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Wartezeiten von mehreren Stunden
Aus Tagesschau vom 08.04.2020.
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Vorwahlen in den USA Wisconsin wählt trotz Corona-Krise

Die Wähler in Wisconsin müssen stundenlang Schlange stehen und die Resultate werden erst nächste Woche bekannt gegeben – ein Vorgeschmack, wie chaotisch das Wahljahr in den USA werden könnte.

Nur gerade fünf Wahllokale statt den über 180 waren in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin geöffnet. Die Wählerinnen und Wähler standen rund drei Stunden Schlange, um ihre Stimme abzugeben – schön mit Abstand.

Gewählt wird der demokratische Präsidentschaftskandidat, aber auch andere Kandidaten für öffentliche Ämter in Wisconsin, unter anderem ein konservativer Appellationsrichter.

Menschen mit Schutzmasken stehen Schlange
Legende: Menschen in Milwaukee mussten stundenlang Schlange stehen, um wählen zu können. Keystone

«Das ist doch falsch, diese Wahl hätte abgesagt werden müssen», schimpft eine Wählerin hinter Mundschutz gegenüber dem Sender MSNBC. Die Armee musste zum Teil die Wahlhelfer ersetzen, die aus Ansteckungsangst nicht zum Bürgerdienst erschienen waren.

Verschiebung der Wahlen verboten

Der demokratische Gouverneur Tony Evers versuchte, die Wahlen auf Juni zu verschieben – so wie es bereits andere Bundesstaaten getan haben. Das Coronavirus sei daran, sich in Wisconsin zu verbreiten, er könne die Wahlen deshalb nicht verantworten, so Evers. Die Republikaner beharrten dagegen auf dem ursprünglichen Wahltermin – aus Bedenken, dass die Wahlsicherheit nicht garantiert sei.

Das oberste Gericht in Wisconsin stützte die Republikaner, und der Oberste Gerichtshof der USA entschied, dass auch die Frist für die briefliche Stimmabgabe nicht verlängert werden dürfe. Tausende von Wählern und Wählerinnen haben das Wahlmaterial offenbar nicht früh genug erhalten.

Die Resultate werden erst kommende Woche bekannt. Das Wahlchaos in Wisconsin sollte als Warnung für diejenigen US-Bundesstaaten dienen, die als nächste im April und Mai wählen werden.

HeuteMorgen, 8.4.2020, 6:00 Uhr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Schmid  (W. Schmid)
    Ist schon tragisch, die armen Amis haben nur die Wahl zwischen zwei Pensionären. Kann nur den Kopf schütteln. Ein Volk von bald 400 Millionen bringen keine jüngeren Anwärter auf die Matte. Aber eben, wir haben ja auch Personen im Pensionsalter (+65) in Bern hocken.
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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Ich bin seit 25 Jahren wahlberechtigt, ich weiss nicht wie eine Urne aussieht, da ich mein ganzes Leben ausschliesslich brieflich abgestimmt habe. Verpassst habe ich so gut wie keine Absstimmung. Ich kenne aber auch niemand, der noch an die Urne geht. Mit dieser Krise wird es wohl Zeit für die Amerikaner, demokratietechnisch in der Moderne anzukommen.
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  • Kommentar von Marco Barberio  (Mabar)
    Erwähnenswert: Gov. Evens traff die Entscheidung (erst!) am Montag. Und dies obwohl er noch 4 Tage zuvor gesagt hatte er sei nicht autorisiert dies zu entscheiden.
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