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Auch die Zürcher Klimajugend war auf der Strasse
Aus News-Clip vom 27.09.2019.
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«Wem sis Klima? Euses Klima!» Tausende an Demos in der Schweiz – hunderttausende im Ausland

Zum Abschluss der Klimastreikwoche fanden Aktionen und Kundgebungen in Dutzenden Ländern weltweit statt.

Zum Abschluss einer internationalen Klimastreikwoche plante die Bewegung Fridays for Future erneut Aktionen und Kundgebungen in Dutzenden Ländern weltweit.

In Zürich nahmen am Freitagnachmittag im Rahmen des globalen Klimastreiks rund 5000 Personen an einer Demonstration durch die Innenstadt teil. In Lausanne versammelten sich gemäss einer Schätzung der Stadtpolizei Lausanne gegen die 3500 Demonstranten vor dem Bahnhof zur Klimademonstration.

Knapp 50 Verhaftungen in Lausanne

Rund 250 von ihnen standen zwei Stunden lang den Ordnungskräften gegenüber, als sie eine Absperrung durchbrochen hatten. Die Polizei löste darauf die Demonstration auf – 48 Demonstranten wurden abgeführt und werden nun angezeigt.

Weitere Demonstrationen fanden auch in anderen Städten der Schweiz statt: Sowohl in Genf, als auch in Basel und Chur.

Auftakt in Neuseeland

Die heutigen Klimademos waren ein weltweites Unterfangen. Neuseeland machte wegen der Zeitverschiebung den Auftakt: Die Veranstalter sprachen am Freitag von landesweit 170'000 Teilnehmern. In Südkorea, Indien und Bangladesch gab es ebenfalls Proteste.

In Italien beteiligten sich besonders viele Menschen an den Kundgebungen. «Wir wollen eine heisse Pizza, aber keinen heissen Planeten», hiess es unter anderem auf den Protestschildern in Mailand, wo allein schätzungsweise 150'000 Teilnehmer zusammenkamen. In Rom waren es nach Angaben der Organisatoren der Klimaschutzbewegung Fridays for Future sogar mehr als 200'000 – und insgesamt in Italien mehr als eine Million.

Im niederländischen Den Haag nahmen nach Schätzungen der Organisatoren später rund 35'000 vorwiegend junge Menschen an den Kundgebungen und der Demonstration durch die Stadt teil. Das waren weit mehr als erwartet.

60'000 Demonstranten in Greta Thunbergs Heimat

In Stockholm, der Heimat der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, kamen nach Angaben der Organisatoren 60'000 Menschen zu einem Protestzug zusammen. Insgesamt waren Aktionen und Kundgebungen an mehr als 100 Orten in dem Land geplant. Auch in anderen Teilen Skandinaviens wurde protestiert, darunter an mehr als 20 Orten in Finnland.

Die Ferieninsel Mallorca erlebte die grösste Klimakundgebung seit Beginn von Fridays for Future. Mehr als 5000 Menschen beteiligten sich nach Polizeiangaben an der Demonstration in Palma. In den Metropolen Madrid und Barcelona sind sie aber erst für Freitagabend angesetzt.

Die Klimaschutzwoche

Die «Earth Strike»-Demonstrationen bilden das Finale der internationalen Klimaschutzwoche «Week for Future». Bisher habe es im Rahmen der Streikwoche 6383 Aktionen in 170 Ländern gegeben, berichtete die Klimaaktivistin Greta Thunberg, die am Freitag an einer Grosskundgebung im kanadischen Montreal teilgenommen hat.

Thunberg trifft Kanadas Premier

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Beim Treffen warf die 16-jährige Schwedin dem kanadischen Premier vor, nicht genug gegen den Klimawandel zu unternehmen. Das sage sie aber allen Politikern weltweit, erklärte Thunberg laut Medienberichten. Ihre Botschaft an alle Politiker sei dieselbe: Sie sollten einfach auf die Wissenschaft hören und dementsprechend handeln. Trudeau seinerseits bezeichnete Thunberg als eine beeindruckende Person, welche die Konservation nach vorne bringe.

Wie gross der weltweite Zuspruch an diesem Freitag nach der Rekordbeteiligung der Vorwoche sein wird, ist relativ unklar. Am vergangenen Freitag gingen zum Auftakt der Klimawoche laut Schätzungen weltweit vier Millionen Menschen für das Klima auf die Strasse. Es waren die bislang grössten internationalen Klimaproteste.

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62 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Bossert  (EEE)
    Das Waldsterben der 80er wurde gestoppt durch das Kathalysator-Obligatorium. Die Zerstörung der Ozonschicht wurde gestoppt durch das globale FCKW-Verbot. Ca. 30 J. nach dem FCKW-Verbot war der Zenit der Zerstörung erreicht und die Ozonschicht beginnt sich ganz langsam zu erholen. Mit dem CO2 ist es ähnlich. Es wird über Jahrzehnte dauern, bis die heutigen Emissionen abgebaut sind. Solange erwärmt sich das Klima weiter. Das nennt sich ein "sehr träges System", weil es extrem verzögert reagiert.
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  • Kommentar von Markus Bossert  (EEE)
    Danke an alle, die sich aufgerauft haben, an den Demos mitzumachen.
    An all jene, welche das Thema Klimakrise nicht mehr hören können/wollen: Unternimmt etwas dagegen, denn durch Ignoranz werden die Probleme nicht gelöst, sondern immer grösser.
    Traurig genug, dass es die Aufstände der Jungen braucht, weil die älteren Generationen bisher versagt haben. Die Fakten sind seit Jahrzehnten vorhanden. Niemand kann behaupten, man hätte nicht früher reagieren können. Weitere Ignoranz kommt am teuersten.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Dass ein Kind, Greta Thunberg, andere Kinder mobilisieren muss damit hochintelligente Politiker ihre Finger und sonst was bewegen... das ist beschaemend.. Politiker uebrigens, die schon laengst haetten agieren muessen fuer eine kranke Welt... aber business first.. dabei, mit der Zerstoerung unserer Welt wird auch das Business zerstoert.. ist DAS noch keinem der Wirtschaftsmaechtigen aufgefallen...????
    Ich danke G. Thunberg und all den Anderen, die fuer die Menschheit auf die Strasse gehen!
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