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Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte auf einem Podium
Legende: Der Präsident selbst stand nicht zur Wahl. Die Amtszeit des 74-Jährigen dauert noch drei weitere Jahre. Reuters
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Wahlen auf den Philippinen Duterte tritt seine zweite Halbzeit gestärkt an

  • Die Philippinen haben ein neues Parlament und die lokalen Regierungen gewählt.
  • Der autoriäre Präsident Rodrigo Duterte konnte seinen Einfluss im Senat noch verstärken.
  • Dort gewannen seine Anhänger nach inoffiziellen Ergebnissen alle zu vergebenden Sitze.

Nach Auszählung von 94 Prozent liegen die Senatskanditaten von Dutertes Lager überall vorn. Insgesamt zählt das philippinische Oberhaus 24 Senatoren, zwölf waren neu zu vergeben.

Auf die ausgezählten Stimmen des Unterhauses muss noch gewartet werden. Auch hier dürfte aber Duterte Gewinne verbuchen. Insgesamt waren in dem südostasiatischen Staat aus mehr 7500 Inseln über 61 Millionen Menschen wahlberechtigt. Der Präsident selbst stand nicht zur Wahl. Seine Amtszeit dauert noch bis 2022.

Widerstand des Senat fällt weg

Das Ergebnis ist nicht überraschend. Bereits Umfragen deuteten darauf hin, dass die Popularität Rodrigo Dutertes bei der Bevölkerung ungebremst ist – obwohl er international sehr umstritten ist, auch wegen des brutalen Vorgehens gegenüber Drogenkriminellen. Seit seinem Amtsantritt 2016 gab es nach offiziellen Angaben mehr als 5000 Tote, vor allem in Armenvierteln. Menschenrechtler vermuten, dass es bereits mehr als doppelt so viele sind.

Der Senat war noch der letzte Widerstand, der sich gegen Dutertes Vorstösse wie der Einführung der Todesstrafe oder der Senkung des Strafmündigkeitsalters von 15 auf neun Jahre gestellt hat. Durch die neu gewählten Sitze dürfte auch diese Hürde wegfallen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Die sozialen Probleme der Philippinen sind gewaltig. Mehr als ein Drittel der 101 Millionen Bürger leben unter der Armutsgrenze, die Infrastruktur ist schwach, im Gesundheits- und Erziehungssystem fehlt es an Geld. Es gibt kein Verständnis dafür, was Menschenrechte sind. Die Armen glauben, dass sie keine haben. Und die Reichen denken, dass die Armen keine verdienen.Wer unten ist, bleibt unten. Und Duterte wird das auch nicht ändern. Er löst unser größtes Problem nicht, das ist die Armut.
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  • Kommentar von Peter Amthauer (Peter.A)
    Der Westen muss die Philippinen nicht verstehen.
    Und das macht er auch nicht. Ansonsten wäre man wegen der steigenden Beliebtheit Dutertes nicht überrascht.
    MfG
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  • Kommentar von Benedikt Walchli (Benedikt Walchli)
    Gebetsmuehlenartig wird er von den links Medien schlecht gemacht, obwohl die Philippinos noch nie einen President so geliebt haben. Aber eben es gilt....stehter Tropfen hoelt den Stein....Wahrheit hin oder her? (Ich lebe seit 2013 in den Philippinen).
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    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Als Michfamilie kennen wir die Philippinen sehr gut, was da an Polemik gegen diesen Duterte geschleudert wird ist skandalös. Dieses Land ist nur mit eiserner Hand zu regieren - kein Vorgänger schaffte es bis heute , einigermassen Ordnung in dieses arme Land zu bringen, er hat zumindest mehr Sicherheit und Wohlstand erreicht. Wir können niemals unsere Massstäbe dort ansetzen. Wir ermöglichen 15 Kindern dort, eine gute Ausbildung und bescheidenes Familienleben - das ist unser Beitrag .
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    2. Antwort von Claudia Beutler (Claudia)
      Haben Sie keine Skrupel bei einer Strafmündigkeit ab 9 Jahren und Einführung der Todesstrafe? Meinen Sie nicht es könnte dem Land helfen, wenn der Präsident dafür sorgt, dass es weniger Armut gibt? Aber Sie haben recht. Ich verstehe diese Mentalität wirklich nicht. Südamerika ist mir sehr fremd.
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    3. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Frau Beutler, die Philipp. liegen nicht in Südamerika -sie liegen in Asien und sind sich nur in der Armut ähnlich . Die Todesstrafe für 9 Jährige kommt mit Sicherheit nicht, das ist einfach ein Gerücht. Dafür sorgt schon die Katholische Kirche dort, dass das nie Real wird. Es ist richtig , das jeder Tote dort einer zu viel ist, wenn sie aber einmal dieses Elend sehen, dass sich dort seit Jahrzehnten ausgebreitet hat auch mit wirken der USA , dann verstehen sie warum eine harte Hand nötig ist.
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    4. Antwort von Peter Amthauer (Peter.A)
      @Frau Beutler Wie kommen Sie auf Südamerika?
      MfG
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    5. Antwort von Peter Amthauer (Peter.A)
      @Herr Kaiser Die Ursache der Drogenproblematik in Süd/Ost-Asien liegt in den Jahren zwischen 1830 und 1840. Damals war die East India Company in China, Java und den Philippinen sehr erfolgreich. Ihr Geschäft war unter anderem der Opiumhandel.
      MfG
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