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Legende: Video Brüssel will die Flut von Plastik in den Weltmeeren reduzieren abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.12.2018.
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Verbot von Plastik Röhrli, Teller, Wattenstäbli – die EU schafft Einwegprodukte ab

  • Das Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik soll den Abfall in der Umwelt, vor allem in den Meeren, verringern.
  • Unterhändler des EU-Parlaments und der EU-Staaten haben sich auf das Verbot geeinigt.
  • Die Länder müssen es noch offiziell genehmigen. Die neuen Bestimmungen sollen in zwei Jahren gelten.
Legende: Video Aus dem Archiv: EU-Parlament für Plastik-Verbot abspielen. Laufzeit 02:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.10.2018.

Die Konsumenten werden das Verbot spüren. Aus den Läden verschwinden Plastikteller, Trinkhalme oder auch Wattestäbchen, also Einwegprodukte aus Plastik. Verboten sind allerdings nur Dinge, für die es besseren Ersatz gibt.

Die EU will mit dem Verbot von Wegwerf-Produkten aus Plastik die Umwelt sauberer machen. Bis 2030 könne man Schäden von 22 Milliarden Euro vermeiden, rechnet die EU vor. Dabei stehe der Schutz der Meere im Vordergrund. Die EU geht davon aus, dass 80 Prozent des Mülls in den Meeren Plastik sei. Die EU begründet das Verbot auch mit dem Klimawandel. Die Massnahme soll den Ausstoss von Kohlendioxid um 3.4 Millionen Tonnen reduzieren.

EU nimmt Hersteller in die Pflicht

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Die EU verfolgt einerseits die Strategie, Produkte zu verbieten, die ökologisch problematisch sind und für die es Alternativen gibt. Sie will andererseits aber auch die Hersteller bestimmter Produkte an den Kosten für die Entsorgung und das Aufräumen beteiligen. Sie denkt z.B. an die Tabakindustrie. Es könnte sein, dass diese in Zukunft das Einsammeln von Zigarettenstummeln bezahlen muss. Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze sagte den Medien: «Wer Wegwerfartikel wie Zigaretten herstellt, wird künftig mehr Verantwortung für den Müll übernehmen müssen.»

Im Grundsatz ist das Verbot von Wegwerf-Produkten aus Plastik in der EU beschlossen. Allerdings hat die Einigung bis jetzt nur auf Stufe der Unterhändler zwischen dem EU-Parlament und den EU-Staaten stattgefunden. Formell müssen sowohl das Parlament wie auch die Länder das Verbot noch offiziell genehmigen. Bis es in Kraft gilt, vergehen noch rund zwei Jahre.

Die EU-Kommission hatte im Mai das Plastikverbot vorgeschlagen. Das EU-Parlament und die Länder hatten die Pläne der Kommission im Verfahren zur Gesetzgebung noch leicht verändert. Deshalb waren noch weitere Verhandlungen nötig.

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50 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Dieser Entscheid zeigt deutlich wie hier die Bevölkerung überlistet wird. Diese Dinge sind die kleinsten +sicher nicht ausschlaggebenden Verschmutzer. Plastik Autoteile, Möbel, Fenster, Haushaltgegenstände usw. werden weiterhin hergestellt +landen am Ende in den Meeren. Eine reine Augenwischerei, +viele lassen sich damit gerne beruhigen. Man fühlt sich besser +glaubt an die Regierung. Die meisten machen es sich zu einfach +man freut sich weiter am Wirtschafts- +Bevölkerungswachstum. Wahnsinn!
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Wattenstäbchen: Sollte man die etwa mehrmals verwenden? Wie unappetitlich.
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    1. Antwort von Laura Brunner (bougiebear)
      Es gibt Produkte bei denen das Stäbchen aus Papier/Karton oder aus Bambus ist. Sie dürfen diese unbedenklich nur einmal benutzen.
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Ausser meiner Tageszeitung ist alles Lesbare in eine idiotische PE-Folie eingeschweisst.
    Hört diese Idiotie dann auf?Auch über die Sekudärverpackung,in einer Kartonschachtel und die Palette mit Folie umwickelt,sollte nachgedacht werden.Wie bei einer Zwiebel
    kommen da locker 6-8 Schichten Verpackung zusammen.
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