das auch dem Ministerium untersteht. Lange Schlangen an Flughäfen waren für viele US-Amerikaner in der Ferienzeit zur Geduldsprobe geworden.