- Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hat ein Gesetz zur Neuaufteilung der Wahlkreise im US-Bundesstaat unterzeichnet.
- Die Republikaner erhoffen sich damit zusätzliche Sitzgewinne bei den Wahlen für das Repräsentantenhaus im nächsten Jahr.
- Derweil ist eine Volksabstimmung in Kalifornien hängig, die selbiges zugunsten der Demokraten beabsichtigt.
Texas sei jetzt «tiefrot», sagte Abbott bei der Unterzeichnung in einer Videobotschaft – in Anspielung auf die Farbe seiner Partei.
Beim gezielten Zuschneiden von Wahlkreisen – dem «Gerrymandering» – werden Grenzen so gelegt, dass eine Partei möglichst viele eigene Stimmen konzentriert und die der Gegenseite zersplittert. Eigentlich werden die Wahlkreise auf Basis der Volkszählung definiert. Dies wollen die Republikaner mit dem nun unterzeichneten Gesetz umgehen.
Die Demokraten ihrerseits wollen darauf mit einer Wahlkreisreform im Bundesstaat Kalifornien reagieren – eine entsprechende Volksabstimmung ist hängig.
Texas gehört zu den bevölkerungsreichsten US-Bundesstaaten und stellt derzeit 38 Abgeordnete im Repräsentantenhaus – einzig Kalifornien hat mehr. Bereits kleinere Verschiebungen könnten das Kräfteverhältnis im Kongress ändern. Die Republikaner in Texas hoffen mit dem Vorstoss auf bis zu fünf zusätzliche Sitze.