Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

WHO schlägt Alarm Kämpfe um Tripolis fordern über 120 Tote

  • Bei den Kämpfen um die libysche Hauptstadt Tripolis sind bislang mindestens 121 Menschen getötet worden.
  • 561 Menschen seien seit Beginn der Gefechte Anfang April zudem verletzt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.
Legende: Video Aus dem Archiv: Haftars Truppen stehen vor Tripolis abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.04.2019.

Die WHO kündigte an, medizinische Hilfe und weitere Mitarbeiter nach Tripolis zu entsenden. Sie verurteilte zugleich «wiederholte Angriffe» auf medizinisches Personal und Helfer in der libyschen Hauptstadt.

UN-Sicherheitsrat informiert

Die Libyenmission der Vereinten Nationen hat die Kriegsparteien unterdessen vor Angriffen auf Zivilisten gewarnt. Die Bombardierung von Schulen, Krankenhäusern und zivilen Gebieten sei unter internationalem Recht strengstens verboten, twitterte die Mission. Verstösse würden dokumentiert und an den UN-Sicherheitsrat und den Internationalen Strafgerichtshof weitergeleitet.

Haftars Vormarsch

General Chalifa Haftar hatte Anfang April eine Offensive gegen Tripolis gestartet. Der 75-jährige General ist mit dem Parlament im Osten Libyens verbunden und kontrolliert mit seiner sogenannten «Libyschen Nationalarmee» grosse Gebiete im Osten und Süden des Landes.

Das Parlament bildet eine Gegenregierung zu der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in Tripolis. Diese hat jedoch kaum Kontrolle über die Hauptstadt hinaus.

Gemäss Angaben des ägyptischen Staatsfernsehens soll sich der 75-jährige Haftar am Sonntag mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi in Kairo getroffen haben. Ägypten gilt neben den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien als Unterstützer des Generals.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Janusz Kaltenbacher (anti_sozialist)
    Nur einmal zur Erinnerung: Der IS kontrollierte bis vor kurzer Zeit noch einige grössere Gebiete in Libyen, vor allem im Osten, u.a die Stadt Darna ( Derna) welche gerade einmal 300 Kilometer vor Kreta liegt, oder auch Teile der Großstadt Benghasi ( neben anderen Islamisten) welche weitgehend zerstört wurde, aber von General Haftar dafür befreit und stabilisiert wurde. Besser auch wenn ein General Haftar in Tripolis herrscht, als eine " international anerkannte Regierung " aus Islamisten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Danke. Es ist schon verrückt, da verkündet der Westen nach 9/11 den "Krieg gegen den Terror" und unterstützt in Yemen, in Syrien und in Libyen Islamisten und empört sich, wenn nun ein General gegen diese vorgeht (wie mit Russland in Syrien). Hingegen war in Mossul die Zerstörung gerechtfertigt im Kampf gegen die Islamisten...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Was man am Boden sieht ist, dass Gebiete werden schnel erobert und dann wieder aufgegeben. Das bedeutet, dass beide Seite mit wenig Soldaten operieren. Es gibt keine Front. Mobile Einheiten suchen ungeschützte Raum und nimmt ihm an. Aber dann ziehen sie sich am nàchste Tag zurück weil sie keine Mittel haben um Gebiet zu verteidigen. Zum Glèck es gibt auch keine schwere Artelerie und Luftwaffe bis jetzt vermeidet Zivile Ziele.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      Wie aussieht, erste Erfolge Regierungtreue Milizen sind vorbei. Gegenofensive ist zu stilstand gekommen und LNA ist wieder auf Vormarsch. Es wird mich nicht wundern, wenn plötzlich gewisse Milizen sich zurückziehen oder seite wechseln. Zum Glück sind Französe auf Haftar Seite so das eine Einmischung von NATO ist nicht zu erwarten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Ueber Jahre wurden von Italien und der EU Gelder in das Land gepumpt gegen das Versprechen keine Menschen auf das Mittelmeer zu lassen. Jetzt wird das Geld und die Waffen verwendet. Wen erstaunts.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas F. Koch (dopp.ex)
      Das Geld, von den Sie schreiben, ging meines Wissens an die (sogenannte) international anerkannte Regierung und nicht an Haftar. Der finanziert sich über die Öl Verkäufe. Es stehen aber auch Frankreich, Russland, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und seit kurzem auch Saudi-Arabien hinter ihm. Auch von dem einen oder anderen genannten Land dürfte Haftar finanzielle und kriegmaterielle Unterstützung erhalten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Koch: völlig richtig - zumindest offiziell. Aber einer allein kann nicht kriegen. Die sogenannte Regierung glänzt ja auch nicht gerade als Friedensengel. Und bei Italien bin ich nicht so sicher, dass nur der sogenannten Regierung Geld geschickt wurde. Immerhin waren schon bisher die Küstenabschnitte aufgeteilt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen