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Legende: Video Schweden nimmt Ermittlungen gegen Assange wieder auf abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.05.2019.
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Verdacht auf Vergewaltigung Schweden nimmt Ermittlungen gegen Assange wieder auf

  • Die schwedische Staatsanwaltschaft nimmt ihre Voruntersuchung zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder auf.
  • Damit könnte Schweden ein Auslieferungsgesuch an Grossbritannien stellen.
  • Die britische Polizei hatte den Wikileaks-Gründer Mitte April in der ecuadorianischen Botschaft festgenommen.

«Es gibt immer noch Grund zur Annahme, dass sich Assange der Vergewaltigung schuldig gemacht hat», sagte die stellvertretende Direktorin der Staatsanwaltschaft, Eva-Marie Persson, in Stockholm. Nach Assanges Festnahme in London sei es nun möglich, per europäischem Haftbefehl seine Auslieferung nach Schweden zu beantragen.

Assange war Anfang Mai nach seiner Festnahme in der ecuadorianischen Botschaft in London zu 50 Wochen Haft in Grossbritannien verurteilt worden. 2010 war er in Schweden von zwei Frauen wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs angezeigt worden. Assange hat die Vorwürfe stets bestritten.

Wikileaks-Sprecher Kristinn Hrafnsson erklärte, die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Assange werde es ihm ermöglichen, seine Unschuld zu beweisen. Die Anwältin eines der mutmasslichen Vergewaltigungsopfer zeigte sich erfreut über den Entscheid. Sie erwarte, dass dies zu einer Anklage führe.

Die USA verlangen Auslieferung

2017 wurden die Voruntersuchungen in Schweden eingestellt, weil die Staatsanwaltschaft keine Möglichkeit sah, die Ermittlungen voranzubringen. Die Schuldfrage sei damit aber nicht geklärt, sagte die Anklägerin damals.

Die USA wollen, dass Assange an sie ausgeliefert wird. Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Keller (Note)
    Mal war es rechtlich relevant, mal war er das nicht - wie es einem politische gerade so passt. Die Regierungen sollten mit dem Recht nicht dermassen Schindluder treiben, dies untergräbt die Glaubwürdigkeit unserer Institutionen nur noch weiter. Dies ist ein Hexenjagdprojekt der USA, das schafft sie sicher auch irgendwie alleine ohne europäische Unterstützung.
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  • Kommentar von Hans Klein (HansKlein)
    In den TV-Nachrichten sagte der Korrespondent, Assange könnte jetzt mit den schwedischen Behörden zusammen arbeiten. Das hat er aber vor seiner – offiziell erlaubten – Abreise aus Schweden damals schon und auch in der Botschaft. Die Schweden haben sich zuerst geweigert, ihn dort zu verhören. Dann haben sie ihn dort doch vernommen. Und DANN wurde das Verfahren in Schweden mangels Anhaltspunkten eingestellt! Und JETZT wird es wieder gestartet? Gibt es etwa neue Beweise? Das ist lächerlich!
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  • Kommentar von Wolfgang Nivard Wolfsgruber (Nivi)
    Julian Assange (J.A.)und Chelsea Manning haben uns über die US Kriegsverbrechen und schwersten Menschenrechtsverletzungen aufgeklärt, was ja nach Verfassungsrecht die oberste Plicht der Medien wäre. Beide wurden verfolgt und mit harten Strafen belegt, anstatt ihnen den Friedens Nobelpreis zu stiften. J.A. droht jetzt sogar die Todesstrafe in den USA, falls man den Spionageakt von 1917 in Anwendung bringen würde. Hohe US Politiker haben sogar öffentlich gefordert, J.A. einfach abzuschiessen.
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