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Das Wahlkampf-Finale in Deutschland
Aus Tagesschau vom 25.09.2021.
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Vor dem Tag der Entscheidung Merkel wirbt für Laschet – Scholz wirbt um Unentschlossene

  • Eigentlich war der Wahlkampf am Freitag zu Ende, doch einen Tag vor der Bundestagswahl haben die Parteien noch um Wähler geworben.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet traten gemeinsam in Laschets Heimatstadt Aachen auf.
  • SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sprach an seinem Wohnort und Wahlkreis Potsdam.
  • Annalena Baerbock mischte sich unter Passanten.

Im Schlussspurt zur Bundestagswahl hat die scheidende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch einmal mit Nachdruck für Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und Stimmen für CDU und CSU als ihren Nachfolger geworben. «Es geht morgen darum, dass Deutschland stabil bleibt», sagte Merkel beim letzten Wahlkampfauftritt zusammen mit Laschet in dessen Heimatstadt Aachen. «Und es ist nicht egal, wer Deutschland regiert.»

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Merkel: «Es geht darum, dass Deutschland stabil bleibt»
Aus News-Clip vom 25.09.2021.
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Deshalb sage sie: «Beide Stimmen für die CDU.» Vor dem Hintergrund der schlechten Umfragewerte der Union rief Merkel dazu auf: «Und die zweite (Stimme) für Armin Laschet, damit Armin Laschet Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden kann.»

Offener Wahlausgang

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An diesem Sonntag entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Zusammensetzung des nächsten Bundestags – und damit indirekt auch über die nächste Bundesregierung. Zur Wahl aufgerufen sind rund 60.4 Millionen Bürger. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele wie nie zuvor ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben.

Die Union und ihr Kanzlerkandidat Laschet stehen unter immensem Druck. In den Meinungsumfragen zur Bundestagswahl lag Laschets Union zuletzt leicht hinter der SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Die SPD kam dort auf 25 bis 26 Prozent, die Union auf 22 bis 25. Auf Platz drei lagen die Grünen mit 16 bis 17 Prozent. Es folgen FDP (10.5 bis 12 Prozent), AfD (10) und Linke (5 bis 6). Meinungsumfragen sind allerdings nur Momentaufnahmen der politischen Stimmungslage und sagen nichts über das Wahlergebnis aus. Dies gilt bei dieser Wahl wegen der hohen Zahl noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler umso mehr.

Unions-Kandidat Laschet warnte erneut vor einer Beteiligung der Linken an einer Regierung im Bund. «Wir brauchen eine stabile Regierung», rief der CDU-Bundesvorsitzende. Die Linke wolle raus aus der Nato und «eine andere Republik». Er prophezeie, «wenn es morgen eine Mehrheit gäbe für Rot-Rot-Grün, werden sie es machen». Zugleich bekräftigte Laschet, dass die Union nicht mit der AfD reden oder kooperieren werde. «Die müssen verschwinden aus den Parlamenten überall in Deutschland, weil sie Ressentiments schüren, weil sie Menschen gegeneinander aufbringen.»

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Laschet: «Ich will nicht, dass die Linken in der nächsten Regierung sitzen»
Aus News-Clip vom 25.09.2021.
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Etwa 700 Besucher der Kundgebung feierten den Aachener Politiker bei strahlendem Sonnenschein immer wieder mit «Armin, Armin»-Rufen und riefen «Armin Laschet wird Kanzler». Es mischten sich aber auch Zwischenrufe von Gegnern darunter.

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«Erst- und Zweitstimme? So geht wählen in Deutschland»
Aus SRF News vom 02.09.2021.
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In seinem Wahlkreis in Potsdam versuchte der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit seinen Kernthemen in letzter Minute noch unentschlossene Wählerinnen und Wähler zu erreichen. Dabei ging es ihm vor allem auch um sein erklärtes Ziel, den Mindestlohn auf zwölf Euro zu erhöhen.

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Scholz: «Der Mindestlohn muss angehoben werden»
Aus News-Clip vom 25.09.2021.
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Was eine künftige Regierung betraf, so bekräftigte Scholz seinen Wunsch nach einer Koalition mit den Grünen: «Das ist meine Lieblingskoalition». 

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will sich da laut «Spiegel.de» noch nicht festlegen. Auch sie betrieb bis in letzter Minute Wahlkampf – ebenfalls in Potsdam, wo sie in einer Einkaufsstrasse das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern suchte.

Der Ausgang der Wahlen gilt als völlig offen. Die ersten Prognosen, wer die meisten deutschen Wählerinnen und Wähler von sich und seiner Partei gewinnen konnte, werden für Sonntag um 18 Uhr erwartet.

Tagesschau, 25.09.2021, 18 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Brigitte Sponchia  (Brigitte Sponchia)
    Die Demographie Deutschlands sorgt an sich für Ungerechtigkeit. Während 14% der Wahlberechtigten unter 30 sind , deren klimatische und existentielle Zukunft aber am Meisten von dieser Wahl betroffen sein wird, gegengesetzt zu den restlichen 86% der über 30 jährigen. Das ist die wahre Entscheidung, wie solidarisch zeigen sich die Deutschen gegenüber den kommenden Generationen?
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      ich bin zwar immer für abwarten, nur bin ich jetzt der Meinung, die
      CDU wird mit knapper Mehrheit aus der Wahl hervorgehen. Der Mut zu
      einer totalen Änderung wird nicht vorhanden sein. Vor allem nicht im
      süddeutschen Raum.
    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Die grösste Wählergruppe sind die Rentner mit 33 % und die wählen meistens die Parteien, die sie schon immer gewählt haben. Und die über 70 jährigen Frauen sind die treuesten CDU-Wähler.
  • Kommentar von werner freyler  (Werner Stadler)
    Ohne Merkel wird Europa auseinander brechen!
    1. Antwort von Mark R. Koller  (Mareko)
      An W. Freyler: Jedenfalls hatte A. Merkel in unzähligen Nachsitzungen der EU immer bis in die Morgenstunden durchgehalten und hatte anschliessend den gefundenen Kompromiss vor den versammelten TV-Kameras vorgestellt. Sie hielt die EU-Mitgliedsstaaten stets zusammen, auch damals bei der Griechenland-Krise hatte sie die Euro-Währungsunion immer zusammengehalten. Ob das gut oder schlecht war, sei dahingestellt. Ihr Wort: "Fällt der Euro, so fällt die Europäische Union", wird wohl bleiben.
    2. Antwort von Brigitte Sponchia  (Brigitte Sponchia)
      Oh weh.. wie lange wurde schon das Ende der EU vorausgesagt? Fast 30 Jahre? Und immer noch nichts passiert, im Gegenteil. Merkel hin oder her, das spielt keine grosse Rolle. Auch als sie neu ins Amt kam, haben die Skeptiker die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.. oh weh oh weh- wie soll das nur gut kommen? Ein bisschen mehr Zuversicht und Mut zur Veränderung wären angebracht
    3. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Blödsinn! Die EU ist ein Staatenbund.