- Für alle Länder, die mit dem Iran Geschäfte machen, sollen neu US-Zölle von 25 Prozent anfallen.
- Das kündigte US-Präsident Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform an.
- Hintergrund ist das gewaltsame Vorgehen Teherans gegen Demonstrationen, bei denen landesweit Hunderte Menschen ums Leben gekommen sind.
Die Zölle sollen ab sofort gelten, wie Trump auf Truth Social schreibt.
Zu den Ländern, die Geschäfte mit dem iranischen Regime machen, gehören etwa China, Russland, Brasilien und die Türkei.
Eine Stellungnahme des Irans liegt bisher nicht vor.
Deutscher Aussenminister fordert härtere Iran-Sanktionen
Auch Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul fordert nach einem Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio schärfere Massnahmen gegen die Führung in Teheran. So sehe man im Iran ein «Unrechtsregime» ohne Legitimität beim Volk, das gegen die eigene Bevölkerung Mittel einsetze, «die alle Regeln der Menschlichkeit verletzen», sagte Wadephul. Er kündigte an, die Bundesregierung werde versuchen, Sanktionen auf die iranische Führung auszuweiten.
Die internationale Gemeinschaft müsse deutlich machen, dass sie solidarisch an der Seite des iranischen Volkes stehe, sagte Wadephul weiter. Mit Rubio habe es dazu ein gemeinsames Verständnis gegeben. Deutschland und die USA wollten demnach darauf hinarbeiten, dass die G7-Staaten eine gemeinsame Erklärung abgeben.
Auf eine Frage nach einem möglichen militärischen Eingreifen der USA verwies Wadephul auf die Zuständigkeit der amerikanischen Regierung und des US-Präsidenten Donald Trump für entsprechende Entscheidungen. Ob und wann konkrete Massnahmen ergriffen würden, sei Aufgabe der US-Regierung.