- Der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton, gewinnt die Nominierung der Republikaner für den US-Senat.
- Paxton behauptete sich mit deutlichem Vorsprung gegen den langjährigen Amtsinhaber John Cornyn, wie der Sender CNN und andere Medien berichteten.
- Nach Auszählung von knapp 70 Prozent der Stimmzettel konnte sich Paxton in der Stichwahl rund 63 Prozent der Stimmen sichern, Cornyn lag bei rund 36 Prozent.
- Paxton wurde vom US-Präsidenten Donald Trump im Wahlkampf unterstützt.
Im konservativen Texas ist die Entscheidung für Paxton bemerkenswert: Als Generalstaatsanwalt des Bundesstaats musste er sich unter anderem einem Amtsenthebungsverfahren wegen Vorwürfen von Korruption und Amtsmissbrauch stellen.
Nach 38 Jahren Ehe verliess ihn zudem im vergangenen Jahr seine Frau und warf ihm öffentlich Untreue vor. Die Demokraten machen sich deshalb mit Blick auf die Wahl im November Hoffnungen, mit ihrem Kandidaten James Talarico erstmals seit 1993 wieder einen Senator aus Texas nach Washington zu schicken.
Corny führte nach dem ersten Wahlgang
Im ersten Wahldurchgang im März hatte Cornyn noch knapp vorn gelegen. Weil sich aber keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit sichern konnte, wurde eine Stichwahl angesetzt.
Trump hatte seine Unterstützung für Paxton erst vor rund einer Woche ausgesprochen. Die Wahl galt deshalb auch als Test für die Frage, wie viel Gewicht Trumps Wahlempfehlung in der Partei hat.
Der 74-jährige Cornyn lag bei der Vorwahl am 3. März vor Paxton, erhielt jedoch keine Stimmenmehrheit, was die Stichwahl diese Woche erforderlich machte.
Die teuerste Vorwahl in der Geschichte
Cornyns Wahlkampfteam und verbündete Gruppen gaben rund 109 Millionen Dollar für Werbung im Vorfeld der Vorwahl und der Stichwahl aus. Er wurde von den republikanischen Führern im Senat unterstützt, die erklärten, er sei der stärkere Kandidat für die Hauptwahl.
Ken Paxton bedankt sich nach dem Sieg in der Stichwahl
Das Bündnis der Cornyn-nahen Gruppen hat seine Offensive fortgesetzt und seit dem 3. März laut dem Werbeanalyseunternehmen «AdImpact» 16.5 Millionen Dollar ausgegeben, während Paxtons Wahlkampfteam und zwei verbündete Super-PACs lediglich 5.9 Millionen Dollar aufbrachten.
Paxton wird am 3. November gegen den Abgeordneten James Talarico antreten. Dabei konkurrieren die beiden um einen der 33 zur Wahl stehenden Sitze im US-Senat. Derzeit halten die Republikaner in der Parlamentskammer eine knappe Mehrheit.