Zum Inhalt springen

Header

Video
Jugendliche Bewegungsmuffel
Aus Tagesschau vom 22.11.2019.
abspielen
Inhalt

Weltweite WHO-Studie Schweizer Jugendliche mutieren zu Bewegungsmuffeln

  • Vier von fünf Jugendlichen weltweit bewegen sich zu wenig. Zu diesem Schluss kommt die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrer jüngsten Studie.
  • Die WHO empfiehlt, sich jeden Tag mindestens eine Stunde lang körperlich zu betätigen. 80 Prozent der Jugendlichen befolgen diesen Rat aber nicht.
  • Auch Schweizer Jugendliche entpuppen sich als Bewegungsmuffel: So treiben über 85 Prozent im Alter von elf bis 17 Jahren im Alltag zu wenig Sport.
Video
Aus dem Archiv: Warum Sport so wichtig ist
Aus Einstein vom 25.04.2019.
abspielen

Insgesamt war der Anteil an inaktiven Kindern in Südkorea mit 94.2 Prozent am höchsten, während er in Bangladesch mit 66.1 Prozent am niedrigsten war.

Schweizer Jugendliche finden sich in der Studie im Fachmagazin «The Lancet» am unteren Ende der Skala wieder: 82.5 Prozent der Buben und sogar 89.1 Prozent der Mädchen waren 2016 körperlich nicht aktiv genug. Im Vergleich zum Jahr 2001 haben sich die Zahlen für die Schweiz damit ein wenig verschlechtert – insbesondere bei den Knaben.

Digitaler Wandel wird zum Problem

«Wir hatten eine elektronische Revolution, welche die Bewegungsmuster von Jugendlichen offensichtlich verändert hat – und sie dazu anregt, mehr zu sitzen, weniger aktiv zu sein, mehr zu fahren, weniger zu gehen», sagt Leanne Riley, eine der Co-Autorinnen der Studie. Die Jugendlichen spielten letztlich mehr digital als wirklich aktiv.

Der für die Schweiz zu beobachtende Unterschied zwischen Buben und Mädchen findet sich auch auf globaler Ebene wieder: Während sich 77.6 Prozent der Knaben nicht ausreichend bewegen, sind es bei den Mädchen 84.7 Prozent. Die grössten Unterschiede zwischen den Geschlechtern wurden in Irland (17 Prozentpunkte) und den USA (16.5 Prozentpunkte) festgestellt.

Ziele wird wohl verfehlt

Die WHO empfiehlt, dass sich Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren zumindest 60 Minuten am Tag bewegen sollten. Alles darüber hinaus sei für die Gesundheit zusätzlich förderlich. Desweiteren sollten sich Erwachsene zwischen 18 bis 64 Jahren mindestens 150 Minuten pro Woche einfach bewegen oder alternativ mindestens 75 Minuten Sport treiben.

Die WHO hatte das Ziel ausgegeben, den Anteil der Jugendlichen mit zu wenig Bewegung bis 2030 auf 70 Prozent zu senken. «Dieses Ziel können wir nicht einhalten, wenn sich diese Trends fortsetzen», macht Regina Guthold, Studienautorin und WHO-Expertin für die Gesundheit von Jugendlichen, deutlich.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von frank müller  (frankysrf)
    in 16 jahren nimmt anscheinend der anteil der sog. bewegungsmuffel um sage und schreibe 1% zu, ein prozent, ist das überhaupt signifikativ ? kann ich mir nicht vorstellen, also kann das smartphone, der computer, der fernseher, oder was auch welche moralisierende gründe angeführt werden, keine rolle gespielt haben. der anteil der bewegungsmuffel hat sich eigentlich nicht verändert !!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Da der Mensch sinnvollerweise wie alle 'biologischen Systeme', so eingerichtet ist, dass er was tut, wenn's die Not wendet oder wenn es Freude macht, daher sollten Bewegungsmöglichkeiten im Alltag eingebaut sein. Ein Schulweg, Klassen die draussen tätig sein müssen, weil da ein Garten, ein grösserer Acker oder gar ein Hof auf sie wartet. Weil da Hütten gebaut, Wälder und Gewässer gepflegt werden müssen. .... So viele Fliegen aufs mal .... Wem würde es dienen, wem entginge da was?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Wenn ich heute Jugendliche sehe... und weniger Jugendliche auch, dann sitzen sie meist, vornuebergebeugt... ueber einem Smartphone..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen