Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Eine Milliarde Wahlzettel mussten von Hand gezählt werden abspielen. Laufzeit 05:32 Minuten.
05:32 min, aus HeuteMorgen vom 29.04.2019.
Inhalt

Wahlen in Indonesien Fast 300 Wahlhelfer sterben an Überarbeitung

  • Gemäss Angaben der Behörden starben 287 Wahlhelfer sowie 18 Polizisten.
  • Hinzu kommen laut dem Sprecher der Wahlkommission 2095 Erkrankte.
  • Hauptsächliche Todesursache ist Erschöpfung sowie dadurch verursachte Unfälle.

Die Todesfälle ergaben sich im Verlauf der Stimmenauszählung der Wahlen vom 17. April. Es ist in Indonesien ein Novum, dass Präsidentschafts-, Parlaments, Regional- und Kommunalwahlen zeitgleich stattfanden. Es sind Kostengründe, welche zu dieser Zusammenlegung führten.

Insgesamt standen über sieben Millionen Wahlhelfer im Einsatz um ungefähr eine Milliarde Wahlzettel von Hand auszuzählen. Die amtlichen Endergebnisse werden erst am 22. Mai erwartet, bisher führt der Amtsinhaber Joko Widodo eindeutig.

Wahlurnen mit Elefanten transportiert

Südostasien-Korrespondentin Karin Wenger spricht von einem «enormen Kraftakt» und hebt auch die anspruchsvolle Logistik hervor. «Die Wahlurnen mussten von 800'000 Wahllokalen eingesammelt, dann mit Flugzeugen, Pferden, Elefanten oder zu Fuss transportiert werden» sagt Wenger. Vor allem die grosse Hitze, die hohe Luftfeuchtigkeit und Arbeitseinsätze von bis zu 30 Stunden am Stück seien massgebliche Auslöser der Erschöpfung gewesen.

Kritik an der Monsterwahl

Die Wahlkommission versprach den Angehörigen eine Entschädigung von umgerechnet 2600 Schweizer Franken und ordnete zudem an, dass Wahlhelfer in Spitälern bevorzugt behandelt werden sollen. Dennoch wird die Kommission stark kritisiert, unter anderem weil die temporären Wahlhelfer vor ihrem Einsatz nicht medizinisch untersucht wurden.

Schon bei den letzten Wahlen 2014 kam es zu 150 Todesfällen unter den Stimmenzählenden. Damals wurden Präsident und Parlament jedoch im Abstand von drei Monaten gewählt. Die nächsten Wahlen finden in fünf Jahren statt. Auf welche Art und Weise diese durchgeführt werden sollen, ist zurzeit noch nicht klar, die Regierung wird zuerst die gegenwärtige Wahl analysieren.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Dieter Ammann (dietertube)
    Unglaublich: Da gibt es Widerrede noch und noch auf diese Meldung.
    Vermutlich hat keiner von den „Glaubichnichtkannnichtsein“- Experten
    sich die Mühe gemacht, mit Hilfe von anderen Quellen zu verifizieren, was Sache ist. Wäre ja auch mit ein wenig Aufwand verbunden...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Wie macht man denn das in Indien oder gar in China? Gibt es dort E-Voting? Wieviele sterben bei uns pro Tag? Letztes Jahr waren es bei 8 Mio Einwohner gut 60'000 (nur Schweizer) . das ergibt pro Tag ca. 164 Tote...
    Eigenartiger Artikel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christine Hadorn (Baski)
    Hab gar nicht gewusst, dass Demokratie do anstrengend ist, aber da wie die Verhältnisse von dort einigermaßen gut kennen, hat die Todesursache wohl eher andere Gründe . Daher scheint mir der Titel dieses Berichtes schon etwas komisch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen