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Warnung von Unicef Drei von zehn Kindern in Lateinamerika sind übergewichtig

  • Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Lateinamerika und der Karibik leiden an Übergewicht.
  • Diese Schätzung macht Unicef, das Kinderhilfswerk der UNO.
  • Das Übergewicht ist unter anderem auf Bewegungsmangel und den Verzehr von Fertiggerichten und Süssgetränken zurückzuführen; die Pandemie habe den Zugang zu hochwertigen Nahrungsmitteln zusätzlich erschwert.
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Aus dem Archiv: «Quetschies» im Test – viel Zucker und Säure
Aus Kassensturz vom 09.02.2021.
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«In den letzten Jahren sind immer mehr Kinder und Jugendliche in Lateinamerika und der Karibik übergewichtig», schreibt Unicef in einer Erklärung vom Montag.

Betroffen seien schätzungsweise mindestens drei von zehn Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 5 und 19 Jahren.

Teure Lebensmittel haben Folgen

Laut dem UNO-Kinderhilfswerk habe sich die Situation durch das Coronavirus verschärft: «Während der 18 Monate der Pandemie war es für Familien sehr viel schwieriger, sich gesund zu ernähren», sagte Jean Gough, Unicef-Direktorin für Lateinamerika und die Karibik. «Mütter und Väter haben ihr Einkommen verloren, gleichzeitig sind die Lebensmittelpreise gestiegen.»

Ein weiterer Grund für die zunehmende Fettleibigkeit: geschlossene Schulen. «Viele Kinder erhielten keine schulische Verpflegung mehr und auch die Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung wurden eingeschränkt.»

Unicef-Direktorin pocht auf Prävention

Bereits vor der Pandemie sei die Adipositas-Prävention von entscheidender Bedeutung gewesen. «Nun ist sie dringender denn je», sagt Jean Gough.

Unicef hat die Länder in der Region aufgefordert, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verstärken, um qualitativ hochwertige Lebensmittel in Haushalten und Schulen zu gewährleisten. Weiter sollen sie die Wiederaufnahme von Schulverpflegungsprogrammen vorantreiben, Familien den Zugang zu gesunden Lebensmitteln erleichtern sowie körperliche Bewegung fördern.

SRF 4 News, 14.09.2021, 05:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Zucker zusammen mit Weissmehl ist Treiber Nr. 1 für Übergewicht. Billiger Zucker ersetzt mittlerweile Fett als Geschmacksverstärker. Keine Regierung kriegt es fertig die Zuckerindustrie zu "kontrollieren". Viele Produkte sind einfach viel zu süss. Ich denke von der gesundheitlichen Gefährlichkeit des Stoffes kann Zucker mit Drogen gleichgesetzt werden. Einmal angefixt, ist es schwierig wieder aufzuhören. Es ist dringend nötig, Zucker in sämtlichen Lebensmitteln zu reduzieren, oder weg zu lassen.
  • Kommentar von Yvette Nick  (Lebenstreuhand)
    Also irgendwie ist das unlogisch. Da liest/hört man seit Jahrzehnten, dass Armut zu Hunger führt und nun soll sie plötzlich auch für Übergewicht verantwortlich sein?? Da blicke ich ehrlich gesagt nicht mehr durch.
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Frau Nick, Das hat mit Einkommen/Veranlagung/Stoffwechsel zu tun. Arme Menschen können sich oft keine hochwertigen Lebensmittel leisten. Es wird günstiges Fastfood gegessen mit viel verstecktem Zucker. Hat jemand, wie in den USA 2,3 Jobs, bleibt keine Zeit zum Kochen. Erkenntnisse vor Jahren: Weisse mit den höchsten Löhnen, waren am wenigsten übergewichtig. Dann folgten die Amerikaner*innen mit mexikanischen Wurzeln, am meisten Übergewicht gab es bei den Schwarzen. Ist heute wohl nicht anders.
  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Und jetzt? Wäre noch sinnvoll gewesen, die Daten für Europa und Schweiz zu nennen. Aber ehrlich, über übergewichtige Kinder in Südamerika mache ich mir hier sicherlich keine Gedanken.