Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Vor Frühlingsferien Per Dekret: Trump will Flughafenmitarbeitern Lohn zahlen

Der US-Präsident hat auf seiner Plattform Truth Social eine entsprechende Anordnung angekündigt.

Angesichts stundenlanger Wartezeiten an US-Flughäfen infolge fehlender Sicherheitsmitarbeiter greift US-Präsident Donald Trump zu einer ungewöhnlichen Massnahme: Er will nun die Bezahlung der Beamten erzwingen – und das, obwohl der Haushaltsstreit nicht beigelegt ist. Die sogenannten TSA-Mitarbeiter warten seit Wochen auf ihr Gehalt, viele von ihnen haben sich daraufhin krankgemeldet.

Trump kündigte auf seiner Plattform Truth Social eine entsprechende Anordnung an. In dieser solle der neue Minister für Innere Sicherheit Markwayne Mullin angewiesen werden, die Mitarbeiter «unverzüglich zu bezahlen, um dieser Notsituation zu begegnen und dem Chaos der Demokraten an den Flughäfen schnell ein Ende zu setzen».

Unklar war zunächst, aus welchem Etat das Geld kommen soll – denn für das Ministerium für Innere Sicherheit fehlt seit Wochen die Grundlage für eine Weiterfinanzierung, weil Demokraten und Republikaner im Kongress nicht zueinander finden. Nach der US-Verfassung liegt das Budgetrecht allein beim Parlament.

Zuvor hatte das «Wall Street Journal» berichtet, dass mehrere republikanische Senatoren Trump dazu gedrängt hätten, den nationalen Notstand auszurufen und damit Gelder für die Bezahlung der Sicherheitsmitarbeiter freizumachen.

Streit um Geld Grund für lange Warteschlangen an Flughäfen

Hintergrund ist ein politischer Streit um die Finanzierung des Ministeriums für Innere Sicherheit. Diesem untersteht die für Sicherheit an Flughäfen zuständige Transportation Security Administration (TSA). Da die Weiterfinanzierung des Ressorts weiter nicht steht, können die TSA-Mitarbeiter nicht bezahlt werden.

Mann mit Rucksack spricht mit ICE-Polizist an Schalter.
Legende: Seit Montag sind auf Trumps Befehl an einigen Airports Beamte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE im Einsatz. ICE-Beamter an einer TSA-Kontrollstelle am Pittsburgh International Airport in Imperial, Pennsylvania. (26.3.2026) Keystone/AP Foto/Gene J. Puskar

Weil es an Arbeitskräften fehlt, kommt es für Passagiere an den Flughäfen zu langen Wartezeiten. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) standen Passagiere am George Bush Intercontinental Airport in Houston zwischen drei und vier Stunden für die Sicherheitsprüfung an. Der Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport, der in den Tagen zuvor ebenfalls stundenlange Wartezeiten angezeigt hatte, verwies nur noch darauf, dass Fluggäste «mindestens vier Stunden oder mehr» für die Kontrolle einplanen sollten.

SRF 4 News, 27.3.2026, 6:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel