Zum Inhalt springen

Header

Audio
Rutscht eine Vulkanflanke in den See, gibt es einen Tsunami
Aus SRF 4 News aktuell vom 15.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:46 Minuten.
Inhalt

Vulkan auf den Philippinen «Es drohen eine massive Explosion und ein Tsunami»

Auf den Philippinen warnen die Behörden seit Tagen davor, dass der Vulkan Taal südlich der Hauptstadt Manila explodieren könnte. Möglicherweise müssten mehrere Hunderttausend Menschen die Region verlassen, sagt SRF-Südostasien-Korrespondendin Karin Wenger.

Karin Wenger

Karin Wenger

Südostasien-Korrespondentin, SRF

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Karin Wenger ist seit Frühling 2016 Südostasien-Korrespondentin von SRF in Bangkok. Sie berichtet über Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Burma, Vietnam und weitere südostasiatische Länder. Wenger lebte zuvor sechs Jahre lang in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Früher berichtete sie als freie Journalistin aus dem Nahen Osten.

SRF News: Mehr als 50'000 Menschen sind vor Taal schon geflohen. Wohin gehen sie?

Karin Wenger: Sie fliehen in rund 200 Evakuierungszentren, die sich ausserhalb des Gefahrenbereichs befinden. Dieser hat laut Experten einen Radius von 14 Kilometern rund um den Vulkan. Taal spuckt derzeit riesige Aschewolken aus und auch Lava fliesst aus dem Krater.

In den nächsten Stunden oder Tagen wird eine Explosion des Vulkans befürchtet.

Die Behörden befürchten, dass er in den nächsten Stunden oder Tagen mit einer gefährlichen und gigantischen Explosion so richtig ausbrechen könnte. Deshalb fordern sie jetzt alle Menschen im Gefahrenbereich dazu auf, das Gebiet zu verlassen.

Der Vulkan befindet sich in einem dicht besiedelten Gebiet, wo mehrere Hunderttausend Menschen wohnen. Müssen sie jetzt alle evakuiert werden?

Es sieht tatsächlich danach aus, als ob alle rund 460'000 Menschen in dem Gebiet evakuiert werden müssen. Die Behörden befürchten, dass bei einer Explosion des Vulkans ein Gemisch aus heisser Asche, Lava und Gasen grosse Gebiete in seinem Umkreis völlig verbrennen könnte.

Abrutschende Vulkanflanken könnten einen Tsunami auslösen.

Ausserdem könnte je nach Ausbruchsintensität ein noch grösseres Gebiet als die 14-Kilometer-Radius-Zone betroffen sein. Auch könnten Teile der Vulkanflanken in den den Vulkan umgebenden See rutschen und so einen Tsunami auslösen. Der eigentlich eher kleine Vulkan Taal darf nicht unterschätzt werden: Der letzte grosse Ausbruch war vor gut 40 Jahren und bei einer früheren Eruption 1911 starben mehr als 1300 Menschen.

Seit Sonntag gilt die Gefahrenstufe 4 von 5. Wie gehen die Behörden, der Katastrophenschutz, mit der drohenden Gefahr eines grossen Ausbruchs um?

Derzeit haben sie alle Hände voll zu tun, um die Evakuierungszentren einzurichten und den Menschen deutlich zu machen, wie gefährlich es ist, sich in der Nähe des Vulkans aufzuhalten. Präsident Rodrigo Duterte besuchte die betroffene Region und erklärte sie zum Katastrophengebiet. Trotzdem verlassen einige Menschen die Evakuierungszentren bereits wieder und wollen zurück in ihre Dörfer und zu ihren Tieren. Das aber sei lebensgefährlich, sagen die Behörden. Sie beschwören die Menschen, das Gebiet sofort zu verlassen. Wann sie zurückkehren können, ist dabei völlig offen.

Das Gespräch führte Susanne Stöckl.

Video
Der Vulkan kann jederzeit explodieren
Aus Tagesschau vom 15.01.2020.
abspielen
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Gasser  (Markus Gasser)
    Liebe Leugner oder Verharmloser der rasant zunehmenden, Klimaerwärmung. Bei dem Vulkan Taal geht es nun endlich um ein natürliches Ereignis (Uff !).
    Solches kommt zur menschengemachten Klimaerwärmung dazu (!). Allerdings, die gewaltige Bevölkerung rund um den Vulkan ist menschengemacht. Die Natur ist also nicht so nett und korrigiert liebenswerterweise was wir ihr und damit uns (!) mit dem immer noch zunehmenden (!!!) CO2-Ausstoss antun.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
      Sehen Sie Herr Gasser, dass von Ihnen erwähnten ausergewöhnlich "rasant zunehmende Klimaerwärmung" auf der Graph von dem Österreichischen Meteorologie Institut?

      https://www.zamg.ac.at/cms/de/images/klima/bild_ip-klimawandel/klimavergangenheit/palaeoklima/3-1-7_1_holozaen
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Frage, warum läuft hier kein Hilfsangebot an ?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen